Der Gast ist immer König …

In einem brasilianischen Imbiss (von zwei Deutschen betrieben) in Deutschland (sic!) kamen irgendwann mal Herr Schicki und Frau Micki, um sich an so tollen Sachen wie Bolinhos de Bacalhau, Kibe, Pao de Queijo tot zu futtern. Klar, dass die beiden dann deren begleitendes Pärchen jeweils einen Caipirinha spendierten.

Der Imbissbesitzer ging dann nach hinten und vollführte die Zermonie des Caipirinha-Machens auf höchstem Niveau: alles frisch, weisser Zucker und keine Lime-Verschnitte.

Als er dann die vier Caipis nach einiger Zeit fertig gemacht hatte und den vieren brachte, meinte Frau Micki schnippisch:

„Mit dem Schnell-Sein habt ihr es wohl nicht so, oder?“

Der Mann blaffte nur zurück:

„Wenn Sie einen schnellen Caipirinha haben möchten, der drei Stunden schon vorbereitet offen rumsteht mit Limetten-Lime gestreckt wird, damit er nicht mehr so bitter schmeckt, dann gehn Sie doch in eine ihrer Kneipen. Hier gibt es nur Gutes.“

Sagte es und machte auf den Absatz kehrt und liess eine unangenehm berührte Micki zurück.

Die nahm ein Schlückchen und dann sah man an ihrem freudig überraschten Gesichtsausdruck, dass er ihr offenbar super schmeckte.

Als nach weiteren zehn Minuten die brasilianischen Häppchen für die vier kamen, waren die Gäste schon wesentlich freundlicher …

Tja, das habe ich in Köln erlebt.

Gute Nacht an die Normalos unter uns,

wünscht

Careca :wave:

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The day after tomorrow war nicht gerade mein Lieblingsfilm. Vielmehr habe ich ihn gehasst, nachdem ich ihn gesehen hatte. Nur Kälte. Leute dickstens eingemummelt.

Jetzt findet es gerade in Russland statt. Moskau ist dafür pressetechnisch bestens geeignet, weil dort die meisten internationalen Journalisten wohnen.

Es herrschen dort momentan Temperaturen um die -31 °C. Eiszeit. In anderen Gegenden in Russland wurden schon -40 °C gemessen.

Und diese kalte Front verlagert sich gen Westen. Über Polen, Tschechien und Slowakien wird die kalte Front in Deutschland Einzug halten.

In Düren (bei Aachen) wurden heute +11,4 °C gemessen. Im osten Deutschlands zeigte das Thermometer schon -5 °C.

Es ist Mitternacht. München hat momentan noch +5° C.

Ab Sonntag wird die kalte Front Deutschland in ihren Fängen halten. The day after tomorrow?

Das einzige kalte und klirrende, was ich sympatisch finde, sind Eiswürfel in einem Getränkeglas.

Durch Kälte verlor ich mit 6 Jahren meine Schneidezähne.

Ich hasse Kälte … :XX“>

Ich wünsch mich nach Brasilien …

Aber wayne interessiert’s?

Trotz der bevorstehenden Kälte ein freundliches „Bis Spider“ an alle Mitleser

:wave:

Betont unauffällig (3)

Betont unauffällig wollten auch Bekannte von mir auf ihrem ersten Brasilienurlaub sein. :roll:

So saßen wir in einem Cafe und beide wollten von mir und meinem Freund wissen (der aus dem zweiten Teil), wie es denn mit der Kriminalität in Rio de Janeiro sei.

So erzählte ich Ihnen meine Geschichte vom extra unauffällig verhalten und wie das die Blicke wie Motten das Licht auf mich zog. Sie grinsten über das, was mir wiederfuhr und wussten sofort, woran es lag. Klar, ich war halt auch zu blöd, war deren Reaktion. Wer den Schaden hat, spottet halt jeder Beschreibung … >:-(

Und dann erzählte mein Freund seine Geschichte, wie ihm seine Kamera geklaut wurde. Beide hörten interessiert zu und dann sagte sie am Ende der Geschichte in ihrer Aachener Tränigkeit: „Also, wie Careca so erzählte, erschien Rio richtig harmlos. Aber wie er das so erzählt, dann scheint es ja richtig gefährlich.“ XX(

Ich grummelte.
Mein Freund und ich gaben den beiden somit am Vorabend vor dem Abflug noch ein paar Verhaltenstipps, damit sie Rio ohne grössere Probleme geniessen könnten:
So wenig wie möglich mitnehmen. Am besten nur das, was in den Hosentaschen passt. Rucksack oder Tasche immer gesichert festhalten. Keine weissen Socken und keine Hawaihemden und so. Klar, das kannten sie offenbar alles schon und meinten es sicher zu vermeiden. Das waren die ersten Tipps. Und dann kamen noch paar andere hinzu.

Sie meinten zum Schluss noch, sie hätten eine Diebstahlversicherung und würden so etwas gelassen entgegen sehen. Sollte jemand ihnen was klauen wollen, dann würden sie sich locker zurück lehnen. Denn schliesslich würden sie alles in Deutschland ersetzt bekommen. |-|

So flogen sie also Richtung Brasilien.
Und nach drei Wochen waren sie wieder zurück.
Und sie waren prompt in Rio de Janeiro ausgeraubt worden.

Beide waren in der legendären „bonde“ (ausgeschrochen „bondschi“) eingestiegen und dort ausgeraubt worden.

Bonde in Rio de Janeiro
Bonde in Rio de Janeiro

Die Geschichte der „bonde“ ist recht interessant:
Die „bonde“ sollte eigentlich Ende der Fünfziger Jahre abgeschafft werden. Doch dann kam der brasilianische Film „Orfeu Negro“ in die Kinos. In diesem Film spielte die „bonde“ Rio de Janeiros eine tragende Rolle. 1959 erhielt der Film in Cannes die „Goldene Palme“ und brachte der „bonde“ einen ungemein starken Popularitätsschub bei den Touristen. Schliesslich rang die Stadt sich durch, die „bonde“ bestehen zu lassen. Als Touristenattraktion und Bevörderungsmittel der eigenen Bevölkerung.

So fuhren also meine beiden Bekannten in der „bonde“ zum Künstlerviertel „Santa Theresa“ hoch. Sie hatten einen Rucksack mitgenommen. Darin befanden sich die normale Brille von ihm (er trug seine stark getönte), die Stadtkarte, ein dicker Reiseführer, eine Kleinbildkamera und ein Regenschirm. Der Rucksack lag locker und ungesichert über sein Knie. Er hatte dabei extra versucht keine Aufmerksamkeit mit dem Rucksack zu erregen. Unauffällig halt. ;D

Aber nicht lange. Schon bald standen beide ungewollt im Mittelpunkt.

Ein Dieb entriss ihm den Rucksack und sprang von der fahrenden „bonde“ ab und rannte den Weg der „bonde“ zurück. Während seine Freundin sauer dem Dieb hinterherbrüllte, sprang ihr Freund ebenfalls ab. Aber in die falsche Richtung (in Fahrtrichtung) und überschlug sich erstmal auf dem Aspalt. Dann sprintete er dem 100 Meter entfernten Mann hinter her. Vergeblich. Der Dieb war weg. :roll:

So trafen wir uns also nach deren Urlaub wieder.

Die Versicherung zahlte. Das war klar. Der Fall war ja aktenkundig.

Nur die verstauchte Hand von ihm tat noch immer weh. Und den ganzen Urlaub über musste er mit der getönten Brille verbringen. Bei Sonnenschein war das ja nicht das Problem. Nur des Nachts war alles dunkler als normal. :))

Was sie am meisten jedoch wurmte, war, dass gerade sie überfallen wurden, obwohl sie versuchten unauffällig zu bleiben, dass der Fotoapparat im Rucksack war und sie keine guten Fotos mehr machen konnten, dass sie ihren Reiseführer nicht mehr hatten, und dass trotz Versicherung sie nicht locker geblieben waren … :. :**:

Naja, betont unauffällig U-(

Betont unauffällig (2)

Die eigentliche Frage, die man sich als Tourist stellt, könnte freilich heissen:
Sind wir Touristen eigentlich besonders blöde? Das wir immer so leicht zu plündern sind, auf dem heissen Asphalt Brasiliens?

Die Antwort kann nicht gegeben werden, da das Wort „blöd“ mit der ganzen Sache nichts zu tun hat. Sie kann nur fallweise gegeben werden.

Ein brasilianischer Freund von mir ist in Rio de Janeiro (Stadt) ausgeraubt worden. Das ging ganz einfach und auch unauffällig.

Mein Freund hatte zu der damaligen Zeit einen Job als Fotografen jener bekannten Blutzeitung, die man sich an jeder „banca de jornais“ (Kiosk) in Rio kaufen kann. Sein Job war es einen Reporter zu begleiten und all jene Opfer von Vergewaltigungen, Erschiessungen und Verstümmelungen in Szene zu setzten.
Nachdem mal wieder ein Job beendet war, lies er sich in einem Strassencafe nieder, um ein Chopp (ein Glas Bier) zu trinken.

Nach kurzer Zeit rempelte ihn in seinem Stuhl ein peruanisch aussehender Mann mit Anzug (billig, aber nicht alt). Zudem ergoss sich eine Ladung Batata fritas (Pommes) mit Ketchup über dessen Schulter. mein Freund sprang auf und versuchte instinktiv zu verhindern, dass die ketchup-getränkte Masse auch noch seine Hose versaute. Der Mann muss wohl sehr kooperativ reagiert haben. Er hatte ein Taschentuch und versuchte damit Schaden zu verringern.

Mein Freund war verständlicherweise sauer, aber der Mann beschwichtigte ihn und gab ihm eine Visitenkarte und bat meinen Freund, die Reinigungsquittung an ihm zu schicken. Er würde dann umgehend ihm das Geld zu schicken (?; überweisen?).
Der Mann verabschiedete sich von meinem Freund und mein Freund setzte sich hin und nahme einen Schluck aus seinem Chopp.

Als er zu seinen Füssen schaute, war seine Kameraausrüstung im damaligen Werte von ca. 2000 DM (1000 Euro) weg.

Er kannte diesen Trick, Menschen zu berauben, indem man deren Aufmerksamkeit stark ablenkt und er war sich sicher, darauf nie reinzufallen.

An jenem Tag fiel er darauf rein. Er verlor infolgedessen seinen Job bei jener Zeitung.
Seitdem hat er Vorurteile gegen jeden der peruanisch ausschaut (und er weiss den Grund dafür).

Betont unauffällig (1)

Brasilien ist mein Land. Dort bin ich nicht nur hin und wieder als Tourist, sondern dort habe ich auch gearbeitet. Dort kommt meine bessere Hälfte her und da werde ich auch in absehbarer Zeit hin. Organisiert und nicht chaotisch. Geplant und nicht fatalistisch daneben.

Von meinem traditionellen Rio-Stützpunkt „Hotel Ferreira Viana“ in Catete (Stadtteil im näheren Bereich des Zentrums; nicht bei den Touristenhochburen der Copacabana) bin ich eines Tages mal wieder nach Ipanema raus. Diesmal wollte ich mich nicht an den Strand hauen, sondern eine bestimmte Dienstleistung in Anspruch nehmen (… ich sag’s nicht :D , ich sag’s nicht :D , ich sag’s nicht :D , um welche es sich hierbei handelte … okay, da einige immer was falsches denken, es geht hierbei um Tatoos). Ich zog mir Badehose, graues T-Shirt, schwarzte Bermuda und Flip-Flops (Größe 46; sehr selten, aber frisch gekauft) an, nahm mir meinen alten staubgrauen Stoffbeutel (lagerte und gammelte bei mir in D-Land schon seit zig Jahren in diversen Ecken herum) und packte darin ein Handtuch und in das Handtuch (weiß der Kuckuck warum) meine Armbanduhr ein.

Anmerkung vom Kuckuck: Klar weiss ich, warum. Ich hatte diese Seiko-Uhr im Süden Brasiliens für umgerechnet 50 Euro erstanden. Es war die Uhr, die ich immer schon suchte. Eine Uhr, nicht zu teuer, aber mit mechanischem Mondphasenanzeiger. Ich hatte mich in die Uhr verliebt und wollte sie überall dabei haben, …

Zusätzlich wickelte ich noch meine Geldbörse drin ein. In der Geldbörse befand sich der Gegenwert von 100 US-$. Ansonsten rein gar nichts. Desweiteren kramte ich mir ein paar Real, um den Bus von Flamengo/Catete nach Ipanema zu zahlen.
Als ich dann so gegen halb eins an dem Ziel in Arpoador an kam, war es noch – oder besser gesagt: schon wieder – geschlossen: Mittagespause.

Nun, ich überlegte, was tun? Ich entschloss mich einfach ein wenig an den Strand von Ipanema zu legen. Also ging ich von Arpoador immer so vier/sehs Meter von der Wasserlinie entfernt über den Strand und schaute nach einen passenden Platz zum Hinlegen. Obwohl es mittag war, war es doch recht gefüllt für nen Werktag.

Mir behagten nicht viele Plätze. Entweder war es zu voll und nicht mehr hinreichender ungestörter Freiraum vorhanden oder die umgebenden Leute sahen mir nicht vertrauenserregend genug aus (ich liebe die Gesellschaft älterer Rentner-Ehepaare, denn da steigt mein Zuversicht, dass die mich garantiert nicht niedermeucheln …).

Nach einiger Zeit der Wanderung fand ich dann „meinen“ Platz. Optimal erschien er mir nicht, da an der Wasserlinie junge surfistas rumlungerten, die dort bestimmt [i]keine[/i] Industriezigaretten rauchten. Aber andererseits erschienen die mir nicht als hineichende Motivation meine ermüdende Sandwanderung fortzusetzen.

Ich holte mein Handtuch (Marke Die-besten-Zeiten-schon-hinter-sich“) raus, breitete es in dem Sand aus und setzte mich erstmal drauf. Ca. drei Minuten lang die Gegend nochmals gründlich abgescheckt. Bis auf die Kinder nichts beunruhigendes.

Doch dann begann für mich die Frage: Wo lege ich meinen Beutel hin? Am Fussende sicherlich nicht. Am Kopfende? Links von mir? Rechts von mir? Ich konnte mich nicht mehr erinnern, wie ich es sonst gemacht hatte. Noch nie hatte ich über sowas plötzlich so intensiv nachgedacht. Okay, ich legte den Beutel auf Kopfhöhe neben mir, darüber mein T-Shirt (Hallo, Sonne! Hallo, Meer! :D), meine Bermudas und darüber die Flip-Flops. So breitete ich mich über mein Badetuch aus.

Aber rechte Ruhe fand ich nicht. Und irgend stellte sich Durst ein. Die nächste barraca befand sich zwanzig Meter entfernt. Und dann machte ich wohl den verhängnisvolen Fehler. Ich griff in meinem Beutel und versuchte betont unauffällig – ich betone nochmals ganz deutlich hier: „betont unauffällig“! – diesen herauszuholen. Dann setzte ich mich auf und checkte wiederum „betont unauffällig“ (die Geldbörse in der Bauchkuhle verdeckend) das Geld darinne. Ich suchte „betont unauffällig“ nach einem kleinem Schein.

Wenn ich mich mir heute so von aussen vorstelle, wie ich „betont unauffällig“ versuchte zu verbergen, dass ich was zu verbergen hatte (nämlich Reais im Wert von ca. 100 US-$), dann patsche ich mir noch heute gegen die Stirn und muss auch irgendwie als Ventil darüber lachen. Es gab am Strand wohl nicht auffälligeres als meine „betont unauffällige“ Verhaltensweise. Wo jeder jeder beobachtet, schon aus reinen Körper-Kult-Gründen.

Da ich keinen wirklich kleinen Schein dabei hatte (an der barraca mit einem großen Schein zu zahlen, konnte zuviel unerwünschte Aufmerksamkeit auf mich, dem „Green Go“, lenken), legte ich die Geldbörse eingewickelt in den Bermudas und dem T-Shirt mit der Uhr wieder in den Beutel zurück (ich vermerke „betont unauffällig“), dann auf meine Flip-Flops den Beutel zu oberst auf Kopfhöhe und streckte mich wieder aus.

Hm.

Hm.

Irgendwann hatte ich plötzlich das Gefühl, das etwas nicht mehr stimme. ich richtete mich auf und sah meine Flip-Fliops brav neben mir liegen, auf Kopfeshöhe, aber … ich suchte vergeblich meinen Beutel. Wech war wech. :(

Verwirrt richtete mich auf und sah in etwa zwei Metern Abstand von mir eine schlanke Brasilianerin mit Sonnenbrille stehen.

– A senhora observou algo? Sabe cade minha bolsa? (=“Haben Sie was beobachtet? Wissen Sie, wo meine Tasche ist?“)

Die Frau schaute mich an und erklärte mir zu meinem Entsetzen, dass die Jugendlichen vom Strand sich diese genommen hätten. Ich fragte verschreckt zurück, warum sie denn nichts gesagt hätte. Das war eigentlich eine dumme Frage, aber die Antwort war auch nicht schlechter: Sie dachte, dass das meine Freunde wären und ich zu denen gehören würde … :roll: :(

Mir war klar, dass am Strand niemand was grossartiges unternehmen würde, würde man einen Diebstahl beobachten. Die unbewusste Angst, selber nachher in eventuelle Konsequenzen der Diebe und mögliche Hintermänner zu geraten, ist zu gross, als dass diese eine helfende Abwehrmaßnahme nach sich ziehen würde.

Ich stand auf und schaute verwirrt durch die Gegend. Die Frau deutete auf einen etwa hundert Meter entfernt liegenden Stofffetzen.

– Acho que é seu. (= „Ich glaub, dass ist ihre.“)

Ich wollte schon los, aber da fiel mir die alte Parabel vom Fuchs mit dem Steak und dessen Spiegelbild im Fluss ein und dass der Fuchs beide Steaks haben wollte und nachher ganz ohne da stand. Es mag sich absolut bescheuert anhören. Aber genau dieses Bild vom Fuchs im Fluß tauchte vor mir auf. Daher fragte ich die Frau, ob sie denn wenigstens auf meine restlichen Sachen aufpassen würde, damit die nicht auch noch wegkämen. Als die Frau nickte, ging ich zu den Stofffetzen rüber. Es war mein T-Shirt. Von meinem Beutel, der Bermudas, der Uhr und dem Geldbeutel war nichts mehr zu sehen. Auch sah ich keinen der surfistas oder sonstwelche seltsame Gestalten. Ich nahm das T-Shirt auf und ging zurück.

Damit hatte sich der Termin in Arpoador im Tatoo-Laden erübrigt. Ich zog meine Flip-Flops an und atmete schwer durch. Meine ersten Gedanken waren nur: „Raus hier! Weg hier! Überall Verbrecher!“ Meine Selbstbeteiligung an dem Raub sah ich noch nicht.

Also trat ich den Rückweg von Ipanema über Arpoador-Copacabana-Leme an mit anschliessender mulmiger Tunneldurchquerung Richtung Shopping und dann über Botafogo zurück nach Flamengo, Catete zu meinem Hotel. Zu Fuss. In Badehose und ärmellosen T-Shirt und dem alten Handtuch. Taxi-Fahren sah ich als aussichtlos an. Die müssten mich für einen Schwulen halten.

Während ich meine unfreiwillige Wanderung durchzog, fuhren mehrfach Busse vorbei und aus den Fenstern hörte ich immer wieder ein Johlen und Pfeifen. Hin und wieder sah ich auch nen Stinkefinger. Man nahm offenbar an ich, sei ein ausgesprochener Safado unter den veados. Mir zuckte es immer wieder in der Hand, den Stinkefingergruß zu erwidern, aber ich unterlies es. Sollte sich jemand beleidigt fühlen und an der nächsten Haltestelle aussteigen, dann hätte ich ein paar Probleme mit meinen Flip-Flops …

Während der Wanderung fiel mir ein, dass dieser Vorfall von mir provoziert war (hört sich seltsam an, ist aber so). Zudem war es nicht das erste mal – so fiel mir ein -, dass ich beklaut worden war: In D-Land hatte man das wesentlich efektiver gemacht. Man hatte mir dort mein mühsam erspartes 1000-DM-Rennrad geklaut. Die Versicherung zahlte meinen Eltern nichts zurück, da sie auf dem Standpunkt beharrte, ein rechtmässig abgeschlossenes Fahrrad könne niemand klauen (ergo, hatte ich es nicht abgeschlossen gehabt. QED).
Jener Wert von 100 US-$ entsprach knapp 150 DM (ca. 76 Euro). Da hatte ich in meinem Leben schon mit effektiveren Dieben zu tun gehabt. Wahrscheinlich haben die sich von dem Geld Maconha gekauft, Uhr, Bermudas und Geldbeutel an einem camelo verhökert.

„Hätte, Wenn, Wäre“ … aber hätte ich damals meiner inneren Stimme (Unruhe) gefolgt und mich evtl in einem Cafe Ipanemas gesetzt statt unbedingt an den Strand zu wollen, dann wäre ich nicht überfallen worden. Dann hätte ich auch nicht „betont unauffällig“ gehandelt. Die „herren des strandes“ hatten das sofort registriert und auf mein Verhalten auf reiche Beute geschlossen. Selbst schuld. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Gott sei Dank, musste ich bislang nie in eine Revolvermündung schauen. Verdeckten Messern (unter der vorgehaltenen Zeitung) konnte ich bislang einmal in Rom laut zeternd und flüchtend entkommen …

… Im Nachhinein hat mich der Diebstahl der Uhr mehr geärgert als der Verlust des Geldes …

Ach ja, noch was. In Rio bin ich selten mit mehr als 5 bis 10 US-$ in der Tasche (die Busrückreise im Schuh) rausgegangen. Aber nur einmal mit mehr als 10 US-$ und zack … ausgeraubt … das ist natürlich auch eine zu bewundernde Art der Effiktivität … :DD :DD :DD

Guten Morgen, du Freitag, der 13. …

Ich bin natürlich nicht abergläubisch. ICH doch nicht.

Toi, toi, toi und also erstmal dreimal über die linke Schulter gespuckt (… igitt, so ein Scheiss-Brauch … und wer macht jetzt den ganzen Rotz hinter mir weg? :??: Bäh … :## …)
Und dann auf der Strasse keiner Katze über dem Weg laufen, die schwarz ist und dann auch noch in unpassender Richtung läuft und mich unter einer Leiter drunter herzwängt. “ class=“middle“>
Ausserdem ist Vollmond, da sollen die Werwölfe doch frei herumhüpfen. 8|

Und dann noch Glatteis. Mist. Wie war das mit dem Salz? Ist es unnützes verstreuen, wenn ich es auf den Gehweg streue? |-|

Ich seh schon, das wird ein gefährlicher Tag. Genau der richtige Tag um einen Lottoschein auszufüllen. Oder in einem Hotel oder Krankenhaus unbedingt auf Zimmer 13 zu wollen. Oder bei der Lufthansa einen Sitz in der 13ten Reihe zu buchen. :lalala:

So, jetzt genehmige ich mir erst einmal ne freundliche Dusche, dann einen Orangensaft und dann schaun mer mal, wo ich heute mein Unglück auflese. Sollte doch nicht so schwierig werden, oder? :yawn:

Wie meinten schon die Bremer Stadtmusikanten? „Etwas besseres als den Tod finden wir überall.“ Also, da kann ein Freitag, der 13te, nun nicht wirklich noch schocken. Leben ist halt lebensgefährlich und no risc no fun. Also. Der Tag kann kommen. :yawn:

Packt die Welt in Watte! Ich komme! :lalala:

"Wir kommen daher aus dem Morgenland …"

„… und kommen daher geführt von Gottes Hand“

So beginnt ein bekanntes Sternsinger-Lied.

Es ist mal wieder „Heilige Drei Könige“. Während man sich in Spanien erst jetzt mit Geschenken beballert, was in Deutschland und Brasilien schon vor 13 Tagen passierte, so arbeitet sich Deutschland zum Feierabend durch, während Spanien feiert. Jawohl, während „Heilige Drei Könige“ in ganz Deutschland ein normaler Werktag ist …

… in ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Bayern und Baden-Würtembürgern bevölkerter Landstrich hört nicht auf, am sechsten Januar eines jeden Jahres frei zu haben. Süddeutschland hat seinen ersten freien Werktag im Jahr 2006.

6. Januar.
Was der 31. Oktober für Fans von Halloween ihr „Trick or Treats“ ist, das ist für die Katholen ihr „Sternsinger“-Entsenden.

Auf dem Lande, besser gesagt dem Münsterlande, entwickelte sich eine eigene Tradition des Sternenbesingens. Gruppen wurden am Samstag um den sechsten herum in die Bauernschaften rausgeschickt, um dort für wohltätige Zwecke erst zu singen und dann zu sammeln. Die einzelnen Gruppen bestanden aus einem Autofahrer, den „drei heiligen Königen“ und eventuell noch den Sammelbuchsenträger (ebenfalls als araberischer Berber verkleidet).

Tja, und dann verlief alles nach folgendem Schema:
Anklingeln, warten in beschaulicher Kälte bis die Haustüre aufgemacht wurde und dann singen! Alle drei bis vier Stropfen.
Und dann die insgeheime Spannung: Würde man uns zum Aufwärmen in die warme Stube herein bitten?

Stadtflüchtler, die auf dem Land deren Ruhe suchten, gaben schnell Geld (manchmal schon vor dem Ende des Singens … war der Gesang so geld-erpressend? :> …) und zu war die Tür.

Aber die alten Ureinwohner vom Land baten einen herein und schon kam die entscheidene Frage: „Was wollt ihr Trinken? Ein Schnäpsken zum Aufwärmen?“ Und je näher das Ende der Tour kam, desto öfter folgte dem ein Nicken. Tja, und am Ende war das Torkeln ein Fakt und die Heiterkeit der Sternsinger verräterisch alkoholgeschwängert.

Es war fast die Regel, dass bei der letzten Station das harmonische Singen durch ein zungengelöstes Free-Style-Singen abgelöst worden war. Textbeherrschung? Am Ende der Tour? Obwohl man das Lied schon ein Dutzend mal gesungen hatte? Geführt von Gottes Hand? Nee, nicht wirklich. Die Besuchten ergriffen auch schon mal das rabiate Mittel, das Singen zu unterbrechen und direkt zum Verweilen in der guten Stube einzuladen. „Was wollt ihr denn Trinken? Ein Schnäpsken zum Aufwärmen?“ Ja, ja, die Alt-Eingessenen wussten halt, was sich gehört. Und so wurden deren oftmals verängstigten Kleinkindern angesichts der arabisch vermummten Gestalten vor Augen geführt, wohin ungehemmter Alkoholkonsum führen kann: In die Trunkenheit.

Bevor jetzt einige den Kopf schütteln wegen dem Alkoholkonsum bei solchen Gelegenheiten: Wie soll sich schon auch die konservative Landbevölkerung davon überzeugen, dass sie nicht wirklichen Arabern gegenübersteht? Eben. Mit alkoholischen Getränken wird jeder Blender in arabischen Karnevalskostümen als normal katholisches Landei überführt. Und wir Blender haben es uns damals gerne gefallen lassen. Denn schliesslich kam uns nach der letzten Station unserer Rundreise unser eigener Gesang zu unseren eigenen Ohren wieder heraus:
„Wir kommen daher aus dem Morgenland …“

Als Abendländer setzten wir unser natürliches „Prost“ dagegen an.

Und es wirkte …

Careca

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(Jahres-)Schluss mit Lustig

Langsam tappert die Uhr Richtung Mitternacht. Ab Mitternacht ist heute gestern und morgen heute. Und das jetzige Jahr genau so alt wie der Schnee von gestern. Zeit ist eine Erfindung der Menschen, um den Verkauf für Produkte gegen Falten zu rechtfertigen.

Mit Falten habe ich keine Probleme, aber mit grauen Haaren. Ein Erbkrankheit meines Berufes. Unser aller Ex, der Altkanzler Gerhard Schröder, wusste was dagegen zu tun war. Ich habe es auch getan. Aber hilft es? Vielleicht für vier Wochen. Ringo Starr hatte eine graue Sträne, war Schlagzeuger, Alkoholiker und Drogensüchtiger, durfte aber vorher noch bei den Beatles mittrommeln. Da es unwahrscheinlich ist, dass mich Michael Jäger (okay, Mick Jagger) für seine Rentnerkombo auf die Bühne holen wird, werde ich an dem Er-Grauen meiner Haare weiterhin in meiner Branche mitarbeiten. Ausserdem kann ich nicht richtig trommeln. Allerhöchstens wie Oskar Mazerad („Die Blechtrommel“) oder wie der Mann mit der Pauke (Wolfgang Neuss).

Über die Mattscheibe ist inzwischen „Dinner for one“ gelaufen und somit ist Sylvester 2005 eingeläutet.
„Sir Toby.“ „Cheerio, Miss Sofie.“ „Admiral von Schneider!“ „Skol“ „Mr Pommeroy!“ „Happy new year Miss Sophie“ „Mr. Winterbottom!“ „Well, you look junger than ever …“
And now I declare the bazar for opened.
The same procedure as every year, James.

Das Jahr hatte einige Klöpse. Mir starben einige Personen, was mir persönlich nahe trat. Nein, nicht die berufliche Verbesserung des alten Papstes und den Aufstieg eines bayrischen, nicht deutschen Kardinals.
Von einem Tod erfuhr ich in Brasilien. Und dem will ich hier eine Erwähnung widmen: Hans-Dieter Hüsch. das schwarze Schaf vom Niederrhein. Sach mal nix …

Und dann kurz darauf meine Erkrankung. Ich wusste nicht, dass ich in Lebensgefahr schwebte. Direkt vom Brasilienurlaub über die Klinik-Notaufnahme auf die Intensivstation. Ursache ist völlig unbekannt. Bekannt ist nur, dass mein Immunsystem ganz heruntergefahren war. Weder Leukämie, Knochenkrebs noch AIDS. Erreger unbekannt. Aber nachverfolgbar, dass ich mir diese lebensgefährliche Krankheit aus Deutschland mitgeschleppt hatte. Und in Brasilien ist sie ausgebrochen. Keine Infektionsgefahr für niemanden. Aber für mich war die Gefahr bedrohlich für meinen Organismus.

Das Jahr hat noch ein paar Stunden. Der Countdown in D-Land läuft. In anderen Ländern setzt man noch die Bowle an, während in D-Land die erste schon das Jenseitige gesegnet haben dürfte.

Das Jahr hat eine politische Wendung gebracht. Schröder ist weg und Merkel ist die erste Frau im Kanzleramt und trägt für den Teleprompter bei der Neujahrsrede eine Brille. Sie ist kurzsichtig. Somit erklärt sich auch ihre Frisur. Sie hat sie ja vorher nie gesehen, bis sie eine Brille von Fielmann zum Nulltarif erhielt.
Schröder indessen startet seine Kanzler-After-Work-Party. Er schreibt sicherlich an seine Memoiren.
Wie hat das Satiremagazin TITANIC treffend karrikiert?
Doris Schröder-Köpf sitzt neben ihrem abgehafterten Ex-Kanzler. Der reicht ihr sein Memoiren-Manuskript und sagt: „Aber da steht doch alles drin, was ich in sieben Jahren gemacht habe!“ Worauf Doris Schröder-Köpf ihm entgegenhält: „Trotzdem, fünf Seiten sind echt zu wenig für’n Buch…“

Das beste bei Merkels Neujahrsansprache ist eindeutig der Seitenhieb auf den Fussball. Die deutschen Frauen seien ja schon Fussballweltmeister, und sie sehe keinen Grund, warum die Männer es nicht auch bei der nächsten WM schaffen sollten.
Ein böser Seitenhieb. 1:0 für einen genialen Seitenhieb in einer Neujahrsrede. Eigentlich die beste Bemerkung seit der Wiedervereinigung in einer Neujahrsrede. An die davor kann ich mich eh schon nicht mehr erinnern. Und da war ja noch die Dublettenausstrahlung der damaligen Vorjahres-Rede von Kohl. Dinner for one.

Die Wahl war dieses Jahr. Alle Macht geht vom Volke aus. Aber wohin geht sie? Niemand wusste es. Ich hatte es befürchtet. Sie ging einfach aus. Mir ist sie noch nicht begegnet. Ich hatte es befürchtet.

Warum war eigentlich mein Wahllokal in einer Schule? Sollte ich daran erinert werden, dass ich meine Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Es kommt noch immer vor, dass ich manchmal aufwache und denke, ich hatte Hausaufgaben im Gymnasium nicht gemacht oder einen Schein noch immer im Studium nicht hinter mir gebracht. Aber noch nie bin ich aufgewacht und habe schweissüberströmt festgestellt „DU HAST JA NOCHT GEWÄHLT!“
Ganz im Gegentum. Nach meinem Urlaub und dem sofort anschliessenden Krankenhausaufenthalt (also nach sieben Wochen) fand ich einen noch ungeöffneten Umschlag: „Wahlbenachrichtigung zur Bundestagswahl“ sthet drauf. Irrtümlich habe ich ihn doch geöffnet. Aber dann wanderte der Brief ungelesen ins Altpapier. Steht eh nichts interessantes drin. Wahrscheinlich eh nur, dass ich meine Hausaufgaben in einer Schule zu erledigen habe.
Schon damals im Studium waren Multiple-Choice-Aufgaben mein grösstes Grab: Zu viele Möglichkeiten, zu viele Fehlantworten. Durchgefallen. Wieso sollte es bei der Wahl anders sein? Und dafür riskiere ich nicht meinen Reisepass. Nachher wird der mir wegen zu viele Fehlkreuze entzogen.

Entzogen hatte unserer Firmenbesitzer wegen der Wahlergebnisse der Firma alle Investitionen. Er hatte es als email verschickt. Ich hatte nicht gewählt und fühlte mich trotzdem bestraft. Sollte wohl auch so sein. Ein Key-Accounter wurde deswegen richtig sauer. Er hatte ein gutes Geschäft eingefädelt, aber ohne Investition kein Geschäft. Er war tierisch sauer und hat sich den Geschäftsführer persönlich vorgeknöpft. Er durfte das wagen. Ein Jahr vor dem Renteneintritt.

Draussen taut jetzt der Schnee weg. Vor 48 Stunden waren es noch -5°C. Jetzt wurden es +10° C. Wahrscheinlich war es der Einfluss von Digdigger . Er wollte ja hier Schneeschippen. So macht er es sich recht einfach. Wieso auch nicht. Mir fehlen aber noch die restlichen 20° C, damit es 30° C werden. Vielleicht schickt er sie ja auch noch rüber.

Wer mit über 30 Jahren noch lebt, hat seinen Frieden mit dieser Gesellschaft geschlossen. Nur, eigentlich wollte ich dieses Jahr ne Revolution veranstalten. Aus dieser Kugel mal nen Würfel zu machen. Aber es hatte ja niemand interessiert. So wurde das nichts. Wenn ein Volk nur permanent ihre Fiffis ausführt, aber nie auf darauf achtet, wann wer wo wie entscheidendes was für das wohin setzt. Nun gut. Ich trat den Rückzug an und entzog mich meiner Verantwortung für die Würfelung und für den Versuch der Quadratur eines rotierendes Kreises und zog mich ins Biedermeiertum zurück.

Nur meine Planung für die Brasilienreise endete auf der Intensivstation. Gestorben bin ich nicht. War aber wohl nah dran, meinten die Ärzte. Adolf Hilter ist mit 56 Jahren gestorben, Lenin mit 53 Jahren. Da habe ich noch ein wenig Zeit vor mir für weltbewegenden Scheiss. Zumindestens kann ich damit hier im Blog beginnen.

Die Notaufnahme im Klinikum war eh eine Nummer für sich. Fiebrig kam ich dort an und wollte nur noch so schnell wie möglich behandelt werden. Aber vor den „Göttern in Weiss“ hat die Bürokratie die „Götter mit Bleistift“ gesetzt. Der erste versuch lief fehl. Zwar sassen dort zwei Bürokraten im Büro, einer davon starrte intensivst die Decke an, aber mein Pech war, dass der andere schon mit einem Notaufzunehmenden im gespräch war. „Sind Sie Verwandter oder Angehöriger dieses Mannes hier?“ war die Frage des Unbeschäftigten. „Nein“, war meine verwirrte Antwort. „Dann warten Sie gefälligst draussen!“
So wartete ich also geduldig auf dass die Reihe der bürokratischen Notaufnahme an mir werden würde. Und dann kam ich dran. Ich hatte alle Papiere meines Hausarztes dabei und schob sie erschöpft dem Mann entgegen. „Warum kommen Sie?“ Ich war sprachlos. Trotzdem stotterte ich meine Geschichte. Lesen wollte er die Papiere nicht. „Und warum meinen Sie, gerade hierhin zu müssen?“ Na. da kam ich aber in Erklärungsnotstand. Vielleicht weil ich mich krank fühlte?
Irgendwann lag ich dann doch dank bürokratischer Gnaden in der Notaufnahme und der diensthabene Notarzt wollte mir Blut abnehmen. Worauf die Krankenschwester den Arzt anfrotzelte: „Können Sie das nicht näher am Waschbecken machen? Wer soll den die ganze Schweinerei wegwischen, wenn es auf den Boden tropft?!?“ Irgendwie fühlte ich mich missverstanden dort. Eigentlich wollte ich mich dort nicht entschuldigen, dass ich krank war, ich wollte, dass man mir hilft. Naja. Es war ja auch spät am abend (so gegen 20:00) und da muss man sich schon auf was gefasst machen, wenn man da in andere Vorbereitungen für den Feierabend platzt. Egal ob man in kritischer Lebenssituation steckt oder nicht. Erst die Ordnung, dann die Arbeit.

Aber das war nur dieses Jahr. Nochmal mach ich dieses Jahr bis zum Ende nicht mit.

Und was kommt nächstes Jahr? Schaun mer mal …
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