Locker, lässig, lasziv, … Quentin is back! … Bein ab …

Locker_laesig_Bein_ab

Es gibt im Leben eine ganz zentrale Frage:

Darf man beim Fahren als Beifahrer in einem Schiff von Auto seine Füße locker, lässig, lasziv aus dem Fenster strecken und das Gefühl haben, wie der Fahrtwind an den rasierten, langen Beinen entlang streicht und wohlig die eigene knallenge Jeans-Pants aufbläst?

Die Frage ist eigentlich völlig nebensächlich, wenn man zur Beantwortung dieser ins Kino geht und der Regisseur Quentin Tarantino heißt.
Tarantino Filme sind keine leichte Kost, so zwischen Salzgebäck und Bier. Man benötigt schon eine ganz gehörige Portion Lässigkeit, um sich auf Tarantinos Filmwelten einzulassen. Man kann warten bis seine Filme im Fernsehen gezeigt werden, muss sich dann aber darauf einstellen, dass zuvor aber fleißig am Film geschmackskontrollenmäßig herum geschnibbelt wird.
So erging es „Reservoir Dogs“, so erging es „Pulp Fiction“ und „Jackie Brown“, so wird es auch noch den zwei Filmteilen von „Kill Bill“ gehen.
Inzwischen verbindet Quentin Tarantino eine starke Bande mit Roberto Rodriguez. Der hatte damals das geniale Werk „From Dusk till Dawn“ herausgebracht, was ja viele gerne Quentin Tarantino unterschieben. Dabei war Tarantino nur Produzent und zweiter Hauptdarsteller (direkt nach George Clooney).
Roberto Rodriguez und Quentin Tarantino haben sich mal wieder zusammen getan und ein Double-Feature-Movie im Grindhouse-Stil herausgebracht. Leider konnte weder das amerikanische Publikum noch die amerikanische Filmindustrie richtig mit dem Grindhouse-Stil etwas anfangen, also wurden die Filme getrennt aufgeführt.
Tarantinos Filmteil heißt „Death Proof“ und ist gerade in den deutschen Kinos angelaufen.
„Grindhouse-Stil“ an sich ist auch hier nicht wirklich ein Begriff. Man stelle sich vor, man nehme alte, schon in diversen Kinos gelaufene Russ-Mayer-Filmerollen und packe sie in ein Tagesprogramm und zeigt es dann so eine Woche lang. Dann hat man eine Woche lang ein Kinoprogramm mit seltsamen Farben und unheimlich vielen Filmschäden.
Grindhouse-Stil-Kinos waren die ARI-Kinos in den deutschen Bahnhöfen, wo zu guter Letzt nur noch Jodel- und Billig-Pornos im Non-Stop-Betrieb gezeigt wurden. Damals noch zur Unterhaltung einer bestimmten bahnreisenden Klientel gedacht, hat irgendwann die Deutsche Bahn diese Kinos mit Schmuddel-Image aus ihren Gebäuden geschmissen.

Zurück zum Film:
„Death Proof“ ist mal wieder ein gutes Stück Tarantino. Der Inhalt lässt sich schnell erzählen, aber darauf kommt es bei seinen Filmen nicht wirklich an. Hatten noch in PULP FICTION die Männer die coolen lässigen Sprüche auf Lager, so sind es hier die Frauen, die den Männern jeglichen Schneid abkaufen und jeden männlichen Satz blass aussehen lassen.
Kamerafahrten sind Tarantinos Blickwinkel. Eine frau bückt sich und die Kamera ist fasziniert von ihren knackigen Po, hält drauf zu und weicht im letzten Augenblick aus, nur um dorthin zu schauen, wo die Frau hinschaut.
Oder Tarantinos Gastauftritt als trinkender Bartender erinnert an „From Dusk till Dawn“.
Eine zweite Reminiszenz an „Kill Bill“ gibt es ebenfalls. Der amerikanische Polizist mit seinem „Sohn Nr. 1“ taucht auch wieder auf und nervt eine Krankenschwester. Ob er mit seinem Sohn auch im nächsten Tarantino-Film wieder mit machen darf?

Der Film ist eine Empfehlung meinerseits. Nur mit dem eindeutigen Hinweis, der Film ist nicht wirklich „Frei ab 16“. Selbst „Frei ab 18“ erweckt falsche Eindrücke, denn einen nackten Menschen in Paarungssituation gibt es ebenso wenig wie nackte Menschen.
Aber dafür recht viel nacktes Bein. Manchmal auch allein auf dem Asphalt einer Straße blutig vor sich hintropfend. Das ist halt Tarantino wie wir ihn haben wollen. Spiel mit den Gedankengängen der Zuschauer.

Zurück zu der Eingangsfrage.
Eine wirkliche Antwort gibt der Film auf diese Frage nicht. Aber nach diesem Film wird man so schnell seine Beine nicht mehr aus dem Beifahrerfenster stecken wollen …

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100 Pfund gut abgehangen … in Stück und in Scheiben …

Merkel

Jeder hat sie gewürdigt.
Die Angela Merkel, die Sommerpause, die Merkel und ihre Sommerpause, und zu guter Letzt die Sommerpause.
Angela hat schon die Halbzeit ihrer Regierungsperiode hinter sich gebracht, und versucht gerade noch die Planungen zum Zeittotschlagen für die zweite Hälfte auf die Beine zu stellen. Indessen versucht die SPD alles sich selber als Koalitionspartner politisch zu suzidieren, um mehr Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Aber Angela lässt das nicht zu.
Noch nicht.
Die SPD hat ihre Koalitionshausaufgaben schon seit zwei Jahren nicht gemacht und den Abstand zur CDU in der Wählergunst nicht vergrößert. Und daher strengt sie sich wie blöde an (im Ernst, das mit dem „blöde“ das kann sie) und duelliert sich mit Oskar der Lafontanelle.
Und langsam klappt es. Machtvoll strebt man auf die 10 Prozent Wählergunst zu.

Esel_quitschend_suess

Die FDP findet das nicht wirklich toll, denn der Westerwelle kann giften, wie er will, solange er aber nicht als Münsteraner Schalke-Fan mit Fallschirm auf dem Rücken auftritt, solange findet er nicht wirklich die Beachtung eines Möllemanns.
Er sollte mal bei WDR nachfragen, was den Möllemann ausgemacht hat:
Um fünf Uhr im Büro bei sich Manifeste verfassen, diese per Fax an den WDR (speziell WDR2) schicken und dann um spätestens um 7:00 für Dementis und Interviews zur Verfügung stehen. Da waren seine angegriffenen Politiker noch nicht ausgeschlaffen, da hatte er das politische Rad ein Stück weitergedreht. Und nachher ging es dann zum Fallschirmspringen. Und als Landefläche hatte er sich liebend gerne das Schalker Parkstadion ausgesucht gehabt. Am besten direkt vor Schalke-Spielen. Westerwelle hat es bislang dagegen nur zu Big-Brother-Containern gebracht, bei seinen politischen Punktlandungen.

Die CSU versucht es derweil als karnevalistisches bayrisches Dreigestirn.
Stoiber, Huber und Beckstein. König, Bauer und Jungfrau.
Kaffeeklatsch21

Das der Stoiber nur König sein kann, ist klar, wenn man über die nahe Grenze nach Österreich schaut. Denn da sitzt bekanntlich unser Kaiser und der mag keine anderen Götter neben sich beckenbauern.
Und der Huber? Letztens sah ich ein Bild vom Huber, wie er bei einer Münchener Kettenfirma zum Girls-Day auftauchte. Junge Frauen (oder solche, die es noch werden wollen) haben sich mal in einem technischen, metallproduzierendem Gewerbe umgesehen. Klar, dass der Huber dabei sein musste. Gibt es doch im Landtag in Bayern nur so verdammt wenige Girls. Denn man merke sich, im bayrischen Landtag sitzen nur Mann-Weiber. Das verlangt schon der bayrische Defiliermarsch so. Und sollte es doch eine Frau geben, die im bayrischen Landtag … . Nun, dazu komm ich später und der Huber kam erstmal zu seinem „Girls-Day“. Also, man kann es dem Huber nicht verdenken, wenn er dem Landtag entflieht, um ein paar „fesche Madl“ beim Zuschauen zuzuschauen, damit er nachher weiß, wo welches Holz vor welcher Hüte gelagert ist.
Politisch natürlich, versteht sich … .

Der Beckstein als Jungfrau? Nun, so jungfräulich wie der zu neuen Amt und Würden kommt, nur damit der Seehofer als offizielle Nicht-Jungfrau und offizieller Fremdgänger …
Okay, lassen wir den Beckstein als Jungfrau durchgehen. Nur wäre ich mir nicht wirklich sicher, dass es nicht doch ein paar Bayerinnen gegeben hat oder gibt, die völlig freiwillig und völlig enthemmt rufen würden:

«Günther, ich will ein Kind von dir!“»

Wie meinte Stoiber zum designierten bayrischen Ministerpräsidenten Beckstein letzten noch zu dem Thema?
«Du kannst auf mich zählen», sagte Stoiber nach Angaben von Sitzungsteilnehmern zu Beckstein.

Aber so recht will es ja nicht klappen.
Nicht Becksteins Kinderkriegen ist gemeint, sondern das mit dem dreieinigen Dreigestirn. Denn da millert jetzt so eine gehörige Portion Torheit mit. Ganz vorne weg. Auf der Kühlerhaube der CSU sozusagen. Eine Art Hamburger Millerntor. Eine Art Pauli. Jedoch nicht der Hamburger „Sankt“, sondern die bayrische „Frau“ Pauli.
Paulivorneweg

Ja, eine Frau ist sie. Hübsch, verführisch und geheimnisvoll ist sie. Die Hälfte der bayrischen Männernschaft, die in Bayern bei Münchener Dominas verkehrt, hatte sie mit ihren Lack&Leder-Fotos verstört. Und dazu vertritt sie dann noch die CSU-Politik mit weiblichen Attributen!
Leider sind die weibliche Attribute bei CSU-Mitgliedern generell immer gut versteckt. Das schreibt so das CSU-Parteiprogramm vor. Die CSU-Politik ist generell gerne lederkrachend und völlig nebulös. Interessanterweise kam damit ja bei der letzen Bayern-Wahl über 60 % der Wähler voll klar damit.
Weswegen das Wort „nebulös“ somit eindeutig Beweis meiner politischen Inkompetenz ist, welche ich hier gnadenlos inkontinent verbreite.

Und was ist jetzt mit den Grünen?
Aufgrund des politischen Proporz müsste ich doch auch was zu den Grünen schreiben, oder?
Manamana

Richtig, die Grünen. Da war doch was. Aber das schreib ich später mal. Denn im Augenblick sind sie nicht existent und alle vor der Klimakatastrophe in wärmere Gefilde zum Urlauben geflogen.
Was? Das sei jetzt böseste Verleumdung?
Okay. Ich nehm es zurück. Grüne fliegen dieses Jahr nicht in den Urlaub. Die stehen jetzt alle demonstrierend vor Krümmel und verstopfen mit ihren Körpern alles radioaktiven Reaktorenlecks.
Oder sie sind in Schweden nicht bei IKEA, aber bei Vattenfall. Und da ist es auch nicht wärmer als hier bei uns oder am Reaktor bei Krümel.
Egal. Für die Grünen interessiert sich augenblicklich eh keiner.
Insbesondere nicht die Grünen.
Ist halt Ferienzeit …

Und womit wir wieder bei der Lage der Nation wären.
Nämlich, nachdem jeder Urlaub macht, erkläre ich hiermit die Saure-Gurken-Zeit für eröffnet und das Sommerloch damit eifrig drapiert.
Und was bleibt dann nocht?
Wie wäre es mit einer erneuten Unsicherheitsdiskussion?
Schäuble, übernehmen Sie!

Oh Tu kän du

(Titelübersetzung: „O2 can do“)
Wegen zwei Euro Startguthaben kommt O2 nun ins Schwitzen.
Ich hatte mir zwei Karten bestellt und warte schon seit dem 1. Juli.
Und so hieß es direkt nach der Bestellung:

vielen Dank! Wir haben Ihre Bestellung für die kostenlose o2 LOOP Prepaid Card mit 2,- EUR Startguthaben erhalten.

Bitte denken Sie daran, dass maximal zwei unserer kostenlosen Prepaid Cards pro Person registriert werden können.

Wir werden so schnell wie möglich alle eingegangenen Bestellungen prüfen und bearbeiten. Aufgrund der großen Nachfrage kann es 3-4 Wochen dauern, bis Sie Ihre o2 LOOP Prepaid Card erhalten . Wir bitten Sie um Ihr Verständnis.

So weit, so schön.
Jetzt erhielt ich folgende E-mail:

Lieber Can Catch Kunde,

aufgrund der großen Nachfrage nach den kostenlosen o2 LOOP Prepaid Cards mit 2,- EUR Startguthaben ergeben sich im Moment leider Lieferverzögerungen. Auch wir haben mit diesem Ansturm nicht gerechnet.

Der Versand Ihrer kostenlosen o2 LOOP Prepaid Card mit 2,- EUR Startguthaben wird sich voraussichtlich leider um weitere 3-4 Wochen verzögern.

Wir bitten Sie um Ihr Verständnis für diese Verzögerung.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Can Catch Team

Das ist fast so gut wie der Spruch in der AVIS-Telefon-Warteschlange „We try harder“.

Gut.
Dann warte ich halt noch, um die kostenlosen 2 Euro abzuteflonieren … :> :> :>

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Abhör-Attacke! Meine Handy-Gespräche wurden belauscht!

Warum habe gerade ich immer solche Briefe im Postkasten?
Warum nicht mal eine Lottogewinnbenachrichtigung?
Wer erklärt mir das?

Sehr geehrter Herr Careca,

nachdem einer unserer fleißigen Mitarbeiter Ihr Mittagsgespräch am gestrigen Tag abgetippt hat, liegt uns folgendes vor:

  1. Sie haben mehrfach das Wort „Bombe“ benutzt. Wir weisen darauf hin, dass die Verwendung des Wortes „Bombe“ auf dem Index für Hinweise auf terroristische Nähe steht. Wir fordern Sie auf, die Verwendung zu unterlassen, um amerikanische oder israelische Geheimdienstmitarbeiter bei ihren elektronischen Abhöraktionen nicht zu irrientieren. Vermeiden Sie auch eine Verwendung zusammengesetzer Wörter, selbst wenn Sie das Wetter als „bombenmäßig“ bezeichnen wollen.
  2. Sie haben sich abfällig über den Innenminsiter Schäuble und seine Behinderung geäußert. Diese Art der Diskriminierung ist nicht tolerierbar. Das Ermittlungsverfahren wegen Behindertenfeindlichkeit wird in den nächsten Tagen eingeleitet.
  3. Sie haben Ihren Chef Ihrer Firma XYZ mehrfach als „dummer Ostfriese aus Berlin“ bezeichnet. Hiermit haben Sie in Tateinheit mit der vorsätzlichen persönlichen Beleidigung auch noch nachgewiesen, dass Ihre Allgemeinbildung nicht mehr dem Stand der Erfordernisse entspricht. Dieses mussten wir feststellen, da Sie bemerkten, ihr Chef sei aus Rostock. Wir lassen gerade Ihren Realschul-Abschluss überprüfen. Ihren Chef unterrichten wir morgen per normalem Einschreibe-Brief mit Rückschein.
  4. Im darauf folgenden Gespräch hatten Sie sich lautstark mit Ihrer Frau unterhalten, weil Sie deren Beziehung zu dem Nachbar für nicht legitim empfanden. Unser Mitarbeiter erlitt bei Ihrer Brüllerei einen Gehörsturz. Wir werden Sie mit den Kosten seiner Gesundheitsbehandlung belasten.
  5. Als der Mitarbeiter hinter Ihnen wegen Ihrer plötzlichen Brüllerei mit Hörsturz durch begleitenden Vertigosymptom zusammen brach, haben Sie nicht den Notarzt gerufen. Wir haben eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gegen Sie eingeleitet. Desweiteren werden wir Sie für den Verdienstausfall des Mitarbeiters und den schuldhaft verursachten Mitarbeiterausfall bei uns haftbar machen.


Aufgrund eines richterlichen Beschlusses müssen wir Sie von unserer Abhöraktion unterrichten, obwohl Sie durch die dadurch erzeugten Ermittlungsverfahren eh alles mitbekommen hätten. Also seien Sie nicht übermässig verstimmt, schon jetzt von uns über unsere Ergebnisse der Abhöraktion erfahren zu müssen.
Es steht Ihnen frei schon mal ihren Anwalt zu kontaktieren. Wir empfehlen Ihnen sich diese kosten zu sparen. Die Beweiskraft des Abhörprotokolls ist zu eindeutig.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Geheimdienst aus Pullach

P.S.:
Wir haben noch weitere Mitarbeiter, um Sie zu belauschen. Machen Sie sich also keine Hoffnung, unabgehört zu bleiben.
Sie hören deshalb auch in Zukunft noch von uns. Und wir von Ihnen, sobald wir wieder einen neuen Mitarbeiter unauffällig hinten Ihnen platziert haben.

P.S.S.:
Und bitte unterlassen Sie dann bei unseren Abhöraktionen das Brüllen. Zum Wohle unserer Mitarbeiter. Unser Betriebsarzt dankt Ihnen bereits jetzt für Ihre zukünftige Rücksichtnahme im Voraus.

Rio de Janeiro: Jeden Tag eine neue Ansicht

(c) Ivo Korytowski


Aufgrund meiner Artikel zum Weltwunder in Rio de Janeiro hat mir Ivo Korytowski den Link zu seinem Blog geschickt.
Jeden Tag hat er ein neues Foto aus Rio de Janeiro dort drin. Sein Blog steht jetzt bei mir Sage-Feedreader.
Seinem Blog einen Besuch abzustatten lohnt sich.

Was macht eigentlich …

… das Monster von Loch Ness?

Hallo Monster, ich freu dich hier in meinem Loch zum Interview begrüßen zu dürfen. Mach es Dir gemütlich. Was darf ich Dir zu trinken anbieten?
Hm.
Darf es ein Ale sein oder einen Whisky?
Beides.
Nun. Was gibt es neues von Dir?
Nichts.
Wie nichts?
Nichts.
Absolut nichts?
Nichts.
Schön. Dann reden wir mal über diesen Sommer.
Hm.
Verbringst du deine Ferien diesmal wenigstens im Sommer am Loch. Sozusagen im Sommerloch, hehehehe …
Loch ist gälisch und heisst See.
Gälisch. Aha. Also du wirst du den See vergällen und als Lebensmittel somit ungenießbar machen?
Gälisch ist ne Sprache und kein Getränk, du ungebildeter Invantilist.
Weiß ich, weiß ich. Äh, ja. Doch zurück zum Thema. Was macht das Sommerloch?
Ich habe keine Zeit mehr es zu Füllen.
Stimmt, wir haben schon lang nichts mehr von dir gehört. Was war los?
Seit Godzilla habe ich keine Ruhe mehr.
Ja, Emmerichs Godzilla war beeindruckend. Das warst du? Ich dachte, du wärest sowas wie ne Urzeitschlange.
Die Maskenbildner hatten nachher die Schnauze voll, mich dauernd umzumaskieren.
Die Bilder von dir am Loch Ness sind also nicht gefälscht.
Gefälscht waren nur die Fotografen, die mich fotografierten. Es gab sie nicht.
Es gab sie nicht?
Es waren Selbstauslöseraufnahmen.
Soso. Und welche Projekte kamen nach „Godzilla“?
Jacksons „KingKong“.
„KingKong“? Der Gorilla sieht aber ganz anders aus als du!
Der Maskenbildner-Verschleiß war enorm. Einige  sind noch immer in psychologischer Behandlung.
Was war dein letzter Film?
„Harry Potter und der Orden des Phoenix“ .
Wie bitte?
„Harry Potter und der Orden des Phoenix“ .
Du hast im aktuellen Harry Potter mitgespielt?!?
Ja. Ich war Stuntdouble von dem Ork, der die Ratte zertrat.
Der Ork, der die Ratte zertrat? Ich erinner mich nicht an solch einer Szene.
Man hat sie herausgeschnitten, weil man meinte, sie sei für den Film unwichtig.
Ach so.
Ja.
Und neue Pläne?
Ich habe die neue Rolle in „Cloverfield“. Ich beiß dort der Freiheitsstatue den Kopf ab. Ich habe einen Ausschnitt mitgebracht:

Nun. Das lässt ja auf neue spannende Einblicke hoffen. Wie sehen deine weiteren Zukunftspläne aus?
Wenn ich genug Geld habe, werde ich mir meine geheime Höhle in Loch Ness zu einer Luxus-Suite ausbauen und dort Flitterwochen mit Paris Hilton verbringen.
Paris Hilton?
Ja. Paris Hilton.
Aber, Paris Hilton ist doch kein … äh, Monster …
Nicht? Okay, dann nehm ich Lindsay Lohan.
Sie ist auch kein Monster.
Naomi Campel.
Auch nicht.
Heidi Klum aber.
Auch nicht.
Verona Pooth?
Nein.
Angela Merkel.
Neeein.
Claudia Schiffer?
Scheisse vielleicht, aber auch nicht.
Aber Alice Schwarzer.
NE-IN!
Oder …
Ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
Was? Schon zu Ende? Ist das Mikrofon aus?
Ja.
Hm, könnt ich dann noch ein Ale mit Whisky haben?
Mit oder ohne Eiswürfel?
Is egal. Gib mir gleich die Flaschen, dann wird die Spülmaschine nicht so voll.
Und das Eis?
Egal. Wusstest du, dass es im Winter im See von Ness nicht wirklich so kalt ist?
Ach ja?
Kommste mich mal besuchen? Ich habe da eine Kuschelecke.

Ergänzung zu: Die harte Realität unterhalb eines Weltwunders

Was hältst Du von der Theorie, dass dieser wahnsinnige Drogenkrieg seine Geschäftsgrundlage verliert, wenn die USA ihre Drogenpolitik liberalisieren würde?

Diese Frage kam von Prinz Rupi auf mein vorheriges Post.
Die eigentliche Frage ist freilich. Haben die Vereinigten Staaten maßgeblichen Einfluss auf den durch die Drogenmafia hervorgerufenen Bürgerkrieg?

Viele Theorien habe ich bislang dazu gehört. Und jedes Mal spielte die USA nur eine untergeordnete Rolle. Eine Theorie hat mich dabei schon am meisten überzeugt, weil sie in die Historie Brasiliens passt:

Wie alle Länder Südamerika, so erlebte auch Brasilien die Zeiten der Militärdiktatur, welche durch den „Kalten Krieg“ der Supermächte USA-UDSSR bedingt wurden. Die USA betrachtete Südamerika als seinen Hinterhof und so war den Amerikaner jegliche Regierungsform okay, wenn deren Prämisse die Ablehnung der UDSSR und Kubas darstellten.

Maßgeblich hatte die USA ihre CIA-Finger im Spiel, als die Regierung Allende in Chile gestürzt wurde und die Diktatur unter Pinochet ihre Gegner in das Fußballstadion von Santiago de Chile zusammen trieb, bevor die Gefangenen mißhandelt oder gleich erschossen wurden.

Ebenfalls in Argentinien putschten sich die Militärs an der Macht und marodierten in ihrem eigenen Land von 1976 bis nach der Niederlage im Krieg um die Ilhas Malvinas 1983. Wie in Chile verschwanden Menschen spurlos. Die „Madres de Plaza de Mayo“ wurden für ihren Kampf um Aufklärung des Verschwindens ihrer Söhne über Buenos Aires und Argentinien hinaus weltweit bekannt. Inzwischen weiß man bereits, dass dieses Verschwinden durch Hubschrauberflüge über den Atlantik erreicht wurde …

In Paraguay herrschte der deutschstämmige Diktator Alfredo Stroessner von 1954 bis 1989. Bekannt wurden die paraguayanischen Militärs, weil sie die Folter der Nazis „verbessert“ hatten und dafür in ganz Südamerika als berater gesucht waren.

Uruguay hatte von 1973 bis 1985 eine Militärdikatatur.

Und auch Brasilien hatte seine Militärdiktatoren von 1969 bis 1985.

Alle Dikaturen legitimierten sich mit dem Anspruch linksextremen, pro-sowjetischen bzw. pro-kubaischen Strömungen zu bekämpfen. Dieser „Kampf“ wurde auf brutalster Weise auf dem Rücken der Zivilbevölkerung durchgeführt.

In Brasilien war die Dktatur nicht „so“ blutig wie in Chile unter Pinochet oder in Argentinien unter Jorge Rafael Videla (seit März 2004 läuft gegen ihn das deutsche Auslieferungsbegehren wegen Ermordung deutscher Staatsbürger).
Aber Brasilien hatte auch ihre Opfer, welche einfach verschwanden. Berühmt berüchtigt hierfür war die Zeit unter dem Militär Emílio Garrastazu Médici von 1969-1974. Die darauf folgende Dikaturzeiten unter Ernesto Beckmann Geisel bis 1979 und João Baptista de Oliveira Figueiredo bis 1985 waren schon ein wenig gemäßigter.

Jedoch war den Militärs Brasiliens eines immer gemein. Für sie gab es keine Unterscheidung zwischen politischen Gefangenen und normalen Strafgefangenen. Zwischen beide wurde gefängniszellenmäßig nicht unterschieden. Die Militärs erhofften sich durch die normalen Strafgefangenen weitere Informationen über politische Hintermänner der politischen Gefangenen zu erhalten.

Hector Babenco hat diesen Sachverhalt in seinem Film „Der Kuß der Spinnenfrau“ (nach dem Roman von Manoel Puig) 1985 nachgezeichnet.

Als 1985 die brasilianischen Militärs ihre Macht abgaben und die Diktatur durch die demokratische Wahl Trancedo Neves beendet wurde, erhielten viele politische Strafgefangene und auch normale Strafgefangene die Freiheit.
In den Gefängnissen hatte nun die normalen Strafgefangenen nicht nur ihre Strafen verbüßt und die Polititschen bespitzelt sondern auch gelernt, dass die Strukturen der „Politischen“ ebenfalls hilfreich für den Aufbau eigener Strukturen sein würden. Und die „Normalen“ haben dann die Logistik der Politischen in ihren Favelas aufgebaut, um dort ihre Macht zu etablieren.

War anfangs der Drogenhandel (insbesondere Kokain) ein Geschäft, welches nur mit den sehr Reichen gemacht wurde, so erkannten die Drogenhändler das Potential, wenn sie die Basis der Drogenkonsumenten verbreitern würden. Somit wurden Drogen auch für die breite Masse konsumierbarer, da die Drogen billiger wurden. War die Drogenmafia am Anfang noch ein „gemächlicher“ Haufen, der im übrigen auch mit den Militärs zusammen arbeitete, so brachte die Verbreiterung des Geschäftes eine verstärkte Brutalisierung des Drogenmarktes und hierachische Straffung der Drogenmafia mit sich. Gab es am Anfang noch relative Patenverhältnisse mit Clans, so gibt es in der heutigen Zeit nur noch Bandenstrukturen, wo derjenige überlebt, wer am schnellsten mit seiner Waffe reagiert. Und mitten drin sitzen die Militärs und wollen aufgrund ihrer schlechten Bezahlung ebenfalls mit verdienen.

Als vor einem Jahr eine Bande in Rio Waffen aus einem Militärcamp geklaut haben sollte, rückte das Militär aus und belagerte die mutmaßliche Favela der Bande. Es ging dabei nicht drum, den Drogenbaronen habhaft zu werden, sondern die Waffen zurück zu erhalten. Sie erhielten die Waffen zurück und zogen wieder ab. Interessant war dabei ein wenig später, dass Ermittler heraus fanden, dass Offiziere die Waffen an die Drogenbarone der Favela verkauft und damit ein gutes Geschäft gemacht hatten. Ironischerweise „beklagten“ sich die Drogenbarone also nicht zu „unrecht“, dass die Belagerung unrecht sei, weil eben alles völlig „legal“ beim Kauf der Waffen abgelaufen sei.

Die Verquickung der Militärs Brasiliens (insbesondere von Rio de Janeiro) und der Drogenbarone ist nur auf ein Ziel ausgerichtet: Maximalen Profit. Dafür gehen beide Seiten über Leichen (auch unschuldigen).

Der Drogenhandel in den letzten 20 Jahren hat sich erheblich gewandelt. Es ist wesentlich mehr Geld mit den Drogen zu erzielen. Zugleich hat sich die Schere zwischen den Armen und Reichen weiter geöffnet und die Karriere als Traficante (Drogenkurier) ist lukrativer als ein normaler Job geworden. Allerdings ist die Lebenserwartung als Traficante auch nicht sehr hoch. Das wissen diese und somit produzieren sie all ihre Lebenshoffung auf die Waffen, die sie dabei haben.
Waffen sind einfach cool und Statussymbol. Wer die bessere Waffen vorweisen kann, kriegt mehr Frauen ab (kein Klischee!), hat mehr gesellschaftliches Prestige in seiner Umgebung, lebt dafür aber wohl möglich nicht mehr so lange, weil er bei einem Fehler entweder von der Militärpolizei oder anderen Bandenmitgliedern erschossen wird.

Das, was in Rio de Janeiro immer wieder in Berichten oder auch dem beeindruckendem Film „Cidade de Deus“ („City of Gott“) gezeigt wird, ist nicht nur in Rio ein Fakt. Sao Paulo oder Fortalezza oder Salvador de Bahia leiden unter dem gleichen Krebsgeschwür.
Nur fällt es bei Rio de Janeiro erheblich stärker auf, da die Stadt von Touristen lebt und eben weil sie so schön gelegen ist. Rio erscheint wie Himmel und Hölle in einer geografischen Landschaft vereint.

Will man den in Rio herrschenden Bürgerkrieg beenden, so muss man zweifelsohne auch innerhalb des Militärs und derer Militärpolizei brutal reinen Tisch machen und entsprechende aus ihren Positionen entfernen. Solange dieses nicht geschieht, solange werden die Militärs ihre Brut weiter aufziehen, die sie nachher bekämpfen wird. Und das alles zum einzigen Zwecke, um weiter mit Drogen Geld verdienen zu können. Um die Macht der Drogenbarone zu brechen, muss zuerst das Militär gesäubert werden. Ohne diese Säuberung kann der Teufelskreis nicht durchbrochen werden.
Es geht hier ja inzwischen nicht nur um solche Dinge wie Kokain, es geht inzwischen ja um wesentlich brutalere Sachen wie Crack oder chemische Drogen, welche nicht mehr auf Feldern gezüchtet werden, sondern aus Labors kommen.

Aber der Kreislauf wird nicht durchbrochen. Und so geht aber weiterhin der Krieg und das Sterben dort weiter.

Und das völlig unabhängig davon, ob die USA drogenliberal wird oder die Prohibition erneut ausruft.

Leider.

P.S.:
Wie ich bereits oben erwähnte, handelt es sich hierbei bezüglich der Entstehung der Drogenmafia um eine Theorie, warum sie so wurde, wie sie jetzt so ist. Diese Theorie muß nicht stimmen. Ich habe sie aber inzwischen mehrfach gehört. Sollte sie absoluter Quatsch sein, so bitte ich im Kommentarbereich um entsprechende Stellungnahme mit entsprechender Richtigstellung.
Besten Dank.

Die harte Realität unterhalb eines Weltwunders

Wie ich hier bereits schrieb, wurden letztes Wochenende sieben neue Weltwunder ausgerufen. Eines davon war der „Christo Redentor“ in Rio de Janeiro.

Im Kommentar-Bereich meines „Weltwunder“-Posts hatte ich bereits geschrieben, welche Bedeutungen die Statue in Rio hat:
Christo_Redentor

„Man sagt, wenn man in die ausgebreiteten Arme Jesu sieht, dann ist man auf der sicheren Seite. Sieht man seinen Rücken, sollte man schleunigst wieder zusehen, auf die sichere Seite zu kommen. In der Zwischenzeit haben sich die favelas und die Armutsviertel auch vor dem Christo entwickelt. Aber im Grunde ist er noch der einzige, der trotz dem was unter ihm so abgeht, milde auf die Stadt schaut.
Eine andere Weissagung behauptet, wenn ein Arm von Christo abbricht, wird Rio in den Fluten des Meeres versinken.

Ob es Spökenkikereiei ist oder einfach nur fatalistisch zugespitzt bedeutet, dass es zur Klimaerwärmung kommt und niemand mehr Geld aufbringt, wichtige Arbeiten zur Restaurierung des Christo in der Zukunft durchzuführen, das kann jeder für sich selber entscheiden.“

Insbesondere das mit der Vorder- und der Rück-Seite und mit der Kriminalität ist so eine Sache.

Das Konzert „Live-Earth“ vom letzten Wochenende wurde in Rio zuerst abgesagt, weil die Stadt nicht für die Sicherheit der Konzertbesucher garantieren wollte. Letztendlich wurde es am Strand der Copacabana für die Besucher (als einzigstes Konzert der „Live-Earth-Reihe ohne Eintrittsgelder) durchgeführt. Es geschah nicht mehr und auch nicht weniger als zuvor.

Dieses „nicht mehr und auch nicht weniger“ ist ambivalent zu sehen. Denn was in Rio schon Standard ist, dass lässt die Christus-Statue als „Weltwunder“-Reisetipp zur Nebensächlichkeit werden. In Rio herrscht im Grunde ein Bürgerkrieg zwischen den Drogenbanden (insbesondere dem „Comando Vermelho“) und der Polizei.
Ein Krieg der mit brutaler Gnadenlosigkeit geführt wird. Die Anzahl der unschuldig Getöteten durch Querschläger und Schußwechsel über deren Köpfe hinweg ist schon unübersehbar hoch pro Tag.

Was geht ab in Rio?
Anbei eine Dokumentation über die Zustände einer riesigen Metropole, die dann gar nicht mehr so sehr an ein „Weltwunder“ erinnert sondern eher an ein Bürgerkriegssumpf unter tropischen Palmen …

Die weiteren Teile und auch andere Dokumentationen finden sich hier.