Im Fokus: Südamerika Abenteuer Amazonas (DVD)

Och nööö! Nicht schon wieder eine DVD-Vorstellung zu Brasilien!
Das ist doch schon die hunderste DVD auf dem Markt. Wetten, der schreibt gleich was von schönen Bildern? Wie toll Brasilien ausschaut? Dass die DVD genial ist?

Ich habe schon immer davon geträumt, dort arbeiten zu dürfen, wo andere Urlaub machen. Dass das ganze aber ein Traum geblieben ist, kann der Leser daraus ableiten, dass ich aus München schreibe und nicht aus Brasilien. Aber andere haben dieses Glück. Oder Geschick. Oder haben es sich hart erarbeitet.

Nun, die ARD unterhält in Lateinamerika zwei Sendestudios. Das eine liegt in Rio de Janeiro, das andere hat seinen Sitz in Mexiko-City. Das Studio in Rio de Janeiro deckt den südamerikanischen Kontinent ab. Das Studio muss also eine Fläche journalistisch beobachten, welches 48 mal so groß ist wie Deutschland. Oder vielleicht ein wenig griffiger ausgedrückt, einen Kontinent, der in etwa die Größe Russlands hat.

Dass das ARD-Studio Südamerikas gerade in Rio de Janeiro liegt, lässt freilich Träume aufkommen. Strand, Sonne, Meer und alles, was dazu gehört.

Allein die Berichte aus dem südamerikanischen Kontinent, die immer wieder in ARD, arte, 3Sat, Phoenix oder den anderen ARD-Programmen (wie den Dritten, EinsPlus, etc.) laufen, demonstrieren, dass die Redakteure dort nicht einfach nur ne ruhige Kugel schieben. Oder doch?

Dr. Thomas Aders ist ARD-Korrespondent, der seine Berichte immer wieder dem ARD überspielt. Zwei seiner Berichte sind nun auf DVD erhältlich:
„Im Fokus: Südamerika Abenteuer Amazonas“ heißt die DVD und ist im Handel (z.B. amazon.de) für 9,95 Euro erhältlich.

Die DVD enthält die beiden Dokumentation einer Amazonas-Flussfahrt, welche das ARD-Team dort von der brasilianisch-peruanischen Grenze bis zur Amazonas-Mündung gedreht hat.

Die Dokumentation schwankt immer wieder zwischen berauschenden Bildern eines gigantischen Flusses und Betrachtungen der Menschen die dort leben. Es beginnt mit der Dokumentation des Indio-Stammes der Matis und deren Probleme mit der modernen Zivilisation. Geht weiter über Hahnenkämpfe auf peruanischer Seite bis nach Manaus. Die Holzrhodung des Amazonas findet dort ebenso seinen Platz wie Betrachtungen der Stadt Manaus, dessen Theaters und der Honda-Motorrad-Fabrik in Manaus. Sie geht weiter zu dem farbenprächtigen und großen Volksfest auf der Amazonas-Insel Parintins. Letztendlich landet das Team in Belem, der Stadt an der Mündung des Amazonas und deren Marienfest.

Der Film kann nicht alles darstellen und beschränkt sich somit immer wieder auf bestimmte Geschichten und den Personen hinter den Geschichten. Er bietet bunte Mosaiksteine vom Amazonas ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die verschiedensten Facetten des Lebens am Amazonas finden sich wieder.

Besonders interessant fand ich hierbei die Dokumentation der in Brasilien Low-Income-Strategie. Diese ist gerade in Brasilien geschäftlich weit verbreitet und hat in Brasilien auch seinen Anteil daran, dass sich die Immobilien- und Bankenkrise in Brasilien nicht so ausgewirkt hat wie beispielsweise in Europa oder Amerika.

Insgesamt gesehen ist diese DVD lohnenswert. Insbesondere auch wegen dem Extra-Bericht über die Insel „Fernando de Noronha“ mit seinen vielen Unterwasseraufnahmen.

Meine Kaufempfehlung.

The winner takes it all …

Wie viel Minuten hat das „ARD Studio Rio de Janeiro“ im letzten Jahr produziert?

Diese Frage stellte das „ARD Studio Rio de Janeiro“.
Es waren 1260 Minuten.

Ich hatte mal 1200 Minuten abgeschätzt, nachdem ich mir deren DVD „Im Fokus: Südamerika Abenteuer Amazonas“ letztens gekauft hatte und dort auf der Rückseite „117 Minuten“ las und das ganze abzüglich den Urlaub der „ARD Studio Rio de Janeiro“-Mitarbeiter abgeschätzt hatte.

So.

La forza del destino.

Nun erhalte ich also jene DVD, die ich mir gestern Abend angeschaut hatte und von der ich morgen eigentlich schreiben wollte.

Und jetzt das unglaubliche:

Ich freue mich trotzdem tierisch drüber. „Gewinnen“ ist nicht gerade eine Gewohnheit von mir, wenn wo Rätseln mit Preise ausgelobt werden.

Militärischer Fünfkampf in München

Von Presse und somit von der Öffentlichkeit relativ unbeachtet findet momentan in München die 56. CISM-WM im Militärischen Fünfkampf statt (CISM = Conseil International du Sport Militaire). Vom 04.- 10. September 2009 kämpfen also Sportsoldaten und Sportsoldatinnen aus der ganzen Welt um Ruhm und Ehre. Bei diesem militärischen Ereignis des „Internationale Militärsportverbands“ auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München nehmen rund 200 Athleten und Athletinnen aus 30 Nationen an den Wettkämpfen teil.

Während für Deutschland nur eine Soldatin alleine antritt, geht es diesmal bei den Männern um die Krone. Im Jahre 2007 hatte die deutsche Soldatenmannschaft der Männer noch den dritten Platz inne, das Jahr 2008 darauf war es am Ende sogar der zweite Platz hinter China und jetzt strebt sie den ersten Platz an.

Disziplinen des Militärischen Fünfkampfs entsprechen den normalen militärischen Aufgaben eines Soldaten: Schießen, Hindernislauf, Hindernisschwimmen, Werfen und 8.000 Meter Geländelauf.
Beim Schießen wird mittels eines Scharfschützengewehrs auf 300 Meter entfernte Scheiben geschossen. Zehnmal binnen einer Minute und zehnmal binnen zehn Minuten. Hierbei war die deutsche Mannschaft hinter Nordkorea und China bereits auf den dritten Platz.
Beim Hindernislauf sind diverse Hürden bis zu 5 Meter Höhe zu überwinden. Die deutsche Mannschaft hatte sich schon auf den zweiten Platz hinter China vorgekämpft gehabt.
Beim Hindernisschwimmen befinden sich die zu überwindenden Hindernisse sowohl unter als auch bis zu einem halben Meter über Wasser. Nach dieser militärischen Disziplin liegt inzwischen die deutsche Militärmannschaft punktemäßig vor China und Nordkorea auf den ersten Platz.
Beim vierten Wettkampf, dem Werfen, wird ein zylinderförmiger Eisenrohling sowohl zielgerichtet als auch weit geworfen. Es besteht nicht unbegründete Hoffnung, den Vorsprung vor den Asiaten noch weiter auszubauen.
Und zu guter Letzt findet die Entscheidung bei einem 8 km langen Geländelauf statt. Entsprechend den bis dahin errungenen Punkten findet ein zeitversetzter Start der Mannschaften statt. Welche Mannschaft als erste über die Ziellinie gelangt, die wird den Weltmeistertitel erlangen.

Außer der Mannschaftswertung gibt es noch eine Einzelwertung für alle Sportsoldaten und eine Gesamtwertung.

Es ist übrigens ein übles Gerücht, dass der Oberst Klein durch seine Aktion am Hindukush am letzten Wochenende in der Disziplin „Feindbekämpfung“ wegen mangelnder Weitsicht mehr als 130 Verlustpunkte einbrachte. Verteidigungsminister Jung bestätigte, dass es bei den deutschen Soldaten keine Verluste gab.

An alle, die planen, an den verbleibenden Kampfdisziplinen als Schlachtenbummler für die deutsche Mannschaft teilzunehmen:
Der Militärische Fünfkampf in München wird ungestört vom Hindukush und in voller Mannstärke fortgesetzt werden.

Und für alle CISM-Begeisterte:
Im Jahre 2011 findet die Weltmeisterstadt in Rio de Janeiro statt. Ob dort aber die Wettkämpfe am lebenden kriminellen Objekt der dortigen Favelas durchgeführt werden, ist noch nicht klar. Die „Policia Militar“ Rio de Janeiros hatte sich noch nicht dazu geäußert.