Was Jupiter darf, steht einem Ochsen nicht zu.

smiley Uuuuh.
Da ist die englische SUN aber richtig böse geworden.
Da hat die TITANIC sich mal im Fall „Madeleine“ über die sensations- und auflagenzahlenheischende Berichterstattung lustig gemacht, da wittert das unter BILD-Niveau anzusiedelnde Blatt SUN den geistig-moralischen Weltuntergang.

Deswegen wurde auch gleich der Anwalt von Gerry und Kate McCann, den Eltern der verschwundenen „Madeleine“, eingeschaltet.
Aber nicht wegen einer geistig-moralischen Fehlleistung des Satiremagazins TITANIC.
Nö.
Nicht wirklich.
Sondern um zu prüfen, ob keine Urheberschaftsverletzung wegen den Fotos vorläge. Denn die Familie soll der TITANIC keine Erlaubnis für die Verwendung des Abbildes der Vierjährigen gegeben haben.

Tja, so ist das.
Ohne Royality (Tantiemen) hat man sofort den Anwalt an den Haxen.

Unterdessen heulen andere auf (ob in der Blogosphäre oder draußen in der Journaille), lamentieren darüber, dass es Satire überhaupt geben darf oder was sie überhaupt sein darf, und sorgen sich im aktiven Meinungskampf über die Stammtisch-Lufthoheiten rührend um das Seelenheil der Eltern.

Aber diese Eltern prüfen noch potentielle Urheberrechtsverletzungen durch die TITANIC. Denn sowas könnte vor Gericht Geld einbringen.
Zum Beispiel zur Abbezahlung der Hypotheken, welche von den Eltern möglicherweise aus dem Madeleine-Fonds zuvor bezahlt wurden. Bis es dann den englischen Medien auffiel. Übrigens arbeitet der Vater Gerry McCann seit heute wieder. Das hat aber nichts mit den Hypotheken-Raten zu tun …

Ach ja.

Verletzend den Gefühlen der Eltern gegenüber ist übrigens überhaupt nicht, dass eine andere englische Zeitung („Daily Mirror“) darüber spekuliert, dass Madeleine eine marokkanische Kindersklavin geworden sein könnte …
Denn diese Vermutung lässt sich wunderbar im deutschen Journalismus auf Seite 1 platzieren …

Gerechtigkeit siegt! Basta!

Vorhin las ich, dass es im neuen Airbus A380 der Singapore Airlines mehrere Doppelbetten gibt.
Da fließt dann der Champagner in Strömen, bis die Flugbegleiter Blasen an den Füssen haben. Da werden Austern geschlürft, dass es eine wahre Freude ist, was den Eiweiß-Kick angeht. Da gibt es Flachbildfernseher mit allerlei Programm und doch …

Aber:
Warum sollte es den Passagieren in den Doppelbetten der First Class besser gehen als denen der Holz-Klasse?
Das hat sich die Singapore Airlines zurecht gefragt.
Darum ist denen im Doppelbett ebenso wie auf den Holzbänken der Sex an Board des Großraumfliegers verboten.
Soviel Gerechtigkeit muss sein.
Und selbst wenn die Pärchen der ersten Klasse nach dem vielen Champagner und den massenhaft verschlürften Austern bei gedimmerten Licht spitz wie Nachbars Lumpi sind, Singapore Airlines kennt da keine Ausnahme von der Regel.

No Sex.
Weder beim Abheben noch über Wolke 7.
Über den Wolken scheint die Freiheit doch wohl nicht so grenzenlos zu sein …

Nebenbei:
Sollte sich wer von den Stewardessen bei paarweisen Aufenthalt in den Bordtoiletten erwischen lassen, der sollte mit einem staatlich verordneten Hetero-Sex-Entzug kalkulieren. Ein britisches Pärchen hatte zweimal Sex auf einer Bordtoilette. Der Richter schickte den Mann für ein Jahr in den Knast und die Frau kriegte im Zuge der Gleichberechtigung drei Monate auf Bewährung …