The world according to Marx

Wollte mir gestern ein wenig die momentane Weltwirtschaft erklären. War in der Bibliothek und hatte nach Karl seinen Büchern gefragt.

Hatte die ganze Nacht gelesen, bin aber nicht wirklich klüger geworden. Festgestellt, dass das Buch „Unter Geiern“ hieß. Und von einem Karl May aber nicht Karl Marx stammte. Aber der Titel klang zumindest vielversprechend.

Erneut zurück in die Bibliothek und diesmal eindeutig nach Marx verlangt. Erhielt von einer eingeschüchterten Frau eine DVD, wo gleich viermal Marx vorkommen solle. Wusste nicht das Karl vier Brüder hatte. Die hatten einen Film gemacht. Marx Brothers im Krieg mit den Brüdern Groucho, Chico, Harpo und Zeppo. Film handelte um ein Land in finanzieller Notlage und über Kredite zur Rettung desselben. Viel gelacht beim Anschauen, aber immer noch nicht schlauer geworden, was Wirtschaftsdinge angeht.

Ein Beter aus der Kirche gegenüber kam und verkaufte mir das echte Kapital. Meinte der wirkliche Marx hieße Richard und nicht Karl.
Hoffe endlich damit in der Wirtschaft durchzublicken.

Ansonsten muss ich doch noch Friedrich Merz Buch „Mehr Kapitalismus wagen“ lesen …

Logisch

Die Deutsche Telekom will bis zu 3500 neue Mitarbeiter einstellen.
Wie bitte? Ich dachte wir leben in ner ernsten Krise. Da müssten doch Stellen abgebaut werden. Ist aber nicht.
Warum?
Ganz einfach.
Die Leute, die inzwischen weniger arbeiten (Kurzarbeit oder Stellenstreichung) haben mehr Zeit zum Telefonieren … ja, das ist logisch, das wird es sein …

Crosstraining – Vorbereitung aus Superwahljahr

Europawahl, Bundestagswahl, Bundespräsidentenwahl, Neuwahl, Altwahl, Abwahl, Wiederwahl, Wahlkampf, Wahlplakate.

Ich habe mir schon ein kleines kariertes Blatt hervorgeholt und übe fleißig Kreuzchen machen.

Aus der letzten Bayernwahl (CSU ist ja begeisternd grausam abgestürzt)haben die Wahlmänner die Lehren gezogen. Die Kugelschreiber und Bleistifte zum Kreuzchen-machen werden nicht mehr einfach nur am Wahltisch so ausliegen. Ab sofort wird das Schreibzeug wieder an einem sehr kurzen Band geführt. Dann geht die freie Reichweite des Schreibzeugs nur maximal bis zu den Kästchen der C-Parteien. Jedoch soll es trotzdem Intelligenzler geben, die es schaffen, den Wahlzettel so zu verbiegen, um auch woanders ihr Kreuzchen machen zu können …
… aber egal, für eine einfache Mehrheit der C-Parteien sollte die Schreibzeuganbindung reichen …

Seltsames in der Süddeutschen Zeitung …

Diego hatte … dem KSC-Spieler Christian Eichner an den Hals gegriffen. Der Unparteiische Guido Winkmann (Kerken) hatte die Szene nicht wahrgenommen und dies auch entsprechend in seinem Schiedsrichter-Bericht vermerkt.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/sport/929/450648/text

Wie kann man etwas, was man nicht wahrgenommen hat, entsprechend in einem Bericht vermerken?

SZ_Bild

Fundstück: Einladung aus der Vergangenheit

Plakat 70er

An einer Wand klebt das Plakat. Frau Käte Strobel, die Bundesminsiterin für Familie und Gesundheit im Kabinett des Bundeskanzler Willy Brandt, lud zu einem Vortrag über die Heilbarkeit von Krebs ein.
Frau Strobel lebt nicht mehr. Sie starb 1996.
Und das Plakat ist auch nicht mehr aktuell. Es wurde vor dem 22. Mai 1970 geklebt.
Nach mehr als 38 Jahren fand ich es in einer Fußgängerunterführung. Zwecks Renovierung hatte man die Verkleidung der Wand am Münchener Stachus herunter gerissen, um sie zu erneuern.

Archäologisches aus der Neuzeit.

Eigentümlich.

Gier ist gut

„Ich zerstöre keine Unternehmen, ich befreie sie. Der entscheidende Punkt ist doch: Die Gier ist gut, die Gier ist richtig, sie klärt die Dinge.“

Gordon Gecko, aus dem Film „Wall Street“

Wenn Rentenansprüche versorgt werden wollen …

Bei gmx.net gefunden:

„Immer mehr Frauen entscheiden sich für einen jüngeren Partner – und damit für ein ziemlich erfolgreiches Liebesmodell.“

Männer, benutzt endlich mehr Anti-Falten-Cremes.
Die Frauen werden anspruchsvoller!

Ist natürlich Quatsch. Absoluter Quatsch. Als ob Frauen das nötig hätten.
Nein, es geht einfach nur darum, dass in Zeiten der Finanzkrise so manche Renten-Zusatzverträge drohen, über die Wupper zu gehen und somit der Generationsvertrag in die Binsen geht. Also, macht die intelligente Frau von heute gleich die Direktversicherung beim jungen Mann.

Die alten Knacker (männlicherseits) haben da erheblich weniger Chancen.
Wer von den jungen Frauen schätzt schon einen schmerbäuchigen 50-jährigen, der bei einem nur möglich angedachten Gruppensex schon sagen würde „Danke, aber ich hatte schon einmal“ und auch noch real existent im eigenen Bett beim After-Sex asthmatisch pfeift?

Eben.

Die serielle Monogamie bei Männern endet mit Mitte 40, wo sie bei Frauen wieder beginnt.

Deshalb, ihr Männer, auf in die Riester-Rente und weiter geträumt: Reich in Heim statt heim ins Reich der Altersheime …

Entscheidungen

Interessant.
Vor ungefähr einem Jahr wurde mir von einem mir bekannten Mitmenschen die Frage gestellt, ob ich für diese Person sei oder gegen diese. Ich wollte mich nicht in diese Falle schubsen lassen. Da aber meine Antwort nicht „pro“ jener Person hatte, riss der Kontakt mehr oder weniger ab.
Ich hatte wohl die falsche Antwort gegeben.

Heute finde ich genau so eine ähnliche Frage erneut in meinem Postfach.
Super. Da will mich wieder jemand in die Position „Schwarz“ oder „Weiss“ reinzwängen.
Es gibt kein „dazwischen“ oder „halt mich da raus aus deinen Angelegenheiten“. Ich werde mittendrin gedrängt, wo ich nicht rein will.