Guten Tag, Amigo …

Ein Lied zum Gänsehhaut-Bekommen.
Ein Lied zum Immer-und-immer-wieder-anhören.
Ein traurig ernstes Lied mit heftigst zynischer Pointe.

Eine klare Konzertgitarre im Hintergrund im Drei-Viertel-Takt.
Eine Stimmung wie Marquez.
Eine rauhe tiefe und kühle Stimme gesellt sich zu der Gitarre.

Guten Tag, Amigo
Hallo, mein guter Freund
Fünfter Mai, an einem Dienstag
Und ich hoffte, dass wir uns wiedersehen würden.

Du hast letzten Winter meinen Bruder getötet
Dreimal hast du ihm in den Rücken geschossen
Nachts höre ich meine Mama immer noch weinen
Oh, Mama, sie trägt immer noch schwarz

Ich habe auf jedem Fest
Nach dir gesucht, um Dich zu grüssen
Vielleicht würde ich dir ein Hühnchen verkaufen
Bespickt mit Gift in dem Fleisch

Du … du siehst aus wie mein Bruder
Mama hat ihn immer viel Liebe gegeben
Er war hoch angesehen bei den Ladies
Mama sagte immer, er sei gesegnet

Das Dorf hat sich um ihn herum versammelt
Sie konnten es nicht glauben, was sie sahen
Ich habe gesagt, du warst es, der ihn umgebracht hat
Und dass ich dich finden werde und dem Gesetz Genüge leisten werde

Die Leute aus dem Dorf haben mir geglaubt
Mama … sie wollte Rache
Ich sagte ihr, dass ich ihre Ehre wieder herstellen würde.
Ich würde dich finden und dich töten.

Eine elektrische Gitarre fällt ein und ein schrecklich genial schräges Solo zerschneidet den Walzerrythmus der Konzertgitarre …

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Lebe wild und gefährlich (Teil 12) … oder: In einem Cafe ohne Kaffee …

Hey, hast du keine Eier, oder was?

Er legt seine Pumpgun nieder und hat ein langes Messer mit Widerhaken in seiner Linken. Er befindet sich in einem verwinkelten Hallenbad. Aber niemand badet im Pool. Als er am Pool vorbei schleicht, richtet er einen kurzen Blick in den Pool. Offenbar liegen dort Granaten am Grund.

Gleich hab ich Dich!

Er schleicht sich an den Mann mit der Rückenaufschrift POLIZEI an und stosst blitzschnell zu. Einmal. Zweimal. Dreimal. Viermal. Der Polizist vor ihm klappt zusammen und fällt nieder. In dem Moment wird der Monitor mehrfach rot. Das Rot flackert wie ein Stroboskoplicht. Die Kamera fährt zurück und eine grau angezogene Person fällt flach zu Boden.

Scheisse!

Muahahaha. Du musst schon auf deinen Rücken achten, wenn du meinen Kumpel abstichst. Geschieht dir Recht!

Warte, Dich hol ich mir.

Mein Nebenmann drückt entschieden auf eine der Tasten seiner Tastatur und er ist wieder in der Rolle der grau angezogenen Person, die eine Waffe aufhebt und diese läd.

Nein.
Das war keine Szene aus einem Bürgerkrieg. Sondern ich saß in einem Internet-Cafe und neben mir spielte ein vielleicht 18-jähriger Counter-Strike im Netz. An vielen anderen PCs des Cafes saßen andere Jugendliche, die sich ebenso auf dem gleichen Server sich in dem virtuellen Hallenbad von Ecke zu Ecke durchkämpften und dabei lachten und quer durch den Raum quatschten.

Hm.

Saß ich jetzt unter potentiellen Amok-Läufern?
Oder waren es einfach nur welche der homo ludens, der menschlichen Gattung des spielenden Menschens?

Eines war mir aber sicher: Die hier hatten ihren mörderischen Spaß auf dem Counter-Strike-Server …

Lebe wild und gefährlich (Teil 11) … oder: Sushi-to-go

Sonntag 3. Dezember
Reiseproviant gekauft beim ASIA-Laden im Bahnhof. Will Sushi in vollen Zügen genießen. Schnell gegessen, vermutlich bei 160 km/h. Sushi hinkt folglich jeglichen Ansprüchen hinterher. Ist auch nur Sushi-to-go, nicht Sushi-on-the-run, wenn auch Run-of-the-mill-Sushi. Schmeckte daher eigenartig. Vermute, dass Poloniuim 210 drüber gesprüht worden ist. Würde gern sehen, ob ich strahle. Leider scheint Sonne noch zu stark.
Beim Flanieren durch den Zug strahlten mich dann alle an. Offensichtlich ist hier jeder Polonium 210 verstrahlt.
Auf Toilette festgestellt, dass Hosenschlitz weit offen. Verstehe nun Gegrinse der Frauen und Gelächter der Männer. Sehe jetzt wie ne strahlende, aber untergehende Sonne aus.
Werde demnächst wieder Unterhosen tragen.
Oder mir ne Vakuum-Pumpe bei Orion bestellen.

Game over – Spiel ohne Grenzen

Heute abend auf dem Fernsehsender „arte“ über die Auswirkungen von Endlos-Computerspielen ….

Hardcore-Fans von Computerspielen verbringen zwischen 40 und 80 Stunden pro Woche in virtuellen Fantasielandschaften. Der Film zeigt anhand von vier Lebensgeschichten, wie die Scheinwelt der Spiele und die Lebenswirklichkeit derer, die sie nutzen, immer mehr verschwimmen. So wurde der 20-jährige Kanadier Guillaume Patry dank seiner Spielleidenschaft zum Popstar. Er lebt seit drei Jahren als Profi-Gamer in Südkorea und verdient mit Spiel-Turnieren, die live im Fernsehen übertragen werden, 80.000 Dollar pro Jahr. Süd-Korea ist eines der wenigen Länder, in denen Profi-Gamer als Sportler anerkannt sind. Der Rummel um die jungen Champions hat eine wahre Spielbesessenheit im Land ausgelöst. Weltweit zeigen immer mehr Game-Fans Symptome von ernsthafter Spielsucht. Zu ihnen gehören auch Brandon Whitehead und Shawn Woolley, der vor zwei Jahren Selbstmord beging. Während Brandon anhand eines Videotagebuchs schildert, wie Computerspiele ihm geholfen haben, seine Unsicherheit und Depression zu überwinden, ist Shawns Mutter überzeugt, dass manche Games ihre Spieler bewusst gefangen nehmen wollen. Sie hat einen Kreuzzug gegen die Spiele-Industrie begonnen. Die Entwickler solcher Role-Playing-Games haben freilich ein ganz anderes Selbstverständnis: Spiele-Guru Peter Molyneux aus London möchte vor allem die Kreativität der Spieler herausfordern. In der Tat nimmt „Fable“, das jüngste Produkt seiner Talentschmiede, auf eindrucksvolle Weise die Zukunft der interaktiven Unterhaltung vorweg. Das Spiel konfrontiert Benutzer mit ihren geheimen Sehnsüchten und nutzt das Medium Computerspiel für eine ebenso amüsante wie intelligente Form der Selbstreflexion.

„Es war mir sehr wichtig, die Spieleentwickler und die Fans gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen“, sagt Filmemacherin Monika Halkort. „Computerspiele pauschal zu verteufeln wäre genau so falsch wie die Risiken zu ignorieren.“ Ihr Film zeichnet das Zukunftsszenario einer globalisierten Mediengesellschaft – doch die Zukunft hat schon begonnen.

siehe auch hier

Wie geil ist das denn? (Teil 2) … oder: Verbrechen zahlt sich nicht aus …

von der Internetseite der Polizei Bochum:

29.11.2006 – 09:19 Uhr, Polizei Bochum Pressemappe [Pressemappe]

Bochum (ots) – Am gestrigen Dienstag, gegen 13.35 Uhr,
kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Mitte im Bereich des
Hauptbahnhofes zwei 40 und 45 Jahre alte Frauen sowie ihren
22-jährigen männlichen Begleiter. Bei der Überprüfung der
mutmaßlichen Taschendiebe entdeckten die Polizisten größere
Bargeldbeträge, deren Herkunft die Gruppe nicht erklären konnte.
Daraufhin wurden die aus Serbien/Montenegro und Frankreich stammenden
Verdächtigen festgenommen. Sie wurden nach Abschluss der
polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Notiz am Rande: Eigentlich hätte die 45-Jährige ihre Bekannten vor
dem polizeilichen Zugriff warnen müssen. Auf die Frage nach ihrem
ausgeübten Beruf antwortete sie nämlich: „Wahrsagerin“!

Wer gerne mehr über die Wahrsage-Künste der Frau wissen möchte, Rückfragen bitte an die Pressestelle der Polizei Bochum.
Gefunden: hier

Und dann stolperte ich noch über folgende Pressemeldung:

53-Jähriger stiehlt mehr als 80 Arbeits- und Werkzeugmaschinen

Hm.
Wieder ein typischer Fall, dass Maschinen einfach leistungsfähiger sind als Menschen über 50? Wobei sich mir dann die Frage stellt, wie und was die Maschinen mehr geklaut haben als jener 53-jährige …
Oder hat der 53-jährige eventuell nur jene Maschinen geklaut?

Es war doch wohl eher das letztere.
Gefunden hier

Ein Wald-Ei ist nicht genug… oder: Gewonnen …

Auf der Suche nach vollkommener Glückseeligkeit und ewiger Jugend zog ich nach mehrfachem Schütteln und Rütteln und Hinhorchen einen Hauptgewinn.

Nein, ich gewann nicht eine kostenlose Jahresmitgliedschaft (und zusätzlich völlig umsonst sowieso) bei den Zeugen Yehowas („Er hat den Namen Jehowas erwähnt! Steinigt ihn!“), nein, ich habe aus einem Ei einen Zwerg gezogen.

Ihr wisst ja, in jedem siebten Ei findet Ihr eine Kinderüberraschung in den Eiern (und wer jetzt an Kinderpornografisches denkt, kriegt von mir ein auf dieselben).

Und nach zehn Jahren stelle ich diese Hauptüberraschung bei ebay ein und darauf braucht ich nie mehr arbeiten, weil sich die Sammler dot und dämlich auf den Zwerg bieten werden.

In Erwartung meiner goldenen Rente mit 71 Jahren hier schon mal ein Bild meiner vorhin ausgepellten Rentenversicherung …

Laut der Beschreibung im Beipackzettel
handelt es sich um Zwerg SUNNY.
Und?


Zwerg SUNNY hat immer blendende Laune
– und das ist manchmal schwer zu ertragen.
„Gottseidank, nur für Andere!“ freut sich Sunny.
Sieben Zwerge ist der Wald eben nicht genug.
Waldeier auf literarischer Unterlage.
Besser konnt ich es nicht fotografieren.

Was sagen wir da?

Hässlichen Glühstrumpf to me … :>

Ich kauf mir jetzt die neue CD von WESTLIFE.
Schlimmer kommt’s nimmer … :>

Exklusiv!!! Wiedervereinigung von TAKE THAT und ROBBIE WILLIAMS …

… findet gerade hier auf meiner Anlage statt. Beide singen zusammmen deren jeweilige Veröffentlichungen …
… und ich habe es sofort wieder beendet. So geht Wiedervereinigung nun wirklich nicht: Schnulzig mit schrecklich ergibt eine Kakophonie.
Dann lieber schnulzig pur und Robbie ausgeblendet.

TAKE THAT schmalzt durch meine Anlage und ich denke mir:
„Okay, besser ‚easy listening‘ und Supermarkt-Gedudel als Robbies misslungene Veröffentlichung …“

Okay, TAKE THAT ist auch dieses Jahr kein Highlight, aber diesmal immer noch besser als die neue von Robbie.

Aber auch nicht schlecht finde ich die neue Veröffentlichung von ALL SAINTS, den vier Mädels, von denen eines sich das Lied SEXED UP von einem liebesenttäuschtem Robbie verdient hatte.

Wobei wir schon wieder bei dem genial schnulzigem „Patience“ von TAKE THAT wären …

Wiedervereinigung ohne Mauern einzureissen …
Popmusik und eine HiFi-Anlage machen es möglich …

Flughäfen… oder: Die Liebe in Zeiten der Cholera …

Flughafen.

Warten.
Wartesäle.
Wartehallen.
Warteschlangen.

Bei der Sicherheitskontrolle.

„Machen Sie bitte mal Ihre Aktentasche auf. Hm. Was ist das?“
„Das sind Schrauben.“
„Was sind das?“
„Schrauben.“
„Das sind keine Schrauben.“
„Natürlich sind das Schrauben. Hier oben ist der Schraubkopf und da unten ist das Gewinde.“
„Sie müssen mich nicht belehren. Ich weiss, wie echte Schrauben aussehen! Das sind keine Schrauben.“
„Könnte ich bitte mal Ihren Vorgesetzten sprechen?“
„Wieso? Was wollen Sie von ihm?“
„Kann ich bitte mal Ihren Vorgesetzten sprechen?“
„Hey, Karl!“
(jemand ruft zurück)“Was ist?“
„Der Passagier hier gibt vor, er habe Schrauben dabei.“ (hält die Schrauben dem Angerufenen entgegen)
„Sind die Dinger schwer?“
„Nein, eher leicht.“
„Hat er auch Muttern?“
(zu mir) „Haben Sie auch Muttern dabei?“
„Nein.“
„Nein, Karl. Hat er nicht!“
„Dann lass ihn durch!“
Ich packe zusammen und gehe zu meinem Gate.

Warten.
Wartesäle.
Wartehallen.
Warteschlangen.
Godot kommt gleich …

So ist das Leben.

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