Selbst Literaturabstinenzler kennen ihn, den in Deutschland bei Autofahrern berühmt berüchtigte Literat:
Dichter Nebel.
Wo ist nochmals die Kalauerkasse?
Er schaut ihn an und spuckt verärgert aus.
„Du sollst meinen Namen nicht nennen.“
Danach ist das Kind tot. Erschossen.
An einer U-Bahn-Station hängt ein Plakat über Ennio Moricones 80. Geburtstag aus. Im Hintergrund seines Kopfportraits das Plakat seiner bekanntesten Filmmusik. ‚Spiel mir das Lied vom Tod.‘
Die Zeitungen verkünden zwei Schlägereien aus dem U-Bahn-Untergrund und dass die Polizei jetzt wegen versuchten Totschlags ermittelt. Die namenlosen Täter werden gesucht.
Von Selbstmorden unter Bankern ist bislang nichts zu lesen. Nur von Abfindungen. Die Monopoli-Spieler machen Kasse. Deren Namen sind vielfach unbekannt oder falls doch, schnell wieder vergessen.
Aber statt jene zwangsweise wegen ihrer Spielsucht zum Psychater zu schicken, zu einer ordentlichen Suchtbehandlung, pudert man denen noch Geld hinten drein. Den Scherbenhaufen dürfen andere wegräumen. Auf eigene Kosten anderer Namenloser.
Suchtausübung für Finanzhaie leicht gemacht. Jede Sucht wird nun mal anders beurteilt. Ein Kriegsherr ist nun mal kein Mörder und darf eben nicht wie ein kleiner Schwerstkrimineller beurteilt werden.
Irgendwer nutzt derzeit meinen Namen in Internet, um für mich Spuren zu hinterlassen.
Prickelnd.
Namen sind Schall und Rauch. Das haben sie mit Pistolenschüsse gemein. Schall und Rauch. Etwas, was in Erinnerung bleibt.
Interessant.
Vor ungefähr einem Jahr wurde mir von einem mir bekannten Mitmenschen die Frage gestellt, ob ich für diese Person sei oder gegen diese. Ich wollte mich nicht in diese Falle schubsen lassen. Da aber meine Antwort nicht „pro“ jener Person hatte, riss der Kontakt mehr oder weniger ab.
Ich hatte wohl die falsche Antwort gegeben.
Heute finde ich genau so eine ähnliche Frage erneut in meinem Postfach.
Super. Da will mich wieder jemand in die Position „Schwarz“ oder „Weiss“ reinzwängen.
Es gibt kein „dazwischen“ oder „halt mich da raus aus deinen Angelegenheiten“. Ich werde mittendrin gedrängt, wo ich nicht rein will.
Der Abspann des Filmes läuft über den vorhin eingeschalteten Fernseher. Eine auf hässlich geschminkte Person gibt sich Mühe am Boden liegend röchelnd zu sterben. HALLOWEEN soll der Film laut Abspann heißen. „Rob Zombie“ hat sich der Regisseur in selbstverleugnerischer Art genannt.
Wie gut, dass ich kein PREMIERE zu Haus abonniert habe. Dort läuft das Machwerk.
Der Kerl an der Hotelbar erklärte mir, wie toll sein Bonner Arbeitgeber wäre. Dass die Telekom wieder mal Probleme hat, ihre gesammelten Daten für deren Kunden verantwortungsvoll zu sichern, wusste er gestern abend noch nicht. Dass Alkohol Schäden anrichtet, weiss ich. Aber dass er soviel ansichtet, würde mir erst gestern Abend vor Augen geführt. So wie der Mann plauderte, so gibt sein Arbeitgeber wohl die Infos weiter. Da kaschiert jetzt auch kein Paul Potts mehr.
Genau wie das Wetter gestern. Strahlender Sonnenschein. Aber kalt war’s trotzdem. Die Bäume werfen ihr Laub trotz Sonne ab.
Herbst is . . .
Hm. Kaum ist man mal für paar Tage aus seinem Bundesland heraus und schon ist nichts mehr wie es war:
– Parteichef Huber abgetreten.
– Generalsekretärin Haderthauer hat auch das Handtuch geworfen.
– Ministerpräsident Becks(tein) kapitulierte gleich hinterher.
– Bayern München gewinnt noch immer nichts.
– 1860 München will auch nicht, was die so wollen.
– Und das Wetter ist eindeutig zu kalt und sowas von bescheiden, da ist das letztere nu wirklich keine Zierde.
Mir graut’s davor, wenn ich mal Deutschland für ne Woche verlassen müsste …
P.S.: Und gerade les ich, wie sich Leute in einem Forum der destruktiven Selbstzerfleischung hingeben. Mann, mann, mann. Diese Woche ist auch sowas von unnormal …
Die Bayern-Wahl ist gelaufen, die Hochrechnungen stabilisieren sich und geraten in die Nähe der wirklichen Wahlergebnisse.
Was für ein Tag!
Die CSU verliert über 17% und braucht jetzt einen Mithelfer beim Regieren.
Bayern, dieses Musterländle eines „50-plus-X-Prozente“-Parteienstaats.
Nun ja.
Was sagt uns dieses Ergebnis?
Die Sendung QUER des Barischen Fernsehens hat da mal nachgehakt. Und zwar vor den Wahlen. Da die Landtagswahl zum „Oktoberfest“ stattfand, hatte die Redaktion der QUER-Sendung sich wahllos Freiwillige aus den Wiesnzelten abgegriffen und diesen der Wahlzettel gereicht. Der Wahlleiter dieser Bierzeltumfrage stellte dann noch den Alkoholzustand des Befragten fest („nüchtern“,“angetrunken“ und „volltrunken“) und wertete dann später aus.
Im angetrunkenen oder volltrunkenen Zustand kam die CSU auf 60% der Stimmen, also soviel wie vor fünf Jahren.
Die SPD erreichte bei den angetrunkenen oder volltrunkenen Wählern eine Gunst von 20%.
Die FDP lag erst im nüchternen Zustand bei einer 27%igen Fangemeinde. Im volltrunkenen Zustand wollte die aber keiner wählen.
Dafür erreichten die Grünen bei volltrunkenen Wählern gerade die 20%-Marke. Nüchtern fanden sich allerdings nur bei 13,6% der Wählern ein Kreuzchen wieder. Und im angetrunkenen Zustand sank der Beliebtheitsgrad sogar auf kümmerliche 6,7 %.
Was sagt uns nun dieses nun verglichen mit der heutigen Wahl?
– Heuer waren die CSU-Wähler alle nüchtern zur Wahlurne gegangen.
– Die SPD-Wähler mussten sich vorher Mut antrinken, um ihr Kreuzchen bei der SPD zu setzen.
– Das gleiche gilt für die Wähler der Grünen. Oder liegt es daran, dass die Supermärkte zuhaben und die ganzen BIONADEntrinker zuhause blieben? Egal.
– Nur die knappen 8% der FDP lassen sich irgendwie nicht zuordnen. Denn angetrunken würden 13% diese Partei gewählt haben und im volltrunkenen Zustand niemand. Die FDP-Wähler müssen wohl in einem Zwischenstadium zwischen angetrunken und volltrunken gewesen sein, sozusagen im Bierhimmel der Glückseeligen.
Und zu guter Letzt erklärt sich nun auch die Becks-(tein)sche List, mit zwei Mass Bier für Autofahrer zu werben. Wären die Bayern mit mindestens zwei Mass Bier angetrunken oder gar volltrunken zur Wahlurne gefahren, dann läg die CSU bei berauschenden 60% vollgesoffen heute abend bei der Wahlparty unterm Tisch.
Aber so?
Kein Vollrausch.
Noch nicht einmal angetrunken.
Aber jetzt schon mit einem riesigen Kater.
So ist die CSU heute Abend aufgewacht.
Mit vier Sitzen an der absoluten Mehrheit vorbei.
Aus ist’s mit der demokratischen Einparteienherrschaft in Bayern …
Was bleibt uns da nur noch? Richtig, traurig über eine MAss die Bayernhymne zu intonieren. Gott mit dir, du Land der Bayern, Gott mit dir, dem Bayernvolke. Und erhalte dir die Farben Seines Himmels, weiß und aber nicht blau, sondern nüchtern.
Und jetzt noch ein echt bayrisches Himmiherrgottzefixallelujascheissglumpvarrecktsdozüpfüklotscher-Prost.
Und gut is.
Ach ja, die denkwürdige Umfrage der QUER-Redaktion findet sich im übrigen hier.
Die CSU bei 47 Prozent prognostiziert, der Bayern München ist Tabellenneunter und seit zwei Spielen geschlagen. 1860 kommt auch nicht aus dem Quark und Franz-Josef Strauß ist immer noch nicht wieder auferstanden.
Am Wahltag dann auch noch strahlend blauer Himmel und die Sonne lacht sich an Himmel schlapp,bis dass sie untergeht.
Was kann da noch schlimmeres kommen? Ach ja, in ein paar Minuten die ersten Hochrechnungen.
Nebenbei: Zur Landtags-Wahl steht auch die ‚Violette Spiritualistenpartei‘. Kandidatin auf meinem Zettel war Frau Blau. Aber zumindest violett . . . .
Weltbloggertreffen? Die Welt ist nicht genug. Ich komm erst, wenn es nen Universumbloggertreffen gibt. Am besten, wenn dann sowas auf Mars stattfindet. Denn Berliner gibts zu Karneval schon genug zu futtern. Da sind mir Mars-Riegel zur Abwechselung auch ganz lieb … .