Seltsam – Montags morgen 5:30

Hm.
Habe doch gerade in meinen Briefkasten geschaut und überrascht festgestellt, dass ich am Samstag Post erhalten hatte.
Brigitte hatte mir geschrieben.
Dabei hab ich sie doch gar nicht abonniert …

Fast ausverkauft

Nur noch Restexemplare bei Amazon:
Okkulte Stimmen – Mediale Musik . Recordings of unseen Intelligences 1905-2007 (Aufnahme ungesehener Intelligenzien 1905-2007)
Für EUR 39,80 statt EUR 39,95. Also 15 Cent Ersparniss.
Nur noch 3 Cds verfügbar! Also jetzt bestellen.

Sollte es die CD nicht mehr geben, erst dann einfach mich anschreiben. Aufnahmen ungesehener Intelligenzien habe ich dutzendweise hier rumfliegen. Leer-CDs, die ich gerne mit Stille für Euch bespielen werde (incl. CD-Bedruckung). Und als Sonderpreis kriegt Ihr sie von mir für 20 Euro (inkl. Verpackung und Porto) …

Na, dann mal los und abwarten, bis die drei CDs bei Amazon verkauft sind …

Was originelles?

Da hat mich doch neulich wer angehauen, ich solle mal was originelles über Musicals schreiben …
Habe mich hingehockt, dumpf über einer Tasse Kakao gebrütet und dann nach sechs Stunden folgenden reim gemacht:

Das Musical,
Das Musical
Heisst andersrum
Einfach Lacisum

Naja, intellektuelleres fiel mir dazu nicht ein.
Mein Hirn ließ mich diesmal mit mir ganz allein.

Tja, was für Zeiten,
denk ich, was für Sitten.
Ein ewiges Abwärtsgleiten
mit ungereimten Trippelschritten.

Reim dich
oder ich beiß‘ dich!!

Move it, move it

Beweg dich
Beweg mich
Lass mich nicht hängen
Lass mich nicht stehen
Beweg mich
Lass uns mich bewegen
Ich will dich
Dich will dich
Willst du mich
Will ich dich
Wollen wir uns
Lass uns bewegen
Let`s move together
Lass es uns tun
Tun wir es
Lassen wir es uns tun
Vorhang runter
Begierde freier Lauf
Hinterm Vorhang
Hemmungslos
Beweg dich
Beweg mich
Lass mich nicht hängen
Lass dich nicht kalt

Let`s do it ….

Ganz normal Kaffee trinken an der gelben Linie

Münchener Flughafen.
Terminal 2.
Ich warte auf den Ankunft des Fliegers aus São Paulo.

Für Ankünfte ist der Münchener Flughafen verdammt einfach, wenn der Flieger am Terminal 2 andocken darf. „Verdammt einfach“ bezieht sich allerdings nur auf diejenigen, die irgendwen vom Terminal 2 abholen. Die Angekommenen sehen dagegen in der Regel abgekämpfter aus. Denn weite Wege für Passagiere sind dort am „Franz-Josef-Strauß“-Flughafen die Realität.

Die Herausforderung, Ausgänge aus dem Sicherheitsbereich eines Flughafens zu konstruieren, hat sicherlich schon Dutzende Diplomarbeiten und Doktorarbeiten hervor gebracht. Denn es geht ja nicht nur darum, das ankommende Passagieraufkommen aus dem Sicherheitsbereich heraus zu leiten, sondern auch die Abholer vor der Sicherheitsschleuse auf gebührenden Abstand zu halten.
In München am Terminal 2 erfüllt eine gelbe Linie diesen Zweck. Auf dem Boden gemalt wagt es kein Besucher diese entscheidend zu überschreiten. Und das, obwohl kein expliziter Hinweis oder auffälliges Verbotsschild auf die Funktion der gelben Linie verweist.

Die Besucher halten sich einfach an die Magie der gelben Linie und übertreten Sie kaum.
Die totale Disziplin.

Am Ende der gelben Demarkationslinie gibt es einen Kaffee-Stand.
Irgend so einen amerikanischen. StarBuzz oder so ähnlich.

„Einen Milchkaffee, bitte.“

Die Frau hinter dem Tresen nickte und antwortete mit drei Worten, die ich allesamt nicht verstand. Bayrisch?

„Wie bitte?“

Die Frau wiederholte die Worte. Ihre Handflächen beschrieben dabei unterschiedlich Abstände. Ich verstand. Die Bechergröße meinte sie.

„Mittel.“
„Den Cafe Latte mit mehr Kaffeegeschmack?“

Wie? Den Milchkaffee mit mehr Kaffeegeschmack? Ähem, schmeckt die Basisversion nicht nach Kaffee?

„Äh, wie mit ‚mehr Kaffeegeschmack‘? Ich dachte Milchkaffee hat schon Kaffeegeschmack.“
„Mit mehr Kaffeegeschmack kostet es 50 Cent mehr.“
„Nein, einen ganz normalen Milchkaffee.“
„Wie ist ihr Name?“
„Wieso meinen Namen?“
„Den schreib ich Ihnen auf den Becher.“

Pappbechergravur?!?

„Nein, danke ich brauch keinen Namen auf meinem Becher.“
„Aber ich muss ihn hier drauf schreiben.“
„Sagen Sie mal, ich will doch nur einen ganz stinknormalen Milchkaffee? Ist das denn so kompliziert? Einfach nur Milchkaffee. Ganz normal Milchkaffee, bitte. Ohne Schnickschnack.“

Die Frau lächelt mich freundlich mit einer Engelsgeduld an.

„Ja, einmal ist bei uns immer das erste Mal. Sagen Sie mir jetzt Ihren Namen?“
„Wieso?“
„Ich muss Ihren Namen auf den Becher schreiben, damit wir Sie ausrufen können, wenn er fertig ist.“
„Okay, wenn es sein muss. Schreiben Sie dann ‚Kaffeeschlürfer‘ drauf.“

Die Frau lächelt, schreibt und reicht den beschrifteten Becher weiter.

„Macht drei vierzig.“

Ich zahle, trete nach rechts ab und harre auf meinen Milchkaffee.

„Capuccino für Nina.“

Die Frau an der Kaffeemaschine reicht rechts außen einen Kaffee raus. Eine Frau taucht auf und nimmt sich den Becher.
Hm. Nina hatte ich mir immer anders vorgestellt.

„Espresso für Samir.“

Samir kommt und nimmt seinen Espresso in Empfang.
Hm. Auch Samir hatte ich mir … egal …

Ich warte.
Und irgendwie hat die Frau an der Kaffeemaschine nichts mehr zu tun.

„Ähem, ich krieg noch nen Milchkaffee.“
„Hatten Sie bestellt?“

Ich nicke.

„Gabi, hat er bezahlt?“

Aha. Die Frau von der Kasse heißt also Gabi.
Naja, so hatte ich mir die Gabis der Welt schon immer vorgestellt.
Gabi zuckt erschrocken zusammen. Nein, sie kann keine Gedanken lesen …

„Hab ich dir nicht den Becher … ?“

Sie schaut suchend umher, ihr Blick fällt auf den Boden, sie stockt.

„Oh, da liegt er.“

Sie schaut mich peinlich berührt an.

„Moment. Sie kriegen einen neuen Becher. Tschuldigung, mein Fehler. Sie kriegen jetzt die große Portion.“

Sie ergreift einen Megabecher, zieht mit dem schwarzen Schreiber einen Strich auf der Außenseite (sollte wohl „Kaffeeschlürfer“ heißen) und reicht ihn weiter.
Kurz darauf halte ich einen riesigen Becher mit Milchkaffee in der Hand.
Nach dem ersten Schluck verstehe ich die Frage mit dem Kaffeegeschmack. Es schmeckt mehr nach übercremter H-Milch als nach Kaffee. Schade eigentlich um die drei vierzig.
Letztendlich stehe ich an der gelben Demarkationslinie.
Diszipliniert wartend.
Zusammen mit Karl, Rita, Rainer, Heiner, Evi, Susi und Samir.
Kaffeebecherhaltend.
Nein, kein „Coffee to go“. Vielmehr ein pseudo-spontanes „Stehkaffee-Kaffeekränzchen“.

Übrigens. Karl, Rita, Rainer, Heiner, Evi, Susi und Samir haben sich mir nicht vorgestellt.
Aber ein StarBuzz-Kaffeebecher-Studium bei anderen Leuten hilft beim heiteren Vornamen-Raten ungemein.

Und dann knallst du in mein Leben …

Ich hatte einen genialen Blitzgedanken und wollte ihn niederschreiben.
Und da kam das kleine blaue Knetmännchen mit seinem Hammer als Geschenk von blog.de …
… Maxwell’s silver hammer …Knetmännchen

Bang! Bang!
Maxwell’s silver hammer came down upon his head.
Clang! Clang!
Maxwell’s silver hammer made sure that he was dead.

by The Beatles

Spruch zu Unzeit

Ich bin von felsenfest überzeugten Menschen umgeben und ich habe Angst von deren Steinen erschlagen zu werden.

Abschiedbrief eines Angestellten

Sehr geehrter Herr Chef,

es wird langsam Zeit, dass ich Paragraf 4 Absatz 3 meines Arbeitsvertrages in Anspruch nehme.
Ich weiß, dass das nicht gerne gesehen ist. Denn durch das Bestehen auf Erfüllung solch welcher Paragrafen kann das zarte Pflänzchen „Aufschwung“ unserer Firma doch arg in Wachstumsnöten geraten lassen. Ja, es könnte in den nächsten Tagen richtig verdörren. Und nur deswegen, weil ich auf Erfüllung meines Arbeitsvertrages bestehe.
Es ist, wie es ist und da kannst du soviel Zetermordio schreien wie du möchtest.
Ich bestehe auf gegenseitige Vertragserfüllung.
Ich nehme jetzt Urlaub und du – Chef, oh mein Chef – meckerst jetzt nicht darüber, dass du jetzt meine Arbeit zu 100% mitmachen musst und jetzt zu 250% überbelastet bist.
Ein Frohes Fest und nen Guten Rutsch, liebes el Chefe, das sei dir gewünscht.
Und dass du mir auf meinen sauber aufgeräumten Schreibtisch keine meterhohe Arbeit für nach meinen Urlaub auftürmst.
Nebenbei:
Über meinen Resturlaub 2007 über 15 Tagen und über meinen Urlaub für 2008 reden wir dann im nächsten Jahr.
Tschö, wa!