Fake der Woche: Handywochen

Sehr geehrte Blogger von Blog.de!

Die Handywochen sind vorbei. NOKIA hat sich bei uns für die kostenlose Werbung mit zwei Handy bedankt. Letztendlich haben wir diese behalten, weil uns kein Beitrag handy-wert erschien. Sie stehen auch in keinem Verhältnis zu den Werbeeinnahmen bei uns. Wir bedanken uns bei allen kleinen Bloggern, die eh nie in irgendeiner Blog.de-Hitliste auftauchen werden, dass sie unsere Google-Verweise erhöht haben.

Ob ihr nokia, N95, symbian, handy, sms oder N93 in euren Tags stehen hattet ist uns nur ein „Danke“ wert. Ihr könnt euch einen Abschnitt der „Danke“-Klopapierrolle bei uns persönlich abholen, wenn ihr euch durch unsere leeren Champagnerflaschen für die kostenlose Werbung für blog.de gewühlt habt.

Ach ja, noch was.

An all die armen Neider und Pinscher, die permanent jedes Handy-Post ihrerseits mit entsprechenden Tags gesetzt haben und nie in eine Hit-Liste von uns erschienen, weil wir von der Redaktion einen Besuch bei denen für wertlos erachten (außer wir würden sie pushen wollen):

Danke und seid still.
Oder kauft euch die PRO-Mitgliedschaft, damit ihr Verbesserungen im Quartalstakt tröpfchenweise erfahren könnt.

Mit vorzüglichster Hochachtung und so weiter

Die Lästerzunge von blog.de …

Der Fake der Woche: "Sollen wir etwa nicht mehr in den Urlaub fliegen?"

Jetzt ist es raus.
Die „Umweltbehörde zur Sicherung der Amerikaner“, gemeinhin auch „USA“ abgekürzt, wird endlich die ersten radikalen Schritte zur Rettung dieser Welt einleiten.
Ein Bericht der BILD-Zeitung mit der tränenreichen Überschrift „Sollen wir etwa nicht mehr in den Urlaub fliegen?“ erfuhr die breite Aufmerksamkeit in Amerika. Oder besser gesagt: im Weißen Haus (gestrichen mit umweltfreundlicher weißer Farbe mit blauem Engel, bereitgestellt vom Klu-Klux-Clan). Dessen Bewohner soll sehr angetan von dem meckernden BILD-Bericht gewesen sein.

(Dialogzitat G.W.Bush: „Where the hell is the country with this marvelous journal?!? Condoleezza, I wanna meet the hairless boobie-girl from page one!“ „Oh, George, that’s Britney …“ „Doesn’t matter. I like all of Tony Blairs Britney citizen.„)

Im Weißen Haus errechnete dann Küchenmeister Sparhans mit spitzen Bleistift, dass Autos nur 5 % der CO2-Abgase verursachen.
Und die will man jetzt zu 95 % bekämpfen, so dass die Maßnahmen nachher zu 100 % wirken. Und das bei vollem Promille-Ausgleich.

So erging heute in den frühen Morgenstunden denn auch gleich in der Umweltbehörde „USA“ der weltweite CO2-Erlass. Die Umsetzung des Beschlusses sind unter Androhung von Hagel, Granaten und Napalm von den anderen Staaten kompromisslos anzunehmen und umzusetzen.

Für Deutschland erging somit das folgende Regelwerk:
Leute mit ungeraden Nummernschildnummern dürfen nur an geraden Tagen von ungeraden Monate ihr Fahrzeug benutzen. Zudem dürfen Bewohner von Häusern gerader Hausnummern nur noch an ungeraden Tagen, die durch drei teilbar sind, in den Urlaub fliegen. Die Tage für Rückflüge kommen nur dann in Frage, wenn die Flugnummer als Quersumme kein Vielfaches von 13 ist.

Die ersten Reaktionen auf der Straße waren verhalten.
Viele uninformierte Bürger kannten diesen Erlaß noch gar nicht. Sie stimmten aber sofort für die Abschaffung der Zahlensysteme in Deutschland, um diesem Erlass zu entkommen. Zusätzliches Argument war dabei gemeinhin, dann wären auch die schlechten PISA-Ergebnisse nicht mehr interpretierbar und das wäre die ultimative Revolutionierung der schon lange angekündigten Steuerreform.

Klara B. aus G. im Kreise D., 31, Hausfrau, Lehrerin und Mutter dreier Söhne:
„Eigentlich finde ich die Maßnahme recht gut. Nur habe ich kein Fahrzeug. Wie soll ich also die erste Maßnahme aktiv unterstützen? Das finde ich nicht richtig. Man sollte nicht jeden von der Beteiligung einfach so ausschließen. Das erzeugt doch soziale Randgruppen.“

Karl-Heinz O. aus L., Schweißer, verheiratet, kinderlos, mit Geliebte und vier außerehelichen Kindern, meinte dagegen:
„Das ist im Grunde Freiheitsberaubung. Aber uns trifft das nicht. Wir haben zwei Fahrzeuge und leben in einem Doppelhaus mit zwei Hausnummern. Und Flüge mit der Quersumme 13 buchen wir sowieso nicht. Da sind wir ganz überzeugt abergläubisch.“

Etwas Unruhe brachte dann doch die Nachricht am frühen Nachmittag, dass jetzt jeder Weltenbürger ein Kontingent CO2-Abgasberechtigungsscheine zugeteilt bekäme, mit denen er dann handeln könne.
Diese CO2-Abgasberechtigungsscheine regeln sowohl das private, persönlich körperlich produzierte Atem-CO2-Abgas als auch die darüber hinaus erzeugten CO2-Umweltbelastungen durch Fahrzeugbenutzung. Mit diesen CO2-Abgasberechtigungsscheine wäre es möglich, sich beispielsweise Abgasberechtigungsscheine von Nicht-Fahrzeugbesitzern zu kaufen und dann auch an geraden Tagen ungerader Monate mit ungeraden Nummernschildnummern zu fahren.

Paula B., 18 Jahre, Auszubildende Bankfachfrau, fand diese Idee hervorragend:
„Man könnte ja auch von den älteren Mitbürgern deren Scheine abkaufen. Die belasten eh die Umwelt nicht mehr so stark mit ihrem Atem-CO2. Zudem brauchen die auch eh nie ihr ganzes CO2-Kontingent auf.“

Auch Gustav J., 88 Jahre, bedürftiger Rentner, fand diese Idee ebenfalls positiv: „Ich kann nicht mehr Auto fahren, weil ich blind bin. Da kann ich mir etwas Zubrot mit solchen Scheinen verdienen.“

Bernie E., 76, zweimal verheiratet, zwei Kinder, Geschäftsführer der Holding SLEC, reagierte erstmal verhalten: „Zumindest ist die FORMEL 1 davon nicht betroffen. Die haben da keine Nummernschilder. Und unsere Rennfahrer haben eh weltweit mehrere Wohnsitze.“

Von den Ölfeldbesitzern dieser Welt dagegen war nichts zu vernehmen.
Aber aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass sich diese nicht so sehr für den automobilen Bürger und seine Probleme interessieren, solange die restliche Industriezweige deren Produkte weiterhin fleißig verbrennen. Zudem würden eigene Gewinnsteigerungsverluste generell wie bisher durch Preiserhöhungen ausgeglichen.

Nur eine Stimme fand das ganze nicht so toll. Dieter B. aus H. reagierte aufgebracht:
„Ich find die Idee Scheiße. Außerdem interessiert das jeden maximal wei ein Hasenfurz. Die Säcke da oben solln mal die Luft anhalten und uns Sänger nicht die Luft zum Singen rauben!“

Übrigens:
Morgen kommt die Ergänzung dieser ultimativ eingeforderten Umwelt-Bestimmung. Dann wird definiert, was mit all den anderen Bürgern geschieht, die in Häusern mit ungeraden Hausnummern wohnen und deren Autos gerade Nummernschildnummern haben.
Für diese Fälle und für all die Ausnahmegestalten in den Regierungsbehörden hatte die USA nämlich irrtümlicherweise noch nichts festgelegt.

Aber das kommt dann auch noch …

Der Fake der Woche (1)

Wie ich ja bereits vorher mal schon angekündigt habe, präsentiere ich

Der Fake der Woche

Dieses Mal ist es Belinda.

Hallo Belinda.

 Hallo Careca.

 Ich begrüsse dich hier zu meinem Interview „Der Fake der Woche“.

Hm. 

 Du hast heute in deinem Blog geschrieben, dass du jetzt ein Jahr am Bloggen bist. Wie fühlt man sich so als „Fake“ nach einem Jahr?

Wie jetzt? Ich bin kein Fake! 

 Das war jetzt nicht meine Frage. Ich wollte wissen, wie fühlst du dich so …

 Ich bin kein Fake, Careca!

 Bitte bleib beim Thema. Dein erster Beitrag begann mit der Überschrift „Kurzinfo …“ und den folgenden demaskierenden Worten „… zu meinem dritten Versuch“. Meine Frage, ist der jetzt als Fake endlich geglückt?

 Careca, wenn du noch einmal so einen Scheiß auf diesem Niveau weiterfragst, gehe ich! Aber vorher kriegst noch was auf die Backen! Vorsicht also!

 Interessant. Natürlich will ich nicht, dass du jetzt das Interview abbrichst. Deshalb zu einem komplett anderem Thema: Wie fühlst du dich so nach einem Jahr bloggen?

 Gut …

 Schööön. Endlich mal eine klare Antwort. Nach einem Jahr bloggen als Fake, ist das nicht anstrengend?
Belinda?
Was machst du da?
Zieh die roten Boxhandschuhe aus, Belinda!
Belinda?
Nicht Belinda!!
Belin



[Hallo, entschuldigt die kurze Interviewunterbrechung. Hier schreibt mal kurz eure Belinda zu Ende. Careca meldet sich, sobald er wieder feste Nahrung zu sich nehmen kann. Bis dann.]