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Lazy sunday afternoon …
Deutschland ist wieder auf der Suche.
Und die Medien helfen kräftig mit. Schließlich möchten die nicht als unnütz bei der Suche am Rande rumstehen.
RTL Fernsehen sucht daher wieder einmal den Superstar. Wahrscheinlich wollten die nur Dieter Bohlen von der Straße holen. Und es funktioniert. Auf den Straßen finden sich abends keine Arbeitslose mehr. Alle weg von der Straße und vor dem Fernsehschirm …
Ebenfalls sucht auch ProSieben und zwar den Super-Tänzer. „Deutschlands bester Tänzer“ tönt im Off die Stimme die Boulevard-Parole. Na, das wird aber die Profi- und Amateur-Tänzer freuen, dass ProSieben so einfach „Mir-alles-Dir-nichts“ die Titelvergabe an sich reißt.
Und weil es so schön ist, sucht inzwischen auch VOXwas Super-haftes: den Super-Hund. Sozusagen eine „Lassy für Arme“. Die ausscheidenden Hunde müssen von ihren – die Ausscheidungen einsammelnden – Besitzer (verniedlichend „Herrchen“ und „Frauchen“ genannt) begleitet werden. Ausgelobt als erster Preis für den Superhund-Dackel und dessen Besitzer ist ein Freiflugticket nach Seoul in einem Feinschmecker-Lokal … schließlich heißt der Arbeitstitel der Sendung „Deutschland sucht den Suppenhund“.
Die Verlierer-Dackel kriegen übrigens auch was. Jeder Dackel erhält nach Ende der Staffel eine absolut heiße Hauptrolle in einer öffentlichen Dackelverbrennung. Und deren Besitzer Karten für die Stühle in der ersten Reihe.
Im ARD wird auch fleißig gesucht. Wenn es schon keine neuen Drehbücher nach irgendwelchen Rosamunde Pilcher Gedanken und anderen Schnulzendrehbuchschreibern sind, dann sucht sie wie gestern abend den Superstar für die Krone der Volksmusik. Diese Krone konnte natürlich nur einer erhalten: unser Super-Florian, der Super-Silbereisen. Wer sonst? Denn Marianne und Michael haben ihre Auszeichnung als Superstars schon beim ZDF abonniert …
Übrigens schaltet sich demnächst auch RTL2bei der Superstar-Suche mit ein. Die sperren dafür wieder mal Leute in einen bis auf das Klo total überwachten Bunker ein.
Zum siebten Mal.
Deutschland, ein Land der Superstar.
Man muss sie nur suchen.
Gnadenlos mit einem Kameras und einer Stimme im Off während der Sendung …
Wie die Marktwirtschaft so spielt …
Ein ehemaliger Schihfahrer wird gekündigt, weil er fremd gegangen ist. Er hat für ein Konkurenzunternehmen Werbung gemacht und wurde dann als Werbeträger des einen entlassen.
Und manch ein Fernsehzuschauer hat böse mit der Stirn gerunzelt und sich gefragt, wie sowas denn sein könne … und das alte Argument von „meinen Fernsehgebühren“ angebracht …
Ein Moderator, der sich seine Verträge selbst aussuchen kann, sagt als Nachfolger eines abgewirtschafteten Programmformats ab.
Und manch ein Fernsehzuschauer hat böse mit der Stirn gerunzelt und sich gefragt, wie sowas denn sein könne … und das alte Argument von „meinen Fernsehgebühren“ angebracht …
Würde ich Werbung für ein Konkurenzunternehmen machen, cih wäre meinen Job los.
Dürfte ich zwischen Verträgen auswählen, ich würde mir nur die beste Arbeitsbedingung herausfischen …
Warum regen sich dann einige über den Kündigungsfall Markus Wasmeier und die Absage von Günther Jauch beim ARD auf?
Mich haben beide Fälle beruhigt.
Denn ein „Stern-TV“-Abklatsch und jener Wasmeier sind IMHO wirklich fragwürdig …
Stromberg meets Hollywood … oder: Die kleine Kneipe in unserer Strasse
„Stromberg“ – mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle – ist ne Serie im Fernsehen, an der sich die Geister scheiden.
Dem einen berichtet sie zu realistisch über den Büroalltag, dem anderen ist sie nicht lustig genug und die dritten geniessen es einfach.
Im Internet gibt es aber noch ne weitere Folge für alle drei Parteien:
Stromberg meets Hollywood.
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Kinder, Kinder und der Streß von heute …
Das Leben als Jugendlicher ist in der heutigen Zeit nicht einfach.
Immer pünktlich um 8:00 über die Matte vom Klassenzimmer gelaufen sein, dann das permanente zwanghafte Cool-Sein beim Markenvergleich der eigenen Klamotten mit den anderen Neidern im Klassenzimmer, dann nachmittags die vielen Hausaufgaben, dann noch MTV und abends das permanente Bumsen, Rauchen und Cola-Saufen.
Da macht schon mancher Schüler schlapp, bevor er überhaupt die 40-Stunden-Woche kennengelernt hat.
Aufgemerkt.
Ich schrieb über „Schüler“.
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