Summertime

This is how we feel in the summertime
This is how we feel in the summer

Sie sah mich an und schüttelte den Kopf.
“ Du bist nicht nur unvernünftig, du scheinst ja auch noch verrückt zu sein.“
Ich lachte sie an.
Sie schüttelte nur den Kopf und sah mich ungläubig an.
“ Du wirst diese Nacht nicht schlafen können!“
Ich konnte jene Nacht nicht schlafen.
Wir konnten beide jene Nacht nicht schlafen.
Wir wollten nicht.
“ Du bist verrückt!“

Got my my glass of shandy
Now I feel fine
This is how I pray in the summer

“ Du wirst Dich ärgern, wenn du älter wirst. Deine Haut wird älter ausschauen, als du selber sein wirst!“
Ihre feinen Gesichtszüge umrahmt von einem gelockten Mahagoni-Schopf, der im Wind wiegend schwebte.

“ Du wirst Hautkrebs bekommen.“
Sie reichte mir eine Zigarette.
Mit nichts bekleidet ausser einer Zigarette, bedeckt mit dem Salz der wärmenden Luft und entspannt liegend auf einer Matraze aus weichem Sand.

If the more you pray
The more you stay
The less it’s gettin you down

“ Du solltest aus der Sonne rausgehen, du riskierst sonst einen Sonnenstich.“
Verbrannte Haut.
Haut mit Blasen.
Blasse Winterhaut unter der Sonne des normalen Sommers.
“ Du solltest dich abkühlen. Dort am Posto gibt es Duschen.“
Sie reichte mir den Metallbecher mit dem gekühltem Rotwein.
Mit einer natürlichen Leichtigkeit stiess sie an.
Ihre roten Lippen umschlossen den Rand des Metallbechers, ihre Augen drangen in den meinen und ihre Blicke unter meiner Haut.
Ihre Hand umschloss spielerisch den silbernen Metallbecher, als sie ihren Schluck nahm.
Der kühle Wein rannte mir durch die Kehle und zeitgleich ihre grünen Augen in mein offenes Herz.

Take a break from the strain
Get out your card
And drink a glass of wine
Admit it you feel great

“ Ich dachte, du wärest einer von uns.“
Sie ging formvollendet runter in die Hocke, raffte ihren Kanga mit der riesigen Landesflagge aus dem weissen Sand und verstaute das Tuch in ihrer flache Basttasche.
Einen Moment
verblieb sie in der Hocke.
Einen Moment zu lange.
Ihr entwaffnendes Lachen umhüllte mich wie ein Schutzschild.
Sie verlor ihr Gleichgewicht.
Sie fiel.
Sie fiel mir entgegen.
Unsere Arme umarmten sich.
Unsere Herzen kamen uns näher.
Haut auf Haut.
Zahn zu Zahn.
Gefühl zu Gefühl.
Warm und zart sich den Weg dazwischen hindurch suchend
.

What’s mine is yours
What’s yours is mine
This is how I play, yeah

“ Du musst dich eincremen. Du wirst nicht schlafen können.“
Die Nacht kam gelindert durch ihre Creme.
Zarte, kräftige Hände Zeugnis ihre Handlungsfähigkeit.
Ihre Creme, einzigartig heilend.
Perfekte Handarbeit.
Da wo die Hitze der Nacht uns umgab.
In der Hitze der Nacht.
Wo die warme Sommerbrise uns auf dem Balkon umfangen hielt.
Erhitzte Körper, gekühlt durch den leichten Windhauch, der unseren Schweiss mitnahm.
Das Rauschen des Meeres, unseren gemeinsamen Kanon untermalend hinaustragend in die ozeanischen Weiten des Meeres.
Auf und davon.
Das, was endlich zusammen gehörte, kam zusammen.
Clash zweier Kulturen in Harmonie

This is how we feel in the summertime
This is how we feel in the summer
Take it back to the summer of 89
This is how I play, yeah, oh

Später im Flieger.
Den Rücken halb vernarbt.
Andenken der Sonne des Landes und ihrer Fingernägel auf meiner Kehrseite.
Von nichts, kommt nichts.
Die Kladde auf meinen Knien, das Glas Rotwein in meiner Hand, auf den Kugelschreiber kauend.
Suchend nach Worten.
Suchend nach ihren Atem in meinem Ohr.
Ihrem Geschmack auf meiner Zunge.
Ihrem Geruch in meiner Erinnerung.
Ihrer Stimme als Echo in meinem Körper.
Ein Herz schlagend und rufend.
Eine Seele im Gleichklang schwingend und kompromisslos fordernd.
Ein Geist, beharrlich gleich dem eines Mantras, der mir stetig das Gleiche vortrug.
Das Geheimnis, welches sie mir in jener Nacht als Rezept des Lebens in mein offenes Ohr hauchte:
.
.
.
.
.
.

Lebe!!!

Autumn time leaves fallin‘ all around
Wintertime follows suit
Little bunnies freezin‘ in the snow
Winter’s such an ugly brute

She’s Madonna

 I love you baby
But face it she’s Madonna

There was no chance for dying
And no chance for living
Just one chance for loving
And then you came and crossed my road

Now I’m loving, living and dying
All the time, every day
All things together

Untill I’m gone

I’m sorry, love
Madonna’s calling me

 

Von Meisterfotografen, Filmaufnahmen und Aufprälle auf harter Oberfläche …

Es war eine feucht-fröhliche Nacht.
Veltins in Strömen und für die Mädels heiße Träume in kühler Cola.
„Toll, dass du an die Kamera gedacht hast!“
Die Kamera klickte, der Blitz blitzte, der manuelle Transportmechanismus transportierte.
„Wie viel Filme haste dabei?“
„Drei á 36 Bilder.“
„Sauber.“
Etwas später.
„Wie viel Bilder haste jetzt? Was zeigt der Zähler?“
„30.“
„Dann haste noch sechs. Wennste Glück hast, auch noch bis zu acht.“
Jetzt kam das schlüpfrige Spiel zwischen Mädels und Jungs dran. Die Hemmungen schwanden, es wurde mehr als nur eindeutig.
Die Kamera klickte und klickte.
35.
36.
37.
38.
39 …
„Wow! Der Film packt sogar noch 39 Bilder!“
40?
41??
42???

Die Auflösung dieses Phänomens war grausam. In der Kamera war kein Film und der Fotograf versank vor den entsetzten Augen aller in den Boden …
Aber ein anderer hatte mitfotografiert. Unbemerkt und ohne Blitz. Die versauten Fotos wollte nachher der erste Fotograf aber nie sehen.

So in etwa muss sich wohl die NASA neulich gefühlt haben. Da fliegt sie zum Mond, filmt und filmt und filmt …
Und dann verlegen die ihre Filmchen.
Zwar meldet sich die Bochumer Sternwarte und erklärt, sie habe Kopien der Filme. Aber wer will schon von einer winzigen Sternwarte aus einem kleinen mitteleuropäischen Land Filmaufnahmen, die außerdem noch mögliche Raubkopien sein könnten? Es könnte sich ja die RIAA einmischen und dann wäre es offiziell, was Verschwörungstheoretiker jetzt schon kolportieren: Die Filmaufnahmen wären Studioaufnahmen aus Hollywood …

Nun, nachdem zuerst der Pluto letztens zum Nicht-Planeten deklariert wurde, wandeln die Teleskope der Hobbyastronomen nun wieder Richtung Mond. Die einen suchen noch immer dort die amerikanische Flaggen und Mondfahrzeuge auf dessen Oberfläche.

Und die anderen?
Die wollen es kommen sehen. Mit ungefähr 2 Kilometer pro Sekunde.
Oder für die Autofahrer unter uns: mit 7200 km/h.
Und es wird die Autofahrer noch mehr erfreuen, wenn sie hören, dass die europäische Weltraumorganisation ESA einen SMART auf die Mondoberfläche donnern lassen wird.

Naja, fast.

Es ist eine Sonde und die heißt SMART-1. Sie soll am nächsten Sonntag um 7:41 MESZ Staub auf dem Mond aufwirbeln. Indem sie auf demselbigen aufschlägt.
Die Forscher wollen mit diesem kontrollierten Aufprall Erkenntnisse über die chemische Zusammensetzung der Mondoberfläche erzielen …

Wie bitte?
Was wollen die ermitteln?
Die chemische Zusammensetzung der Mondoberfläche?
Hatten denn die NASA-Astronauten nichts von dort oben mitgebracht? Kein Mondgestein? Kein Mondstaub? Kein gar nichts? Niente? Nada? Null? Nullinger? Nichts?
Unglaublich.

Heute griff ich gedankenverloren in die Jackentasche meiner Regenjacke und hatte plötzlich Sand in meinen Fingern. Ich erinnerte mich. Es ist Sand vom Strand im Stadtviertel Copacabana von Rio de Janeiro. Dort war ich im Dezember letzten Jahres. Sollte irgendwann mal der Strand der Copacabana verschwinden, dann werde ich für Rio de Janeiro das werden, was die Bochumer Sternwarte für die NASA wurde.

Und die NASA?
Die sucht immer noch nach ihren Filmchen. Sie sollen ja nach eigenen Aussagen auf einem Planeten dieses Sonnensystems sein.

Wie gut, dass inzwischen ein Planet aus unserem Sonnensystem gestrichen wurde. Da muss die NASA nicht mehr so viel suchen …

Brigadeiros für die Kollegen …

… hm …
Das Dumme bei den Brigadeiros (also dem Rezept von gestern nacht) war, dass sie heute nie bei meinen Kollegen angekommen sind.
Was soll ich machen?
Ich bin doch auch nur ein Mensch.
Und wer kann dazu schon Nööö sagen … .
Und außerdem musste ich an meinen Zahnarzt denken. Vielleicht muß er ja noch sein Häuschen abzahlen. Da wird er mir dankbar sein, wenn ich demnächst wieder mit Löchern in den Zähnen bei ihm vorbei schaue.
Also, hab ich sie alle seit gestern bis heut früh vernascht …

So ist das Leben … ;)

Arbeitserhaltende, kalorienreiche Maßnahme

Es gibt da so einen alten Ritus. Jeder der aus dem Urlaub zurück kommt, muss allen in der Abteilung was mitbringen. Somit lassen sich die gestapelten Aufgaben eventuell wieder ein wenig verteilen …

Also hab ich mich in die Küche gestellt und losgelegt.

Brigadeiros

Brigadeiros sind eine brasilianische Süßspeisenspezialität und einmal zugelangt haben die ein Suchtpotential von Salzlakritz. Zumindest aber sind die brigadeiros die Kalorienbombe schlechthin …

Hier das Rezept für ca. 30 Stück davon:

1 Dose gezuckerte Kondensmilch (z.B. „Milchmädchen“ von Nestle)
1 Ei
1 Eßlöffel Butter
4 Eßlöffel Instant-Kakao

zum Bestreuen: Schokoladenstreusel oder Hagelzucker

Alle Zutaten gut vermischen und bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren so lange kochen, bis die Masse beginnt, sich vom Topfboden zu lösen. In eine Porzellanschüssel umfüllen, erkalten lassen und Bällchen in der Größe von Marzipanbällchen formen. Diese dann in Schokoladenstreusel oder Hagelzucker wälzen.

Guten Appetit.

[nur für Männer] Sexy Platz für Fußballphrasen

Jaaaaa.
Es ist wieder soweit.
Unser wöchentlich Fussball gib uns heute.

Nach über einem Monat Zwangsentzug haben Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger mit uns armen Coach-Potatoes Erbarmen und die Bundesliga-Saison eröffnet.

Zwar sind die Bundesliga-Rechte inzwischen wieder mal gewechselt (von Pay-TV zu Pay-TV), aber das ist egal. Hauptsache der Ball kullert auch in der Nachbetrachtung wieder von rechts nach links oder umgekehrt über die HDTV-Flimmerkiste.

HDTV.
Das ist das, was bei dieser WM unser Fernsehbild mit Streifen oben und unten versehen hat. Das sogenannte hochauflösende Fernsehen. Damit wir den ganzen Scheiss noch deutlicher sehen.

Der Kopfstoß von Zidane hat beim Endspiel in HDTV ja noch mehr Spass gebracht, weil dieser so klar zu sehen war. Andererseits sah man dadurch aber auch überaus hoch aufgelöst wie Thorsten Frings den Argentinier … .
Immerhin, nur ein gestochen scharfes Bild bringt das Plastikleder so richtig beim Kullern zur Geltung.

Und wie der jetzt kullert.
Dreimal jedenfalls kullerte er in das Tor der Öchener Prente, die ihr Tor eigens mit nach Leverkusen brachten, um es dort gefüllt zu bekommen. Nach jahrzehnterlange erster Bundesliga-Abstinenz ein Einstand nach Maß. So schlecht wie Tasmania Berlin, so schlecht kann Aachen ja nie werden. So als fußballspielender Platzhalter für den 1. FC Köln, der sich wieder mal in der zweiten Liga für die erste Liga warmboxt. Ohne Lukas Podolski. Aber mit dem Elan einer Fahrstuhlmannschaft …

Egal.
Aber das schönste am Fußball ist ja nicht das Fußballspiel auf dem Platz sondern neben dem Platz.

So huschte mir heute eine neue Meldung über „Il Fenomeno“ über den Schirm. „Il Fenomeno“ ist jener, der „kleines dickes Müller“ die Torjägerkrone bei der WM abnahm. Er ist auch unter den Namen „Ronaldo“ bekannt und spielt bei Real Madrid.

Seit der WM in Deutschland hat er sich erst recht den Namen „Il Fenomeno“ verdient. Trotz massiver, gewichtiger Präsenz bei den Brasilien-Spielen schaffte er es, den Rasen extrem sanft zu schonen. Die Platzwarte waren stolz auf „Il Fenomeno“.
Dieses 90-Kilo-fleischgewordene Phänomen namens Ronaldo spielt noch bei Real Madrid mit. Aber es steht zu vermuten, dass er dort wohl eher sein Gnadenbrot zusammenspielt, als dass er dort schlemmt wie ein königlicher Madrilene … obwohl bei seiner Körperfülle … weiss man’s? …

Der abgehalfterte Club Real Madrid würde Ronaldo nur liebend gerne irgendwie loswerden. Als er nach der WM wohlbehalten, gut genährt und vollkommen erholt wieder in Madrid auftauchte …

Nur, Ronaldo hat noch einen Vertrag bis 2008.
Wie also das Pummelchen abstoßen?
Real Madrid will den Stürmer Ronaldo beim AC Mailand gegen den brasilianischen Mittelfeldspieler Kaká eintauschen. Oder auch austauschen. Kein Agentenaustausch aber wohl einen Spieleraustausch. Möglicherweise auch nicht auf der Glinicker Brücke sondern wohl eher an der Luftbrücke zwischen Mailand und Madrid …
Aber Mailand will nicht so wie Madrid halt will. Offenbar verlangt Mailand Gewichtsausgleichszahlungen. So paar Tonnen bocadillos con calamare, um Ronaldo anfangs durchfüttern zu können …

Lothar Matthäus hat unterdessen weiterhin auch kein Problem mit Kollege Trapattoni den ein oder anderen RED BULL in Salzburg zu trinken.
Oder auch im Supermarkt nen Joghurt cremig zu rühren.
Solange Salzburg mindestens immer unter den ersten zehn der österreichischen Bundeliga spielt. Matthäus hofft ja im Grunde noch immer darauf irgendwann man Trainer bei den Münchener Bayern werden zu können, darum treibt er sich auch in Salzburg herum. So schnell steckt ein Matthäus halt nicht den Sand in den Kopf. Beim letzten Spiel war das Chancenplus seiner Kicker in der letzten Minute noch knapp ausgeglichen. Ansonsten passt die fränkische Matthäus-Passion in Österreich auf, dass die Schuhe immer noch zum Gürtel passen.

Wie sagte schon Oliver Kahn damals über Lothar Matthäus: „Der soll ruhig sein, den mussten wir doch zwei Jahre lang durchschleppen!“

A propos Oliver Kahn:
Während die BILD-Zeitung mit Oliver Kahns Freundin gemeinsam einem jugendlichen Hauptmann von Köpenick seines Zeichens griechischer Reederer aufsitzt, zeigt Oliver Kahn, dass Sex vor einem Bundesliga-Spiel ihn nichts anhaben kann. Auch wenn er nicht dabei ist, wenn ihn seine Freundin hat und die BILD-Zeitung live im HDTV-Journalismus davon berichtet.

Und unser aller Lukas? Der Ex-Kölner?
Unser Prinz von und zu Poldi?
Der Lukas Podolski?
Unser Lukas sitzt im ersten Bundesliga-Spiel gedankenverloren auf der Münchener Ersatzbank, träumt von einer Insel mit zwei Bergen, Emma, Jim Knopf und Lummerland und hofft wohl insgeheim, dass der Holländer Roy Makaay klassisch an ner Käsevergiftung in seinem Wohnwagen sterben möge.

Ach ja.
Experten meinten, Podolski hat nur deswegen mit nem Flunsch wie 10 Tage Regenwetter (- nebenbei, es sind schon 13 Tage Mistwetter! -) auf der Ersatzbank gesessen, weil er wegen Makaay nicht spielen durfte.

Das ist natürlich Quatsch.
Denn in Wahrheit bevölkert Lukas Podolski einen der 43 Haushalten, die das Internet-Fernsehen der Telekom über die schnellen Glasfasernetze VDSL gebucht hatten. In dieses Netz wurden nämlich die Bundesligaspiele ebenfalls live eingespeist.
Fußball-Internet-TV.
So sieht die neue Zukunft aus.
Die Bundesliga als Anwendungsprogramm in einem Windowsfenster geregelt durch das digital-rights-management vom Windows-Media-Player.
Und wenn Windows mal wieder abstürzt, reisst es die Telekom-Aktie wieder in den Keller … :>

Tja. Und nu saß also der liebe Lukas Podolski auf der Bank der Münchener „Allianz Arena“ und durfte nach einem Verbot von Magath auf der Bank das Eröffnungsspiel zwischen Bayern und Dortmund nicht über Internet am Notebook-Monitor verfolgen.

Vielleicht hat er auch nur nicht den letzten Patch von World of Warcraft eingespielt bekommen.

Oder er schaute auch nur deswegen so traurig, weil er im Pre-Casting von POPSTARS rausgeflogen ist … weiss man’s? …

Übrigens, am Dienstag geht es wieder weiter.
Deutschland spielt nochmals gegen Schweden und unser aller Horsti, der Bundespräsi Köhler, will zuschauen. Nachdem ihm seine Untergebene Angela, die Merkel, während der WM die meisten Tickets abgeluchst hat, weil sie gekonnt dem Mayer-Vorfelder vorgaukelt hatte, sie sei die unbekannte Tochter vom legendären Max Merkel …

Im Spiel „1“ nach Klinsmann erwartet die Fernsehzuschauerschaft natürlich nichts besonderes.Denn es ist ja nur ein Freundschaftsspiel. Nur eine nützliche Brücke zum nächsten Fußballwochenende. Eigentlich ist es auch nur ein Vorbereitungsspiel auf den Papst-Besuch in Bayern. Daher sollte die Nationalmannschaft mit der schwedischen Mannschaft passend zum bayrischen Feiertag „Maria Himmelfahrt“ durchexerzieren. Prinz auf-und-davon-nach-München Poldi darf auch beim Jogi Löw Himmelfahrtskommando mitrennen …

Ansonsten:
Nächstes Wochenende spielen dann wieder die Profis.

So, ich hör jetzt mal auf.
Der DFB will Luftpumpen einsparen und hat mir die ehrenamtliche Aufgabe als Luftpumper übertragen, all die Fußbälle des letzten Spieltags wieder aufzublasen. Ausserdem müssen die 23 gefallenen Tore vom Wochenende wieder aufgerichtet werden. Gibt viel zu tun …

Tschö, wa!

:wave:

http://www.clocklink.com/clocks/9001E-Red.swf?TimeZone=GMT0200&Target=2006,12,16,17,15,00&Title=BuLi-Winterpause&Message=

Aufgespießt …

Im Netz unter Yahoo-Nachrichten gelesen:

Riesengroße Alkohol-Wolke im All entdeckt
Paris (AFP) – Britische Astronomen haben eine 463 Milliarden Kilometer lange Alkohol-Wolke im All entdeckt. Die Riesen-Wolke befinde sich in einem Teil der Milchstraße mit dem Namen W3(OH), in dem Sterne durch die Zusammenballung von Gas und Staub entstünden, teilte das Jodrell Bank Observatory der Universität von Manchester mit. …

Wird auf der internationalen Raumstation wieder gesoffen?
Russen wieder im Weltraum? …
Oder hat der Brasilianer Cachaça mit in den Weltraum genommen?
Mixt er vielleicht Caipirinha?

Fragen über Fragen

fragt sich sinnloserweis zu später Stunde

Careca :wave:

Fundstücke (Flashback)

Hotel União – Rio de Janeiro

Auf der Suche nach dem ultimativen Budget-Hotel muss man auch bereit sein ungewöhnliche Wege zu gehen.

Warum immer gleich im Zentrum?
Es ist bekannt, dass man dort mit erhöhtem Touristenaufkommen rechnen muss.
Wo viele Touristen, da wenig Einheimische.
Diese Rechnung geht immer auf und enttäuscht manche Manager immer wieder bei deren Suche nach dem ultimativen Survival-Erlebnis-Anti-Stress-Trip.

Also raus aus dem Altbekannten ausgetrampelten Pfaden Rios, raus in den Schutz der Policia Militar der unmittelbaren Nachbarschaft, hin zu dem Flair von Militär in mittelbarer Umgebung, ab zur „Avenida Brasil“.

Wenn nicht beim nächsten Urlaub, wann denn dann sonst?

Hotel União – das ultimative Off-Roader-Hotel für Aussteiger der Aufstiegsgesellschaft, die erstmal ein paar Meter abseits der Avenida Brasil dem Duft der Millionenstadt hinterher schnuppern wollen.

Hotel União - Rio de Janeiro

Das gnadenlose Programm für den gestressten Manager, der eine Woche mal was anderes will, als organisierten Luxus, aber trotzdem auf gute Verkehrsanbindung nicht verzichten wollen.

Auf der Avenida Brasil ist man sowohl recht schnell am Sambadromo als auch bei den vielen Drill-Master-Übungsplätze der Brülloffiziere der Militärs.

Das Hören des Lärms der Strasse garantiert dem Bewohner, dass erstens sein Gehörsinn noch funktioniert und zweitens er lebendig ist.

Hier weht im Hotel der Wind noch, wie er will.

Die Wärme des Tages und die Kühle mancher Nacht dringt ungefiltert in das eigene Reich der vier Hotelwände.

Denn die Klimaanlagen wurden vorsorglich demontiert, da es vereinzelt vorkam, dass russische Human-Resources-Manager diese einfach abmontierten, um sie in ihren sibirischen High-Tech-Datschas als Erinnerung an schlechte Zeiten einzubauen.

Dieses fünfgeschossige Hotel bietet für alle etwas und für andere unbedarfte noch weniger.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es genug.

Und wer entsprechende Real-Scheine mitbringt, kann sich bei den vielen engagierten Automobil-Einzelteilhändlern der Umgebung sogar das ein oder andere Vehikel selber zusammenkaufen.

Telefonanschluss gibt es freilich auch.

Aber im Sinne der Philosophie „NO STRESS“ wurde dieser ausgelagert und findet sich als Orelhão der Telemar direkt vor dem Hotel.

Karten gibt es bei Bedarf von jedem ambulante.

Und auch des nachts steht dem geneigten Besucher auch noch eine Unterhaltung zur Verfügung:

Im Baissement befindet der „Strip Club 13“ diskret aber eindeutig deutlich auf einem weissen Pappschild ausgeschildert.

Hier wird gestrippt, was der Büstenhalter hergibt.
Bis der letzte Fetzen Stoff in der Ecke liegt.
Bis die Mädels ausgepumpt sind.
Bis der Zuschauer in seiner Verzweifelung zu den Eiswürfeln greift.
Bis dass es dem Morgen graut.

Da sowas für manchen Besucher recht schnell geht – nicht jeder gehört zu der schnellen Sorte – wird das ganze auch als Slow Motion für entsprechenden Gegenwert angeboten.

Hierzu kann das Objekt der Begierde auch mitgenommen werden.

Leider steigen aber die Preise proportional mit der Höhe des Stockwerkes, in dem man wohnt, wenn man eines der Mädels in sein Zimmer darüber mitnehmen möchte.

Insider raten indes dazu die gute infrastrukturelle Anbindung des Hotels an der Avenida Brasil zu einem zusätzlichen Motelbesuch zu nutzen.

Also raus aus dem Altbekannten ausgetrampelten Pfaden Rios, rein ins Hotel União an der „Avenida Brasil“.

Wenn nicht beim nächsten Urlaub, wann denn dann sonst?

Aber vertut euch nicht, das Hotel ist möglicherweise belebter, als es wirkt.

Ich selber durfte nicht einchecken, da ich öffentlich bekennender Anhänger der Anti-Kakerlaken-Liga und Anti-Ratten-Liga bin, pingelig und versnobt auf klinisch saubere Umgebung achte, mich nicht auf jede ausgelutschte Matraze lege und generell alles tip-top in Ordnung haben muss und mich somit völlig für den Aufenthalt dequalifizierte …

… bin halt ein verwöhntes Balg und ansonsten ein Schisser, um mich in solch gut infrastrukturell ausgebauten Gegenden aufzuhalten …

Erinnerungen an meinen letzten Rio-Aufenthalt in 2005