Über Careca

Hang zur Satire, zur Ironie und zum Zynismus; Sinn für jeden Unsinn

Zum Weltfernmeldetag am 17. Mai … (3) … zum letzten

Hm.
In keinem Blog lese ich heute was zum Weltfernmeldetag.
Dieser Tag ist wohl total abgemeldet.
Nicht mal der Herr Solana in Aachen hatte beim Karlpreis ein Wort dafür übrig.

Nun ja.

In vierzehn Tagen wird jeder über den „Weltnichtrauchertag“ reden.
Und das mit den Mitteln, die „International Telecommunication Union“ mit diesem Weltfernmeldetag vorantreiben will.

Aber Ihr könnt ja noch an diesem Tag teilnehmen.
Eine knappe dreiviertel Stunde habt ihr ja noch.
Nutzt eure Telefone, eure Handys, eure PCs, eure PSPs, SMS- Fax- oder PS3-Geräte.

Und wer noch ein Telex-Gerät hat, soll es auch noch mal anschmeißen …

Oder macht es hier bei mir.
Meldet euch hier bei mir aus der Ferne.
Macht bei mir im Kommentarfeld euren persönlichen Fernmeldetag!

Ich danke euch jetzt schon dafür.

:wave:

:P

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Der Handy-Toaster

Früher musste man noch Formel-1-Fahrer werden, um sich ein verkrüppeltes Ohr zu holen.

Heute geht das Problemlos mit einem Handy. Man muss nur lange genug mit so einem Ding telefonieren. Von Handy-Providern und Gehirnchirugen empfohlen. Von Krebsforschern festgestellt.

Und wer sein Handy dauernd nur in der Hosentasche trägt, muss sich nicht über Impotenz danach wundern … :>

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Ein Bekenntnis aus dem Kreis der Süchtigen …

Unsere Katze ist Alkoholiker …
… und ich sag Euch, zusätzlich zu dem ganzen Whiskas und Co., das geht ins Geld …
:(

'image' von Careca

Oder sind es noch Auswirkungen vom alternativen Vatertag unter Katzen?

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Korrektur per SMS: Francois Villon wird doch nicht französischer Premier …

Danke für die SMS, Heiner.
Was wär ich schon ohne mein Handy?
Wahrscheinlich ein gegenwärtiger Geschichtsbanause …
Der neue Premier schreibt sich mit „F“ und nicht mit „V“.
Und der Villon ist schon über 550 Jahre tot und der neue designierte französische Premier Fillon hat auch keinen Erdbeermund.
Schade. Da müssen wir unseren Klaus, den Kinski, doch erst einmal beerdigt lassen …
Da leg ich mir wolllüstig des Kinskis Platte auf und höre voller Erregung:

Du … du …
ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,
ich schrie mir schon die Lungen wund
nach deinem weißen Leib, du Weib.
Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,
da blüht ein süßer Zeitvertreib
mit deinem Leib die lange Nacht.
Da will ich sein im tiefen Tal
dein Nachtgebet und auch dein Sterngemahl.

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Francois Villon wird neuer Premier in Frankreich

Quatrain

Je suis Françoys, dont il me poise
Né de Paris emprès Pontoise,
Et de la corde d’une toise
Sçaura mon col que mon cul poise.

Die Übersetzung:
Franz bin ich, gram drum dem Geschicke, Geboren in Paris, nah bei der Oisebrücke, Und wissen wird, am ellenlangen Stricke, Wie schwer mein Hintern wiegt, bald mein Genicke.

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Alles Bio halt …

Sie!

Wissen Sie, die Leute sind momentan ja so gesundheitsbewußt geworden. Überall liest man heutzutage in den Regalen das Wort „Bio“, dass man meinen könnt, vorher war alles viel schlechter.

Für mich war „Bio“ immer, so sag ich mal, ein Fach in der Schule, da wo wir Frösche seziert haben, oder Kaulquappen mit unseren Gummifletschen verschossen haben. Ich mein, ich selber habe da mit ja dem Bio oder Öko kein Problem. Ich ess da auch mal ganz gerne eine Rinderlende mit Blauem Engel oder GS-Zeichen. Da weiss ich, das kann ich essen, da steckt reine Natur drin. Und mein Klo muss ich nachher auch nicht mit einer Sondermülldeponie direkt verbinden.

Wissen Sie, damals als die Amis und Russen bei uns ihre ganzen Bomben und Granaten abgeschmissen hatten, da hatte meine Mutter schon immer drauf geachtet, dass das Gemüse oder Fleisch aus Gegenden kam, wo keine Bomben gefallen war. „Man weiss ja nie, was die alles an giftigem in die Bomben noch gepackt haben.“

Heute weiss man, dass die Brandbeschleuniger in den Bomben keine richtigen heissen Brände erzeugt haben und bei den Bränden in den Bombennächten von Dresden, Hamburg oder Berlin auch unheimlich viel schädliches Dioxin oder so Furane freigesetzt haben. Die Dunkelziffer der Menschen, die daran bei den Brünsten direkt starben, ist bis heute ja noch unbekannt, woll.
Wir hatten damals unser Gemüse immer von einem Gärtner bei Münster erhalten. Bei dem ist dann in ner Dezembernacht 43 in seinem Hühnerstall eine Bombe eingeschlagen. Wir haben dann von dem kein Gemüse mehr gekauft. Der Mann kam noch zu meiner Mutter persönlich angeradelt und hat ihr unter Tränen seine Rüben angeboten. Aber Mutti ist hart geblieben. Eine richtige Mutti ist ja Gold wert. Die kannte zwar Dioxie oder Furane nicht persönlich, also aus ihrem Leben her, mein ich, aber gekauft hat sie dann trotzdem bei dem nicht.

Oder damals 85 bei der grauslichen Sache mit Tschernobyl. Ich hab meiner Gernlinde gleich gesagt, die Pilze und Haselnüsse, die uns die Nachbarin geschenkt hat, kannste gleich alle ins Klo werfen. Hat sie dann sofort auch gemacht. Runtergespült. Wir haben uns dabei gedacht, vielleicht erwischt’s ja die richtigen und das unbiologische Zeug verstrahlt ein paar Ratten da unten. Schaden kann’s ja nicht.

Na, wir leben ganz Bio und das schon lange bevor es diese Vogelfutterfresser in ihren Allpacka-Pullovern gab. Grüne sind für mich und meiner Gernlinde eh nur jene, die jedes Viech im Wald direkt beim Namen kennen oder schiessen können. Alle anderen sind ja nur so Pseudo-Grüne.

Na, wir haben ja schon immer gesund gelebt. Gernlinde und ich, wir haben jede Köhnlechner-Diät mitgemacht, bis er 2002 ungesund gestorben ist.

Aber da gibt es ja jetzt Ersatz. Kennen Sie den Bankhofer? Der Bankhofer, das ist ein uriger Typ mit seinen Gesundheitstipps aus dem ARD-ZDF-Frühstücksfernsehen. Dessen Tipps sind echtes Bio. Seine letzte Brenneselsuppen-Entschlackungskur. Grandios, sag ich Ihnen. Einfach grandios. Ich hab vorher 85 Kilo gewogen und nachher immer noch 85. Kein Gramm verloren und trotzdem entschlackt. Und das bei 165er Grösse. Das hat schon was. Dass der noch nicht für den Nobelpreis vorgeschlagen wurde.

Wie komme ich jetzt auf das ganze Bio-Zeugs?
Ach ja, richtig.

Beim morgentlichen Walken in unserer Seniorenaktivgruppe an einem Kiosk hab ich die Schlagzeile gelesen, dass die Katja Ebstein durch Eigen-Urin sich jung gehalten hat. Also, verstehn Sie, die hat sich morgens mit ihrem ersten kleinen Geschäft sozusagen die Geschäftsgrundlage für die Titelschlagzeile der BILD erwirtschaftet!

Gut, da gab es ja die gute WDR-Frau, jene „Schalke-05“ Carmen Thomas, die kreuz und quer mit ihrem Ü-Wagen durchs Land pilgerte. Die hat da so ein Buch geschrieben „Urin – ein ganz besonderer Saft“. Die hat morgens auch statt einer guten Tasse Kaffee immer ein Glas lauwarme Pi …
Na, ich kann es nicht aussprechen.
Das ist doch abartig.
Ich hab ja gehört, dass Männer Frauen aus zwielichtigen Gesellschaftskreisen – dem Rotlichtgewerbe – extra dafür bezahlen, dass diese sie anpinkeln.
Ja, es soll da ja auch Männer geben, die wie ein Hund ihre Frau beim Duschen markieren und das toll finden.
Aber dass jetzt auch Frauen sich selber …

Ich muss schon sagen, Wunder gibt es immer wieder.
Aber warum muss diese Frau jetzt mit 61 Jahren damit prahlen, dass Sie zum Frühstück etwas anderes bevorzugt statt einen guten Kaffee. Das gehört sich doch nicht!
Warum sperrt man die nicht endlich weg?
Das hat doch nichts mehr mit Öko oder gar Bio zu tun.
Man sollte doch in Würde altern. Statt sich auf Titelschlagzeilen der BILD-Zeitung herum zu treiben.

Stellen Sie sich mal vor, Gernlinde und ich würden jetzt, wo wir 77 Jahre alt sind, damit prahlen, wir würden in unseren kleinen Morgen-Geschäften baden oder dieses auch noch trinken. Man würde uns zuerst ins geschlossene Altersheim abschieben. Und dann wohlmöglich noch die Rente kürzen, weil wir eh genug zu trinken hätten.
Man würde uns für bekloppt halten.
Und da soll nun diese Katja Ebstein …?
Tanzt die nicht auch noch da bei der Tanzsendung auf 3Sat mit? Jetzt hoffe ich nur für die anderen Kandidaten, die Ebstein hat sich gewaschen.
Schön für uns Zuschauer ist ja, dass es kein Geruchsfernseher gibt.

Wobei, wenn die Ebstein auf der Mattscheibe auftaucht, kann ja jeder mal an einen Heuballen riechen. Dann weiß jeder, wie die da riecht. Woll.

In diesem Sinne gehe ich jetzt mal aufs Klo.
Den Ratten was zu trinken und essen geben.
Alles Bio halt.

Schönen Tag noch.

Zum Weltfernmeldetag am 17. Mai … (2)

„Apropos, ham Sie eine Handy-Bedienungsanleitung von Nokia gelesen? – Samsung? – LG? – Nicht? An Panasonic-Ericson? Oder einen BenQ? Sie, das sind Bücher, da kann ich nur sagen: schaun S‘ amal nei …“

… frei nach Gerhard Polt …

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Zum Weltfernmeldetag am 17. Mai … (1)

Ich habe gerade gelesen, dass 78 Prozent der Sachsen ein Handy besitzen (bundesweite Quote: 80%). 83 % der Sachsen mit Handy sind – man glaube es oder auch nicht – männlich. 72 % der Sachsen sind Sächsinnen.

Dabei dachte ich immer, die Frauen an sich seien mit nem Handy in der Hand geboren worden. Aber es sind wohl doch die Männer. Ja, dieses Scheiß-Schubladen-Denken war noch nie der Welten-Weisheitsschluss. Denn ein jeder lernt ja schon in der Schule, ein Mann hat das Telefon erfunden. Frauen profitieren nur davon …

Und somit zeigt sich mal wieder, die Leute im Tal der Ahnungslosen sind längst nicht so ahnungslos, wie einer meiner im Elfenbeiturm der Schubladendenker so vor sich hingrübeln …

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