Irgendwann war meine Analyse gestern beendet und es stand für mich zweifelsfrei fest: Der DSL-Provider akzeptierte mein Login nicht mehr.
Also erstmal die letzte Rechnung herausgekramt und im Briefkopf nachgelesen.
„… 0180… 49 Ct./Min. …“
Schön.
Ich bin begeistert. Mein Provider verlangt für seine Dienstleistung der Beratung auch noch Geld. Reicht ihm wohl nicht, dass ich eh schon Grundgebühren zahle?
Trotzdem angerufen.
„Hallo. Hier ist Ihre Blubber-Hotline. Um sich für die Beratung zu registrieren, geben Sie bitte Ihre Kundenummer oder Ihre Telefonnummer ein.“ Piep.
Kundennummer? Gut. Dann mal auf die Schnelle mal die Telefonnummer.
„Danke. Um Sie noch besser bedienen zu können, geben Sie bitte ihr Geburtsdatum ein.“
Wie? Mein was?
Egal.
Und nun mein neues Problem: Dicke Finger bei kleinem Tastenbedienfeld.
„Ihr Geburtsdatum ist falsch. Ihre Registrierung wurde abgebrochen. Bitte …“
Der Satz war noch nicht mal zu Ende, da hatte ich schon aufgelegt.
Gut. Auf ein neues.
„Hallo. Hier ist Ihre Blubber-Hotline. …“
Diesmal nehme ich die Kundennummer, die ich irgendwo im Kleingedruckten des Briefkopfes ausgemacht hatte.
„Danke. Um Sie noch besser bedienen zu können, geben Sie bitte ihr Geburtsdatum ein.“
Mein Geburtsdatum. Null Probleme. Nehm ich halt meinen kleinen Finger für den groben Klotz in meiner Hand.
„Ihr Geburtsdatum ist falsch. Ihre …“
Ich gerate ins grübeln. Ich kenn mein Geburtsdatum nicht? Ich wühl in meinen Unterlagen und finde die Anmeldebestätigung.
Aha. Wahrscheinlich wollen die das Datum in dem Format wie dort angegeben.
„Hallo. Hier ist Ihre Blubber-Hotline. …“
Routinemässig wickel ich jetzt die Eingaben ab. Im Telefon gurrt man meinen Namen.
„Für Schulungszwecke kann das Gespräch aufgezeichnet werden. Wenn Sie dem zustimmen, sagen sie ‚Ja‘.“
Ich sage zielstrebig NEIN.
Ein Menü wird mir vorgelesen, was ich zur Auswahl habe. Nirgendwo eine Möglichkeit für Störungsmeldungen.
Dann der Schock.
Da steht doch im Brief extra das Wort Störungsannahme. Telefonnummer „0800“ …
Aufgelegt.
Zufriedenheit ist jetzt maximal nur noch zufriedenstellend.
Die 0800-Nummer gewählt.
„Hallo. Hier ist Ihre Blubber-Hotline. …“
Okay. Das altbekannte Prozedere. Tippen, bis der kleine Finger krumm ist.
Geschafft. Im Telefon gurrt man meinen Namen und liest mir ein Menü vor.
„Wählen Sie ‚1‘ für Probleme mit Ihrer Telefonleitung. Wählen Sie ‚2‘ für Probleme mit dem Internet. Oder wählen Sie ‚3‘ für Probleme mit Telefon und Internet.“
Ich wähle „2“.
„Für Schulungszwecke kann das Gespräch aufgezeichnet werden. Wenn Sie dem zustimmen, sagen sie ‚Ja‘.“
Ich warte und sage genervt NEIN.
Um es mal kurz zu machen.
Nach 5 Minuten hatte ich mich aus der Leitung geschmissen. Ein leichtsinniges Spielen mit der Anruftaste und Tschüssikowski.
Erneute Einwahl in die Warteschleife für Internetprobleme.
Mein NEIN zu den Schulungszwecken war wohl ein wenig zu gereizt. Die alte Nachbarin von oben klopft an die Heizung.
Die jazzige Klimpermusik nervt ein klitzekeleinwenig zu viel.
Eine Stimme verkündet, man solle bei Problemen doch auch die Kundenbetreuung im Internet unter „weeweewee.leckmich.de“ aufsuchen.
Ja wie denn? Ohne Internet?
Diese Scherzkekse.
Erinnert mich an eine DV-Betreuung bei einer Firma, als ich anrief und denen sagte: „Mein Email geht nicht.“ Als Antwort erhielt ich gesagt: „Wir schicken Ihnen ne Email, sobald Ihr Email wieder geht.“
Die jazzige Klimpermusik nervt.
Um es kurz zu machen: Nach 20 Minuten bin ich drin.