She’s Madonna

 I love you baby
But face it she’s Madonna

There was no chance for dying
And no chance for living
Just one chance for loving
And then you came and crossed my road

Now I’m loving, living and dying
All the time, every day
All things together

Untill I’m gone

I’m sorry, love
Madonna’s calling me

 

The 90’s

Die Story wieder aufnehmend an dem Punkt, wo ich das Büro verließ …

Karnevalsumzüge. Ausgefallen.
1990 wegen Sturm. Einfach so.
Düsseldorf holte seinen am 19. Mai nach.
Warmer Sonnentag.
Karneval, wie er sein sollte.
Warum ist Karneval immer im Winter?
Zweiter Golfkrieg.
Lachen verboten.
Darum fällt der Karneval deutschlandweit bis auf in Köln aus.
Geisterzug in Köln wird gegründet.

… Life is a shit. …

Später BAP hinterhergereist.
„Take that“ war in Frankfurt die nächste Gruppe nach BAP.
Robbie Williams war schon in der Stadt.
Bap war mir wichtiger. Wer ist schon „Take That“?
Zufällig noch später dann den Effendi getroffen und gedacht er wär ein Hardcore-Fan. In Erfurcht erstarrt und Autogramm bekommen.

Beim Trampen Günther Gabriel vor Köln getroffen. Auf seinem fahrenden Ami-Schlittenschiff klebte Werbung für seine neue LP: „Kiss me I am a German“.
Katastrophe beim Trampen erlebt. Entkommen und am nächsten Tag das Gegenteil erlebt.

Das Leben ist verückt, Kindchen.

Auf und ab.
Hoch und tief.
Ayrton Senna stirbt wegen Lenksäulenbruch in seinen Boliden. Ich schalte dabei zufällig den Fernseher ein. Sehe den Reifen seinen Schädel einschlagen. Sehe den Krankenwagen und ein Fan sieht  sein Idol elendig sterben.
Computern gelernt und die Anfänge des WorldWideWeb kennengelernt. WWW heisst noch „Wir warten weltweit“.
Intensiv in UNITOPIA gespielt.
Nebenbei Radio gehört.
Die Nachrichten darin meldeten nachts den Autounfall Dianas in Paris.

Ich mach ihm Probleme in dieser Stadt.

Auf und ab.
Motivationsprobleme.
Hesses „Steppenwolf“ dreimal und nen Wolf vor der untergehenden Sonne auf der linken Schulter.
Unvergessliche Nacht.
Eine Nacht.
Be my lover.
La Bouche die ganze Nacht.
Und danach? Fantastische Vier „Sie ist weg“
Fange wieder an zu sparen. Organisiere mir ein Praktikum im Land meiner Leidenschaft. Erhalte mühsam Beurlaubung für drei Monate von meiner Arbeit.
Komme motiviert wieder.

Ich bin immer in Schwierigkeiten, aber ich habe aufgehört mich zu entschuldigen. Jeder ist besorgt: “ Was zum Teufel ist los mit Robbie? Er geht nicht mehr ans Telefon, er spricht nicht mehr mit mir.“

Auf und ab.
Verlasse den wilden Westen und kehre in den Süden zurück.
Auf Dienstreisen fern ab meines Wohnmittelpunktes.
Erfahre zufällig über dem Abteilungshandy vom Tod meines Vaters.
Ärgere mich familiär.
Familienbande, die einen erwürgt.
Krach, weil ich nicht so halt will, wie es sich wer dachte.

 … and now I am running away that I mean and I’m pi s s ed and I’m fu c k ed …

Neue Szene entdeckt, schwarz wie meine Seele.
Das gesellschaftliche Tabu.
Hedonismus als eigene Lebensform mit viel Spass.
Sehe die Schatten über die Erde huschen.
Die Sonne sich verfinstern, höre die Natur verstummen.
Am 11. August 1999.
Totale Sonnenfinsternis in Deutschland.
Viele kamen, aber nur wenige sahen sie wirklich.
Freitag, der 13. August 1999, die Welt ist noch immer nicht untergegangen.

 Living is crazy, Baby …

Fühle mich hohl.
Leer.
Allein unter Million.
Allein ist Spass nicht alles.
Auch nicht bei Leidenschaft Nummer 1.
Selbst nicht in den 90ern

… I can’t perform no more, I can’t perform no more …

Ich lebe …

… weiter …

… unausrottbar …

… and I put my head down. And want to wait …  

 

The 80’s

Die Dinge waren besser, als sie begannen.
So war es, als die 80er mir mein Herz brachen.

Festgehalten wie eine Taube vor dem Abflug.
Fest im Griff der Erziehung.
“ Werde ein Mensch“, sagten die Lehrer.
“ Wenn du einmal gross bist,…“, sagten meine Eltern.
Ich liess mich indoktrinieren, bequatschen, überzeugen, hin- und herschieben, angleichen und beugen.
Ich war ein guter Untertan.
Gute Miene zu manch bösem Spiel.
Der fliegbegierige Vogel, der die Theorie des Fliegens beigebracht bekommen hat, darf seine Kenntnisse in der Praxis ausprobieren.
Zögernd die Flügel gehoben zum Fliegen in die mehr oder weniger ungewisse Zukunft.

All die Jahre habe ich meine Rolle gespielt.
So war es, als die 80er mir mein Herz brachen.

Sah den fliegenden Raketenmann um drei Uhr früh. Fernsehen. Eröffnung der ersten Olympischen Spiele in den USA. Verwundert die Augen gerieben.
Live Aid.
Madonna als Hupfdohle am Bühnenrand. Das Material-Girl wurd gerade geboren.
Der Weg aus dem „zu Hause“. Die ersten Tage auf eigenen Füssen.
Unabhängig.
Träumte meine Träume.
Wie Ikarus der Sonne entgegen in der Hoffnung schlauer zu sein.
Je ne regrette rien.
Die ersten Open Airs.
Die Nachrüstungsdebatten und Kriminalisierung der eigenen Meinung.
Die ersten durchzechten Nächte mit fast weniger als nichts in der Tasche. Aber voll ausgelebt.

 Me so horny me so young and I still got my washing done.

Madonna im Kino verzweifelt gesucht und an die Wand gespielt von einer Nebenrolle.
Die ersten Begegnungen.
Die erste grosse Liebe.
Das konsequente Sparen, um SIE zu besuchen.
In der neuen Welt angekommen und wie Alice im Wunderland eine neue Leidenschaft entdeckt.
Das Herz gebrochen bekommen.

Die Dinge waren besser, als sie begannen.
So war es, als die 80er mir mein Herz brachen.

Ausgeblutet weitere Beziehungen gesucht.
Körbe dutzendweise. Zum Korbflechter umgesattelt und auch Körbe versucht zu verteilen, aber auf meine Körbe sitzen geblieben. War noch nicht mal Hahn in meiner Korbsammlung.
“ Deep throat“ nicht verstanden.
Neuneinhalb Wochen Edelstahlerotik der Börsenbroker.
Aber You can leave your hat on.
Beatrice Dalle in „Betty Blue“. 37 Grad am Morgen. Gefiebert den Film verfolgt.
Famme fatal.
Casablanca bis zum Abwinken.

Take my breath away.

Im sommerlich-warmen Regen zur Arbeit gegangen. Später in den Nachrichten erfahren, dass im Regen der radioaktive Fall-out Tchernobyls war.
Geschockt durch das Menetekel einer explodierenden Raumfähre. Erst wieder später erfahren, dass die Astronauten in ihrer Kapsel durch deren Aufprall auf den Weiten des Ozeans starben.
Im Suff die Hand mit einem Bierglas aufgeschlagen. Wollte die Zentrifugalkräfte meinen Umstehenden beweisen. Erntete tierisches Gelächter und ein Heftpflaster von der Oly-Thekenbedienung. Werde später von den Putzleuten vom Klo aufgeweckt.
Dann die Zukunft festgelegt und den Süden Deutschlands mit dem wilden Westen des Dreiländerecks getauscht.

 And I dreamt my dreams to see a prance.

Die ersten Schritte auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Sicherheitsrisiko in Printenhausen. Geschrieben, was die feder hergab. Als Gruppe „Sicherheitsrisiko“ mehrfach 99 Zuschauern öffentlich zu Tode amüsiert. Die Zuschauer antwortete mit Begeisterung.
Drei Programme, drei Treffer.
Überregionale Auftritte.
Dann den Mauerfall im Autoradio miterlebt.
Auf dem Weg zu einer Aufführung Stücke umgeschrieben, neugeschrieben. Kampf gegen die fortschreitende Geschichte und gegen die Politik die jede Satire zur Realsatire ummünzte.
Flucht im Streit. Gebrochener Fuss.
Abspaltung.
Spaltung.
Auflösung.
Ende gut?
Gar nicht gut.

I cried, she cried, we cried, you’ve died.

Dann überraschend zu einer Clique von Gleichgesinnten meiner ersteren Leidenschaft gefunden.
Sprache gelernt, Freunde gefunden.
Seh einen davon immer wieder. Und werde ihn wohl wieder sehen.
Fand auch sie durch ein Internet-Netzwerk wieder.
Andere verlor ich.
Auf nimmer wiedersehen.
Wie gewonnen, so zerronnen.


Wo kommen die Mädchen her?
Wo kommen die Mädchen her?
Das sind die 80er.
Wo schaust du hin, du Mongo?
So jung.
So lang.
So jung, so lang
Zu kurz, so lang.
Wo schaust du hin, du Mongo?
Zu kurz, so lang.
Zu kurz, so lang.
So lang.

Gelöscht …

Manche Dinge entwickeln sich in Richtungen, die mir als Kreislaufbeschleuniger dienen. Jeder Mensch ist halt ein Unikat, egal ob er über oder unter mir wohnt.
Danke für eure Kommentare.
Aber ich musste die letzten beiden Einträge löschen, denn das Ganze erregt mich in der Erinnerung. Allein das Wissen daran beim Nachlesen …
Balast ist dafür da abgeworfen zu werden. Ballonfahrer kommen nie zum Fahren, wenn sie nicht loslassen und Balast abwerfen.
Also, weg damit.
Ins Nirvana der gelöschten Bits und Bytes dieser Welt.
Kryptisch gesprochen, aber weg ist weg. Ist weg.
Und den Rest kriege ich auch noch unter Kontrolle.

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Verwundert …

Der Fernseher schnurrt und ich schau mir die Sendung mit Pilawa an.
Pisa.
Bislang hatte ich immer richtig geraten. Damit das nicht so bleibt, haue ich mir nach jeder richtigen Antwort einen Piccolo Sekt hinter die Binde. Bin schon auf dem guten Wege besoffen zu werden, trotz einer falschen Antwort.
Mir ist unheimlich.
Aber nicht wegen mir.
Denn da redet dauernd Frank Elstner. Aber da sitzt nur wer, der so aussieht wie der Frank Elstner und sich als sein Sohn ausgibt …
… unheimlich …

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Was wären wir schon ohne unsere Letztendbegründung …

Was mir denn einfallen würde, dass ich mich vordrängle?
Die fordernde und bedrohliche Stimme herrschte mich schneidend an.
Hoppla.
Was war passiert?
Ich stand am Käsestand und die Frau vor mir schaute auf die Auslage und hatte nicht auf die Frage der Thekenbedienung reagiert. Also fragte die Thekenbedienung mich, was ich denn wünsche. Bevor ich noch „Roquefort“ sagen konnte, stieß mich die junge Frau wieder verbal in die zweite Reihe der Grübler und Nachdenker zurück.
Ja, was würde mir denn einfallen? Es musste doch eine einsehbaren Begründung meiner Handlung geben.
Die junge Frau, Marke „Modell“ für H & M, bestellte unterdessen zwei Scheiben Gauda und verfiel wieder in tatenloser Entscheidungslosigkeit, während sich immer mehr Leute anstellten.
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Kommt ein Stöckchen geflogen …

In dem Blog von PoisonYvi fand ich ein Stöckchen an mich.

Sei’s drum.

Ich versuch mal zu antworten.


5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte
– den Lottojackpot, damit ich mindestens 10 %
hierhin (zum Projekt KINDERHORIZONTE) abführen kann.
– den nächsten Lotttojackpot auch noch, um das gleiche
nochmals zu tun

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Morgens ist die Welt noch in Ordnung …

… ich bemerke, dass ich in der Aufwachphase bin. Den Wecker habe ich schon offenbar paarmal zum Verstummen gebracht. Da ich den Wecker beim Aufwachen aber nicht ausgeschlagen hatte, bin ich wohl nach dem letzten Mal wieder eingeschlafen. Also verschlafen. Na toll … der Tag fängt ja gut an.

Draussen ist es dunkel. Wie üblich. Ist ja auch noch nicht sechs Uhr.
Wann ist eigentlich die Sommerzeit vorbei? Dann wird um diese Uhrzeit wieder Dämmerung sein, denke ich mir.

Ich tappere Richtung Dusche. Das Wasser will nicht richtig warm werden. Also regel ich das kalte Wasser raus. Lieber Warmduscher als sich den Morgen mit kaltem Wasser vernichten. Aber es will nicht warm werden.
Ich verlasse die Dusche, trockne mich ab und richte mich zurecht. Ich kenn den Mann mir gegenüber zwar nicht, aber rasieren tue ich ihn trotzdem. Wat mut, dat mut.
Mich anziehend gehe innerlich die Planungen für diesen Tag durch. Ich seufze, es gibt halt viel zu tun.

Ich ziehe meine Schuhe zu mir ran und mein Blick fällt auf meinen Wecker …

3:04 Uhr!

Mist! Ich hatte den Wecker nur geträumt. Der würde erst in zwei Stunden losgehen.
Noch zwei Stunden bis zum Aufstehen.
Ich ziehe mich wieder aus und lasse mich ins Bett fallen.

Als ich aufwache, ist es 8 Uhr vorbei.
Endgültig verschlafen.
Und ich dachte offenbar um 5 Uhr, als der Wecker schellte: „Alles nur ein Traum.“ Daran erinnere ich mich jetzt wieder. Und auch dass ich ihn daher abstellte.

Tja, morgens ist die Welt noch in Ordnung …

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