Ein Wald-Ei ist nicht genug… oder: Gewonnen …

Auf der Suche nach vollkommener Glückseeligkeit und ewiger Jugend zog ich nach mehrfachem Schütteln und Rütteln und Hinhorchen einen Hauptgewinn.

Nein, ich gewann nicht eine kostenlose Jahresmitgliedschaft (und zusätzlich völlig umsonst sowieso) bei den Zeugen Yehowas („Er hat den Namen Jehowas erwähnt! Steinigt ihn!“), nein, ich habe aus einem Ei einen Zwerg gezogen.

Ihr wisst ja, in jedem siebten Ei findet Ihr eine Kinderüberraschung in den Eiern (und wer jetzt an Kinderpornografisches denkt, kriegt von mir ein auf dieselben).

Und nach zehn Jahren stelle ich diese Hauptüberraschung bei ebay ein und darauf braucht ich nie mehr arbeiten, weil sich die Sammler dot und dämlich auf den Zwerg bieten werden.

In Erwartung meiner goldenen Rente mit 71 Jahren hier schon mal ein Bild meiner vorhin ausgepellten Rentenversicherung …

Laut der Beschreibung im Beipackzettel
handelt es sich um Zwerg SUNNY.
Und?


Zwerg SUNNY hat immer blendende Laune
– und das ist manchmal schwer zu ertragen.
„Gottseidank, nur für Andere!“ freut sich Sunny.
Sieben Zwerge ist der Wald eben nicht genug.
Waldeier auf literarischer Unterlage.
Besser konnt ich es nicht fotografieren.

Was sagen wir da?

Hässlichen Glühstrumpf to me … :>

Ich kauf mir jetzt die neue CD von WESTLIFE.
Schlimmer kommt’s nimmer … :>

Ich bin klein, mein Herz ist rein, bin ein Zwergelein ….

Es ist eines der größten Misterien, die Mitteleuropa zu bieten hat:
der gemeine Gartenzwerg.

Diese Ton-Figur polarisiert die Menschen in Europa.
Sein serieller Ursprung soll ja irgendwo im thüringischen Gräfenroda liegen.  Nach WIKIPEDIA könnte dieser aber auch in Polen liegen. Aber da sind sich die Nanologen (Gartenzwergforscher) noch nicht so ganz einig.

Sicher ist aber, dass Gartenzwerge immer es schaffen, medienträchtig Schlagzeilen zu produzieren.

Am 30. Juli 1997 berichtete damals die Agentur “ dpa“, dass eine „Befreiungsfront für Gartenzwerge“ die Kleingartenbesitzer südwestlich von Brüssel in Angst und Schrecken versetzen würde. Mehrfach wurden aus Gärten Gartenzwerge gestohlen. Zwei der mini-Figuren seien nach kurzen Ermittlungen der Polizei wiedergefunden worden: „Erhängt“. An einem Baum.

Unter anderem Mitte April 2000 schlug die „Befreiungsfront“ wieder zu. Diesmal in Frankreich. Im Pariser Bois de Boulogne wurden bei einer Gartenzwerg-Ausstellung 20 Gartenzwerge „befreit“ und die Einstellung der Gartenzwerg-Ausstellung gefordert.

Im nordostfranzösischen Héming wurden später 202 Gartenzwerge aus Vorgärten als französisches WM-Team auf einem Spielfeld in Frankreich abgestellt. “ Das ist unsere französische Weltmeisterschaftsmannschaft 2002″ stand in dem Bekennerschreiben.
Ohne die inzwischen gerühmte französische Kopfarbeit beim Fußball schied die französiche Mannschaft aufs Zwergenformat in der Vorrunde zusammengestutzt letztendlich in Japan/Südkorea bekanntermaßen aus.

Und jetzt sind sie wieder zurück. Der Terror der „Befreiungsfront“ scheint sich über Österreich nach Deutschland verzogen zu haben.
Ende Juli wurde auf Kunstobjekten – es handelte sich hierbei um acht Stühle – jene bekannten, obzöne Gartenzwerge geklebt und Salzburg als
„Stadt der kulturellen Gartenzwerge“ bezeichnet.

In diesem Monat wurde der Polizei Bochum im nordrheinwestfälischen Witten der Fund von acht herrenlosen Gartenzwergen gemeldet.

Im niedersächsischen Stade meldete die Polizei danach das Verschwinden von 18 Gartenzwergen und geht von einer „Gartenzwergentführung“ aus. Schlimmer noch: Letztens wurde einer der entführten Zwerge verkohlt aufgefunden.

Sowas ist natürlich unangenehm und geht zu Herzen.
Es ist dann kein Wunder, wenn sich daher einige empört fragen, ob das denn sein müsse und ob es keine Sicherheit davor gäbe.

Nun gibt es sie:
Die Investoren von Reihenhäuser in den Berliner Prenzlauer Gärten haben da schon mal vorbeugend gehandelt. Die Kaufverträge für willige Käufer schreibt vor, wie der Garten vor dem Reihenhaus auszusehen habe, um ein einheitlich gutes Bild der Siedlung zu garantieren. Und explizit erklärt sich der Käufer auch damit einverstanden, dass Gartenzwerge verboten sind.
Damit dürfte es ausgeschlossen sein, dass ermittelnde Kriminologen in der vornehmen Siedlung auftauchen und in Vorgärten herumschnüffeln, ob es keine gentechnisch verwertbaren Beweise geben könne, sollte so ein Fall von Gartenzwerg-Entführung sich in Prenzlau ereignen …

Übrigens:
Das Gartenzwerge gerichtlich aus Gärten rausgeklagt werden können ist ja nichts neues an sich (s.a.
hier).

Jedoch geht gerade den terroristischen Akten der Zwergenentführung ein nicht unerhebliches Werbepotential aus.

Als die „Befreiungsfront für Gartenzwerge“ in Frankreich die Gartenzwerge vom Terror der Gartenbesitzer befreite, läutete dies einen ungeheuren Gartenzwergboom unter den Franzosen aus.
Noch ist davon noch nichts in Deutschland zu spüren, aber nach schätzungsweise vier bis acht weiteren Aktionen dürfte das Interesse ungeheuer werden.
Also die Medien verfolgen und notfalls die Aktien von Gartenzwergfabrikanten einkaufen …