Treffen der Generationen (1)

Nein, es ist nicht, dass sich Generationen gegeneinander auflehnen.

Sicherlich, Kinder lehnen sich gegen ihre Eltern auf, stellen deren Ideen und Ansichten in Frage, um sich selbst zu erfahren, um die Welt auszuloten, um sich Freiräume zu schaffen, um  sich selbst zu finden, um sich etwas selber zu erschaffen, um deren eigenen Weg zu erkundschaften.

Aber dass sich Generationen als Einheit gegeneinander auflehnen? Es ist eher so, dass Generationen als Einheit sich vorsätzlich zu weit aus Fenstern lehnen, um sich zum Abschuss zu präsentieren.

Feuer frei für Hobbysportvereinschützenangehörige. Oder zumindest denjenigen, die mal entfernt an so einem Verein vorbeigejoggt waren, weil sie ganz mainstreammäßig Amok laufen?

Damit das nicht passiert, präsentieren alle lediglich ein Spiegelbild seiner selbst. Aus gewissen Gründen. Aus berechtigten Gründen. Aus Gründen der eigenen Freiheit. Aus Gründen des eigenen Wollens nach dem Motto “Ich denke, also bin ich”. Ein Spiegelbild seiner selbst. Zum aus dem Fenster lehnen. Man wird doch wohl noch sein Spiegelbild zu weit aus dem Fenster lehnen lassen dürfen! Oder etwa nicht? Und falls nein, wohin sind wir denn gekommen, dass wir das nicht mehr dürfen in unserer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft der Selbstoptimierung?!?

Und sollte deren Spiegelbilder dann aus deren Fenstern geschossen werden, dann ist aber Ende Gelände und die zuvor extra eingefrorene Hölle aufgetaut.

Dann tanzt der Teufel Samba, die Mutter Jesu geht fürs Erstgeborene anschaffen, damit er auch mal was schönes hat, bevor er gekreuzigt wird, Josef schreinert neugotische Beichtstühle für die Kreuzigenden, Bernd Höcker zieht mit der Kneifzange Nägel aus Handwurzeln und geistige Stiefelhosen und Knickerbocker über ungemachte Gemächte, Freisler steigt derweil dankbar vom Kreuze herab und die Büchse der Pandora wird allen zur tieferen Einsicht geöffnet. Spiegelbilder wie aus einem Alptraum. Wie aus einem Gemälde von Hieronymus Bosch.

Spiegelbilder. Transparenz ist dabei alles, wenn jeder in die geöffnete Büchse der Pandora blickt. Denn, nur was bleibt, bleibt. Und das ist allein die Hoffnung.

Jeder kalkuliert ein, dass das Fell gewaschen wird, nur nass werden darf sie dabei nicht. Allein die unterstellte Absicht, dass man beim Fell waschen auch noch nass werden sollte, allein diese Absicht zählt. Und diese ist selbstverfreilich verwerflich.

Das zählt. Nur das allein.

Würden andere Absichten und andere gestellte Fallen mit hinzugezählt werden, man könnte sich nie zu 100% echauffieren. Es wären dann nur auf 10 % machbar. Oder zu 5,7%. Oder vielleicht auch nur zu Null komma Periode Neun. Also knapp 1% wie der Nicht-Mathematiker und Wissenschaftsfeind im Brustton der Überzeugung behaupten würde. Und niemand würde es bemerken.

Der Brustton der Überzeugung überzeugt an sich per se. Beweis durch mehrfacher Beteuerung. ADHS-Symptome überall und nirgendwo Ritalin auf Rezept in Sicht.

Wie war das noch vor der Pandemie in Sachen Generationen?

Ich finde politisches Engagement von Schülerinnen und Schülern toll. Von Kindern und Jugendlichen kann man aber nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis.

Nein, diese drei Sätze entsprangen nicht einem GEMA-unfinanziertem Privatfernsehen, einen der berühmt berüchtigten Freitag-Abend-Privat-TV-Bildungsauftrag-Hirnen. Es entstammt sonders allein dem Hirn eines der jüngsten und bedeutendsten Post-Baby-Boomer Deutschlands. Eines jener Schlüsselkinder, die damals immer ihre Haustürschlüssel bei sich hatten, weil Papa und Mama noch auf der Arbeit waren, während sie deren eigenen Geschäften nachgingen. Es sind jene Kinder, die eine Art von Glück allein in Kilometer pro Stunde ausmessen. Damit niemand in Pferdestärken deren Art Einsamkeit ausmisst.

Wichtig?

Absolut unwichtig.

Am Ende spielt es keine Rolle.

Darüber wollte ich nicht reden.

And in the end it doesn’t really matters …