Unnötige Diskussionen. Absolut. Unnötig. Total. #blacklivematters #NOtoRassism

Meine Damen und Herren, ich bitte die Diskussion um “Racial Profiling” bei der Polizei endlich mal endgültig einzustellen. “Racial Profiling” ist bekanntermaßen rassistisch und somit auch verboten. Weder die Polizeigesetze des Bundes noch die einschlägigen Vorschriften und Erlasse erlauben eine solche Ungleichbehandlung von Personen. Bei entsprechenden Vorkommnissen kann es sich nur um absolute Ausnahmefälle handeln. Und weil es verboten ist und absolute Ausnahmefälle vorkommen, ist es unverständlich, diese Untersuchungen einzuleiten.

Sehr geehrte Stuttgarter Öffentlichkeit, ich bitte die öffentliche Diskussionen um Feststellung nationaler Herkunft von feiernden und zudem auch noch männlichen Personen auf Stuttgartern Plätzen am Wochenende durch die Polizei endlich mal endgültig einzustellen. “Racial Profiling” ist – wie oben bereits erwähnt – rassistisch und somit verboten. Punkt. Sagt auch der Seehofer-Horst voll. Punkt. Weder die Polizeigesetze des Bundes, noch die einschlägigen Vorschriften und Erlasse erlauben eine solche Ungleichbehandlung von Personen aufgrund Herkunft, Hautfarbe und sozialen Verhältnissen. Bei entsprechenden Vorkommnissen kann es sich wieder einmal freilich nur um absolute polizeiindividuelle einzelne Ausnahmefälle handeln. Und weil so etwas verboten ist, und wie absolute Ausnahmefälle vorkommen, ist es unverständlich, diese Diskussionen jetzt erneut zu führen.

Sehr verehrtes Finanzamt, ich bitte die Ermittlungen wegen mutmaßlicher Geldwäsche und Steuerhinterziehung bei mir einzustellen. Geldwäsche und Steuerhinterziehung ist bekanntermaßen asozial und somit auch verboten. Weder die Finanzgesetze des Bundes noch die einschlägigen Vorschriften und Erlasse erlauben mir solche Verstöße. Bei entsprechenden Vorkommnissen kann es sich nur um absolute Ausnahmefälle handeln. Und weil es verboten ist und absolute Ausnahmefälle vorkommen, ist es unverständlich, diese Untersuchungen gegen meine Person einzuleiten.

Liebe wertgeschätzte Streifenhörnchen, ich bitte eure Knöllchen wegen meiner mutmaßlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen bei unerlaubten Straßenrennen in verkehrsberuhigten Zonen gegen mich einzustellen. Geschwindigkeitsübertretungen und Verfolgungsjagd-Straßenrennen, selbst mit euch, ihr lieben Streifenhörnchen, in euren BMWs und AUDIs sind bekanntermaßen gefährlich und somit auch verboten. Weder die STVGO noch das STGB oder das ADAC-BG erlauben mir solche Verstöße. Bei entsprechenden Vorkommnissen kann es sich nur um absolute Ausnahmefälle handeln. Und weil es verboten ist und absolute Ausnahmefälle vorkommen, ist es unverständlich, dass diese Ordnungswidrigkeiten- und Strafbescheide gegen meine Person eingeleitet wurden. Insbesondere, da ich einen schwarzen Mercedes in einer leuchtend weißen Landeshauptstadt München gemietet hatte. Das sagt in heutigen Zeiten doch alles, liebe Polizei, nicht wahr.

Sehr geehrtes SARS-CoV-2 Virus, ich bitte deine beliebte Infizierung prekär lebender Menschen endlich mal endgültig einzustellen. Prekär lebende Menschen zu attackieren, ist bekanntermaßen feige, hinterhältig, latent rassistisch, offen machistisch und somit sowohl unter aller Sau, als auch verboten. Weder die Menschenwürde der Altruisten, noch das Menschenrecht der Egomanen, noch die einschlägigen Vorschriften und Erlasse der Nationen, der UNO oder gar Nord-Koreas erlauben eine solche Ungleichbehandlung von Personen. Sollte es zu solchen Vorkommnissen kommen, kann es sich bei entsprechenden Vorkommnissen nur um absolute Ausnahmefälle handeln. Und weil es somit einerseits unmoralisch und verboten ist, und andererseits absolute Ausnahmefälle bekanntlich ja vorkommen, ist es vollkommen unverständlich, diese Praxis fortzusetzen, die wir Menschen als Lebewesen angefangen haben. Deine Ausbreitung ist somit komplett unverständlich und daher mit sofortiger Wirkung einzustellen. Insbesondere da du anerkanntermaßen kein Lebewesen bist.

Sehr verehrte Mainstream-Medien wie Welt, BILD, Express, WAZ, FAZ, taz, KenFM, Spiegel und jene anderen gerne allzu oft zitierten Mainstream-Medien, ich bitte das Instagram-artige News-Influencern (vulgo: “Nachrichtenmanipulation”) durch konstruktives Weglassen bei mir einzustellen. Konstruktives Weglassen ist bekanntermaßen nicht richtig. Seit Franz-Josef Strauß im April 1964 in einem rbb-Interview erklärt hatte “Lüge heißt, in Kenntnis der Wahrheit – also bewusst – die Unwahrheit sagen. Etwas Unrichtiges kann jeder sagen, der nach dem jeweiligen Stand seiner Erkenntnis das wiedergibt, was er weiß, aber später in Einzelheiten etwas korrigieren muss” und ihr diesen Ausspruch der niederen Weisheit für euch inkarniert habt, wollt ihr mir immer den Stand eurer eigenen Erkenntnis als Wahrheit vermitteln. Wird jedoch das Gegenteil eurer vermittelten Erkenntnis herausgefunden und belegt, sagt ihr, bei entsprechenden Vorkommnissen könne es sich lediglich um singulär vereinzelte, absolute Ausnahmefälle handeln. Und weil das auch so sein soll und absolute Ausnahmefälle vorkommen, ist es unverständlich, mich weiterhin mit eurer rassistischen Erkenntnis zu besudeln.

Sehr geehrtes Ich. Ich bitte deine Zweifel an meinem Über-Ich endlich mal endgültig einzustellen. Da ist auch noch ein Es. Die eigene Psyche aus Über-Ich, Ich und Es ist bekanntermaßen rassistisch veranlagt und per Gesetz somit auch verboten. Weder einschlägigen Vorschriften, noch selbst konstruierte Erlasse erlauben eine solche Ungleichbehandlung von nur einer Person an sich. Sollte trotzdem etwas derartiges vorkommen, kann es sich bei entsprechenden Vorkommnissen nur um absolute Ausnahmefälle handeln. Und weil es verboten ist, was nicht sein darf und nicht sein kann, und absolute Ausnahmefälle zur Menschlichkeit hinzu gehören, fordere ich hiermit meinen eigenen Zweifel auf, sich selber in berechtigte Zweifel zu ziehen, und das Zweifeln zu unterlassen.

Von Seehofer zu lernen, heißt siegen zu lernen.

Quod errat demonstrandum.

So in etwa. Oder doch nicht?

In jedem Menschen steckt ein potentieller Rassist. Ein potentieller Mörder und Polizist mit seinem Knie auf einem fremde Nacken, um dem die Luft zum Atmen zu nehmen. Und ich bin auch nur ein Mensch, verdammt noch mal. Ich fördere solche Anlagen und Tendenzen natürlich nicht. Weil ich Angst vor anderen Menschen mit gleichen Anlagen und Tendenzen habe. Weil ich Angst vor Strafe habe. Weil ich ein gebildeter Mensch bin. Weil ich das Produkt einer Jahrtausenden alten, sogenannten Zivilisation bin. Aber glaube ich der Mörder, der Rassist, der gewaltbereite Polizist, der sitzt immer noch in mir. Ganz tief unten. Und jault nur gelegentlich wie ein aufgeschreckter Straßenköter. Eingesperrt in seinem Käfig. Mit dem Schlüssel fest und tief vergraben in meiner rechten Westentasche. (frei nach “Für alle Fälle Fitz”)

Nichts tun ist Stillstand. Ich starte, das Buch „Deutschland Schwarz Weiß. Der alltägliche Rassismus“ der ehemaligen 1Live-Radiomoderatorin Noah Sow zu lesen.

Und zu verstehen.

Auf dass mein Schlüssel verroste und der Käfig ganz tief unten unwiederbringlich verschüttet sein möge.

Für andere.

Für mich.

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