Ertrage die Clowns (2): »Em Ei El« Sandock und meine persönlichen Radio-Tage


Im Jahr 1949 steckte sich der junge Joachim Fest einen Zettel ins Portemonnaie, den er bis zu seinem Tode mit sich führte. Auf dem Zettel stand der Satz:

„Ertrage die Clowns!“

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»Und wollt ihre eine Autogrammkarte von mir, dann schreibt an ‚Mal Sondocks Hitparade‘ im WDR. ‚Mal‘, das schreibt ihr ‚Em Ei El‘ und dann ‚Sandock‘, dann kriegt ihr ne Autogrammkarte von mir.«

Nein.
Bitte nicht weiter lesen.
Was jetzt kommt, ist mehr ein Memo-Zettel für mich als wirklich Gutes für euch Careca-Blogverfolger. Darum wird es jetzt wohl eintönig und langweilig. Eine Ode an meine Selbstherrlichkeit. An meine Erinnerung. Erinnerungsschnipsel. Schnitzeljagd auf persönlicher Weise. Rein subjektiv. Ohne irgendwelchen Anspruch. Fast auf RTL-Nachmittagsniveau. Und vielleicht eher mit zu viel des »product placement«.
Vielleicht.
Leider „vielleicht“.
Vielleicht.
Überleg es dir, jetzt weiter zu lesen …

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»Und wollt ihre eine Autogrammkarte von mir, dann schreibt an ‚Mal Sondocks Hitparade‘ im WDR Köln. ‚Mal‘, das schreibt ihr ‚Em Ei El‘ und dann ‚Sandock‘, dann kriegt ihr ne Autogrammkarte von mir.«

Nie habe ich verstanden, was er mit »Em Ei El« meinte. Englisch verstand ich damals noch nicht, geschweige die englische Art zu buchstabieren. Gerne hätte ich mir eine Autogrammkarte von ihm schicken lassen. Aber niemand in meiner Familie konnte mir erklären, wie man »Em Ei El« schreiben sollte. Jeden Mittwoch Abend ab 20:00 hing ich vor dem Radiogerät. ‚Mal Sondocks Hitparade‘ war das normativ Faktische in Sachen Hitparade nicht nur bei mir. Auch in meiner Schule wurden am Donnerstag Morgen die Ergebnisse der Hörerabstimmung per Postkarte diskutiert. Gut. Die Diskussionen waren nicht tiefsinnig, sondern beschränkten sich auf Klassifikationen wie »war klar, das ist Scheiße« oder das »das ist doch klar, das mögen alle, die was davon verstehen«.

Ehrlich. Beinahe, hätte ich jetzt »cool« geschrieben. Aber kannten wir damals das Wort schon? Ich weiß es jetzt nicht mehr. Ich glaube nicht »cool« gab es damals in den frühen 80ern des letzten Jahrhunderts noch nicht. Dafür aber »geil«. Die Lehrer klärten uns auf, dass »geil« geschlechtsreif bedeuten würde und wir daher das Wort absolut unpassend verwenden würden.

Geschlechtsreif.
Wir fanden auch das »geil«. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zum Weltspartag wurde von der örtlichen Volksbank wieder mal allerhand verlost. Das bedeutete, außer dem Kram zum Sofort-Mitnehmen gab es noch die Aussicht auf mehr. Meine Hoffnungen beruhten eh‘ nur darauf, überhaupt mal einen Trostpreis zu erhalten. Doch dann kam der Brief. Ich hatte eine Schallplatte gewonnen. Also so eine schwarze Scheibe, welche sich unter einer Nadel (Saphir oder Diamant) wegdrehte, und den Lautsprechern des Schallplattenspielers einen ordentlichen Wums versetzen konnte. Meinen 2x 8Watt Lautsprechern mit der Dual-Saphir Nadel. Eine Schallplatte mit Top-Hits. Das war nicht wenig. Kostete doch so eine Scheibe im Handel standardmäßig immer so an die 18,- bis 24 ,- DM. Aber diese Platte war eine besondere. Sie war »Em Ei El« Sandock zusammen gestellt. Auf Seite eins als erstes Lied dröhnte kurz drauf »Nutbush city limits « von Tina Turner durch mein Zimmer. Von Tina Turner hatte ich bis zum damaligen Zeitpunkt nichts. Aber das Lied war für mich der Knaller. Und »Em Ei El« Sandock war für mich der größte im Hörfunkradio des WDR.

Genauer gesagt, es war der zweite Hörfunksender. WDR 1 spielte Schunkel- und Tralala-Musik. WDR 3 war mehr Klassik- bis Dokumentationsradio. WDR 4 und WDR 5 kamen erst später. WDR 2 war das Zentrum des rauschbefreiten Rundfunkempfangs.

Fast.

Mein erstes eigenes Radio erhielt ich 1974. Es war ein handtellergroßer Radioempfänger. „Tschibo“ hatte ihn zur damaligen Fußball-WM herausgebracht. Mein Bruder hatte ihn in blau, ich in gelb. Er kostete damals meinen Eltern knappe 10,- DM (zum Vergleich: das billigste Endspielticket der WM 1974 »Deutschland-Holland« kostete damals im Olympiastadion knappe 40,- DM). Er arbeitet mit einer AA-Batterie und empfing nur MW-Sender und keine UKW-Sender. Das bedeutete eigentlich nur rauschbehafteten Empfang. Aber damit waren zwei Sender klar zum empfangen: Deutschlandradio und der Sender auf MW 1479, die Keimzelle des deutschen Privatradios.

Es war der Sender, der nicht von Deutschland (West) aus sendete. Er sendete von Luxemburg aus. Radio-Tele-Luxemburg. Kurz »RTL« genannt. Wir (meine Familie) hatten ein Wohnzimmer-«Telefunken«-Radio mit jener berühmten grünen RTL-Taste. Einmal kurz die grüne Taste gedrückt und das Radio war über Mittelwelle (technikerspezifisch: AM-Sender = Amplituden modulierter Sendebereich) mit dem Sender auf 1479 kHz verbunden. Frank Elstner, Björn-Hergen Schimpf, Georg Bossert und dessen damalige junge Lebensgefährtin Désirée Nosbusch waren die Hauptprotagonisten des RTL-Radios. Für mich gab es immer kurz vor sieben die »Fünf vor Sieben«-Sendung. Eine fünf-minütige Häppchen-Sendung, in der sogar Michaels Ende »Momo« in erträglicher Kurzform erzählt wurde.

Die kleinen Handradios hielten auch über die WM hinaus. Aber nicht viel mehr Zeit darüber hinaus. Die Batterien liefen aus und zerstörten sie. Ich erhielt mein erstes echtes, eigenes Radio. Ohne grüne Taste. Von »Telefunken« und mit Kassettenaufnahmeteil. Mono. Nicht Stereo. Aber immerhin, das Gerät konnte Kassetten aufnehmen und abspielen. Meine erste Musikkassettensammlung startete.

Meine Eltern hatten nur ein einfaches Kassettenabspielgerät, um Maria und Margot Hellwig zu lauschen. Im Alter von 5 Jahren hatte ich mit meiner damaligen Tante ein paar Worte aufgenommen. Direkt vor dem Lied „Fußball ist unser Leben“. Ihre Stimme höre ich noch wie damals. nur meine eigene ist mir jetzt seltsam fremd.
Nun. Mittlerweile besaß ich einen Radiorekorder und meine Eltern weiterhin das Kassettenabspielgerät und ein Autoradio. Aber ich immerhin schon einen Radiorekorder, um …
Egal, Hauptsache Radiorekorder und Aufnahmefunktion. Und der Radiorekorder hatte eine undokumentierte Sonderfunktion. Drehte man das Empfangsband zu weit in den kurzwelligen Bereich, dann ertönte ein Pfeifen. Die Grenze vom UKW und dahinter kamen dann die Funksprüche der Polizei. Interessant, wo im Ort oder in sonst irgendwo immer Prügeleien stattfanden.
Es kam die erste Flasche Isopropanol und die erste Packung Wattestäbchen, um Tonkopf und Andruckrollen vom Eisenoxid der billigen BASF-Kassetten zu reinigen. UKW nahm ich vom Radio auf. Wiederholt. Und immer wieder. Mit nur einer Kassette. Immer und immer wieder wurde die gleiche Bandstrecke neu überspielt. Aber nur UKW. Mittelwelle und RTL waren nur zum Hören. Zum Aufnehmen taugte der Sender RTL nicht. Zu viel Ohrenkratzen war bei der Mittelwelle-Aufnahme garantiert. Dafür aber anderer Spaß. Erinnert sich noch wer an die „Blaue Stunde“?

»RTL, ihr Sender auf 1479 kHz«, war eine Ansage, die für sich sprach und jedes WDR-Hörfunkprogramm in den Schatten stellte. Da machte es später auch keinen Unterschied mehr, wenn RTL seine Sendefrequenz auf 1480 kHz zugewiesen bekam und in der Schule von den Lehrern offiziell lehrbuchmäßig erklärt wurde, RTL sei Schund. RTL-Radio war einzigartig. Auch die Lehrer hörten es gerne. So wie sie auch gerne die BILD-Zeitung lasen, obwohl Günther Wallraf einiges bei der BILD aufgedeckt hatte. Aber wir alle hörten gerne die heile Welt von RTL im Radio.

Ich auch. Bis auf Sonntags Nachmittag. Da galt es die Radioantenne im tiefsten Münsterland auf SWF 3 auszurichten. 500 km gen Südwesten. Das Wetter war entscheidend. War die Wetterlage okay? Der Sender kam rein und verschwand wieder, kam rein und verschwand wieder, kam rein und verschwand wieder. Immer wieder. Und Frank Laufenberg erklärte derweil auf SWF 3 den Stand den Stand der Beliebtheit der wichtigsten Lieder in der deutschen Musikszene.
Lange Zeit war ich der beneidete Besitzer einer Tonbandaufnahme (Audio-Kassette) der vierteiligen »Beatles«-Serie von dem anerkannten »Beatles«-Experten Frank Laufenberg. Durch Unbedarftheit nahm ich irgendwann etwas anderes auf und war danach unbeneideter Dummkopf in Sachen Radio-Sendungen-Aufnehmen.

1985.
Inzwischen war ich Besitzer eines Stereo-Radiorekorders mit zwei Kassettenfächern. Die waren nötig, um Bandkopien zu ziehen. Von Freunden. Früher hieß das noch »Bootleg« erstellen. „Beatles“-Bootlegs standen hoch im Kurs. „Stones“ ebenso. Nein, nicht »Raubkopie« wurde es genannt, sondern „Bootlegs“. Legal war es aber ebenso wenig wie später. Obwohl mit dem Kauf einer Audio-Kassette auch die GEMA mit bezahlt wurde. Nur die Musikindustrie fühlte sich noch auf der sicheren Seite. Wer saubere Aufnahmen wollte, sollte gefälligst für die Schallplatten zahlen und sich entsprechendes Abtastgerät beschaffen.
Als Kassettenjockey auf Privatfeten taugten meine Kassetten ohne Probleme. Letztendlich wusste ich, auf welcher Kassettenseite bei welcher Kassettenstelle sich welches Lied exakt befand. Vor- und Zurück-Spulen gehörten für mich zum Handwerk beim Kassetteneinstecken in das Tape-Deck bei Privat-Feten. Dafür zollten mir genügend Leute Dank. Erst im Nachhinein wurde mir klar, dass ich so etwas wie ein Disc-Jockey war. Aber das war mir damals total egal. Ich wollte nur die passende Musik zur passende Stimmung für alle. Genau. Immer diese dümmlichen Idealisten. Hätte, wäre, wenn. Egal. Eine Zeit lang hatte ich Erfolg. Später nicht mehr. Trotz damals aktueller Radioaufnahmen. Mein Geschmack war nach einiger Zeit nicht mehr mehrheitsfähig. So geht es, wer nicht mit der zeit geht. So einer muss mit der zeit gehen.

1985. In Äthiopien grassierte eine brutale Hungerkatastrophe (wie jetzt in Somalia). Die weltweite Politik sah tatenlos zu (nichts neues) und interessierte sich lediglich nur für ihren kalten Krieg. Bob Geldorf organisierte das im Juli 1985 viel beachtete »Live Aid«-Konzert (bei dem damals Madonna als Hupfdohle am Bühnenrand hin und her tanzte und sich die erste Beachtung verdiente). Auch hier lief wieder mein neuer Stereo-Radiorekorder mit und nahm fleißig auf. Jeder kann noch den deutschen Beitrag zum »Live Aid 85« im Internet ermitteln: »Nackt im Wind«. Es war aber eine musikalische Katastrophe als es in London live zugespielt wurde. Alle Mitwirkenden waren verkrampft. Nach der Übertragung wurde live gejammt. Lediglich der WDR nahm noch auf und sendete im Dritten Programm jenes fleißig weiter, was dann geschah: Alle Beteiligten jammten Wolf Mahns »Deserteure«. Ein Highlight der Live-Performance. Nur finde ich keinen WDR-Mitschnitt mehr dazu. Allein bei mir Zuhause auf Audio-Kassette (inzwischen digitalisiert und digital aufgehübscht).
Oder das in London auf grandiose 20 Minuten ausgedehnte »Purple Rain« von ‚Prince‘: Lange Einleitung, langes extatisches Ende. Es gibt keine vergleichbare Version zur »Live Aid«-Version. Sie existiert (ebenfalls digitalisiert) als Tonbandaufnahme in meinem Radio-Aufnahme-Archiv.

Radio bestimmte noch immer das Leben. Mal Sondocks Sendung im WDR 2 war bereits abgesetzt worden. Ich hörte weniger Radio. Meine Musik lief weniger. Der Plattentausch mit anderen war angesagt. Radio hörte ich mehr wegen Live-Konzerte. Oder Live-Veranstaltungen in Sachen Kabarett oder Theater.

Fernsehen hatte inzwischen einen wichtigen Bereich für sich erobert gehabt. Wie hieß es im Fernsehen, als noch die Apollo-Raketen gen Mond sich auf den Weg machten? »Live sein, heißt dabei sein«, sprach Hoimar von Ditfurth in die Kameras. Radio konnte da nicht mithalten. Wie auch. Bilder vom Mond im Radio waren nicht vermittelbar. Die Herausforderung war zu hoch.Es würde dem vergeblichen Versuch gleichen, den Einschlag der Flugzeuge von vor zehn Jahren und den Zusammensturz der Türme per Radio bildlich zu vermitteln. Zumindest fällt mir kein Moderator ein, der es aus dem Stand schaffen würde, das Ungeheuerliche in Worte zu fassen. Da müssen eher Bilder sprechen, damit der Zuschauer begreift.

Mein Vater hatte damals (also noch weit vor dem Tag 09/11) immer den Ton vom Fernseher abgeschaltet und das Radio eingeschaltet, wenn ein Fußball-Länderspiel lief. Im Fernsehen schienen die Kommentatoren überfordert. Anfang war mir das als kleiner Knirps gar nicht recht. Aber bald erkannte ich die Vorteile. Selbst in langweiligsten Spielsituationen waren Fernsehmoderatoren kaum in der Lage noch interessantes zu vermitteln. Wurde gerade Rasenschach gespielt, dann waren selbst die Fernsehkommentatoren von der Situation überwältigt und zollten der Situation mit Schweigen ihren Tribut. Solche Perlen der Fußballfernsehunterhaltung, als in Madrid 1998 vor dem Spiel BVB-Real Madrid das Tor zusammenbrach und ein Günther Jauch und Marcel Reif über eine halbe Stunde Unterhaltung auf hohem Niveau zum Überbrücken der Situation spontan erbrachten, solche Perlen der Unterhaltung sind selten.

Legendär ist ja der Kommentar von 1978 bei der Fussball-WM in Argentinien, als Deutschland gegen Österreich in Córdoba spielte. Edi Finger wurde dabei zur Legende. Als Radiokommentator (»Tooor, Tooor, Tooor, […] I wer’ narrisch!«) überflügelte er den deutschen Fernsehkommentator Armin Hauffe um Welten.

1979 lief der Hit »Video Killed the Radio Star« die Radioprogramme im WDR rauf und runter. 8 Jahre später drehte Woody Allen den Film »Radio Days« als Abgesang auf die Tage, in denen das Radio in den USA noch Bedeutung hatte.

Trotzdem, in Deutschland war noch die Geiselnahme in Gladbeck. 1988. Fernsehen war nicht aktuell, Internet gab es nicht. 24-Stunden-Fernsehen war auch noch ein Fremdwort. Das Nachtprogramm endete mit einer vorgelesenen Geschichte von Hans-Joachim Kuhlenkampf. Anschließend gab es eine deutsche Fahne im Wind untermalt von der Nationalhymne. Danach Pausenbild. Nur das Radio hatte ein 24-Stunden-Programm. Und dann gab es das Gladbecker Geiseldrama. Besonders die Radioreporter erlebten ihre fragwürdige Sternstunde. Immer live dabei. Mit den Gangstern auf Du und Du. Vis a vis zwischen Mikro und Kanonenmündung.

Andererseits, 1982. Ich hatte jemand mit Autoradio erwischt und hörte die Debatte um die Mißtrauenserklärung gegen Altkanzler Schmidt durch Helmut Kohl mit an. Der Autobesitzer duldete mein Zuhören, obwohl er nicht zu verstehen schien, was mich bewegte. Es war eine spannende Bundestagsdebatte im Radio, die in dem Ausruf von Helmut Schmidt gipfelte »Noch bin ich hier Kanzler«. Damit war alles klar. Alles geklärt. Kurz darauf war Helmut Schmidt es nicht mehr. Der Vorname blieb, der Nachname änderte sich und die 16-jährige Kanzlerregentschaft des Pfälzers begann.

Damit endeten die Radio Days für mich noch längst nicht. Bis April 1995 hatte der WDR eine Frequenz-Lizenz erworben, über welche der WDR ein Testprogramm ausstrahlte. Es lief in Endlosschleife ein einstündiges Musikprogramm.

Es erinnerte mich dabei an die nachmittäglichen Testprogranmme im Fernsehen, in denen eine Mehrkanal-Versuchssendung ausgestrahlt wurde. Um einmal sachlich zu bleiben, die Versuchssendung präsentierte exakt zwei Audio-Kanäle im testprogramm. Mein Vater hatte damals bereits einen Grundig-Stereo-Fernseher gekauft. Im ZDF lief dazu jene Testsendung. Also offenbar hatte mein Vater eine Technologie eingekauft, die damals erst zum Standard werden sollte. Hier (http://video.google.com/videoplay?docid=3878958518011014170) findet sich noch jeden Fernsehschnipsel, der das verbreitete, was technologisch heute altertümlich wirkt (Stimmen im off als Erklärung von Stereo in einer Szene mit Beatrice Richter, ab 06:00: »Also ist Stereophonie ist ein neues Ausdrucksmittel der Dramaturgie?« »Könnte sein.«). Berauscht hatte mich immer der Vorschauschnipsel vom Fußballspiel von »Union Solingen«. War der Verein mal ne Fußballmacht? Er verlor im DFB-Spiel 1:2 gegen Gladbach. Zumindest war er damit zum Stereo-Vorzeige-Fußballverein avanciert (s.o. Ab 08:13). Jenen Film zu dem Schnipsel mit der ewig lächelnden Maria Schell (ab 09:25) wollte ich später noch sehen. Er wirkte so geheimnisvoll, so magisch (»Hör zu, du bist nicht David. Aber irgendwer bist du.«). Sicher bin ich mir nicht, aber ich glaube, ich hatte den Fernsehfilm dazu gesehen. Nur an den Inhalt oder Titel erinnere ich mich nicht mehr. Unbedeutsam. Genauso wie Giovanni Spadolini, Francois Mitterand oder Margret Thatcher ohne unterlegter deutscher Übersetzung. Interessant auch die Demonstration des Zwei-Kanal-Ton über eine Debatte im Europäischen Parlament: Anfangs wird die deutsche Übersetzung eines Abgeordneten zu Gehör gebracht. Sobald aber auf den rechten Kanal geschaltet wurde, war auch damals so gut wie nichts zu verstehen. Ein Symbol des EU-Parlaments? …

Wie bereits erwähnt, bis April 1995 hatte der WDR eine Frequenz-Lizenz erworben, über welche der WDR ein Testprogramm ausstrahlte. In einer Endlosschleife. Aus dieser Endlosschleife entstand der Sender 1Live, der das Programm »WDR 1« ersetzte.

Das Leben ging weiter. 1997 lief früh morgens die Nachricht durch die Sendeanstalten, dass Prinzessin Diana tödlich verunglückt sei. Ich saß in jener Nacht vor einem PC und chattete im Internet in einer Chatgruppe und postete dort die Nachricht in den Chat-Raum. Die Reaktion war zynisch ungläubig. Meine Gegenreaktionen voll von Sarkasmus. Chatmässig eben.

Irgendwann in meinem Leben verließ ich dann den Sendebereich vom WDR-Hörfunk. Was mit RTL-Radio gesät worden war, wurde mit dem Fernseh- und Rundfunkvertrag unter Kanzler Helmut Kohl geerntet. Die Privat-Radio-Programme erhielten ihre Sendefrequenzen. Begleitet waren sie mit guter Hoffnung.

Da war im Bereich Bremen-Hannover das geniale vierstündige »Guten-Morgen-Programm« von 8 bis zwölf Uhr Mittags im FFN: »FFN-Frühstyxradio«. Eine Comedy-Truppe rollte das tief-ernste, deutsche Radio von Niedersachsen aus auf. Mit norddeutschem Bierernst. Die Betonung liegt auf »Bier«. Aus dieser Truppe gingen Comedeians der tiefschürfensteren Sorte wie Kalkhofe oder Wischmeyer hervor. »RTL Samstag Nacht« war nur ein Abklatsch dagegen. »Frühstyxradio« war real-existierende Comedy, welche kein Kabarett war, aber trotzdem nichts mit den Oberflächenwischern der darauf folgenden Generation zu tun hatte. Gnadenlos wurden alle hörerischen Tabus geschleift. Die letzte Sendung von 2000 existiert noch als kaufbare CD. Selten nahm sich eine Comedy weiter ernst, als sie sich selber werfen konnte. »Der kleine Tierfreund«, »Onkel Hotte«, »Arschkrampen«, »Frieda und Anneliese«, »Günther, der Treckerfahrer«, »Kalkofes Mattscheibe« (genau! im Radio! und nicht wie nachher im TV!) usw. usf. . Die Truppe des »Frühstyxradio«s war auch für die Eröffnungsshow der »Expo 2000« in Hannover verantwortlich. Nur, wenn jeder über die »Expo 2000« redet, dann erinnern sich mehr Menschen an einen „Prinz“, der an einen Pavillon gepinkelt haben soll als an die Eröffnungsshow vom Frühstyxradio-Team.

Radio-Tage.

Als ich mir meinen letzten MP3-Player kaufte, schwankte ich zwischen normalen Radio-Empfangsteil und DAB-Empfangsteil. Das war vor mehr als fünf Jahren. Die Entscheidung fiel auf normalen im MP3-Player integrierten Radio-Empfangsteil. Genutzt habe ich diese Fähigkeit meines MP3-Players kaum. In Bayern gibt es im Grunde nur Schrott-Radio. Die Auswahl heißt immer »Pest« oder »Cholera«: »Bayern 3« oder »Antenne Bayern«. Dort wird Heiterkeit und Spontanität durch die Moderatoren simuliert. Vorbei sind die Zeiten als Thomas Gottschalk und Günther jauch 1986 den Sender „Bayern 3“ erfolgreich aufgemischt und verbessert hatten. Die Ansagen der heutigen Moderatoren haben die Temperatur eines Aschermittwochs mit Heiterkeitsdirektive vom Vorgesetzten. Also so eine Mischung aus Karneval in Aachen und Karneval in Münster. es schunkelt jeder zweite. Wegen der Ordnung.
Darüber hinaus drängt sich immer wieder der Verdacht auf, dass spontane Anrufe in den Sendungen einfach fingiert sind. Im Privatfernsehen heißt so etwas »scripted reality«. Übersetzt: »Verarschung der Zuschauergefühle«. Nicht einmal für eine Verkehrsstau-Durchsage taugt das Radio in München und Umgebung. Ob auf jener Autobahn nun wirklich der angesagte Stau existiert, darüber gibt inzwischen jedes Smartphone verlässlichere Informationen als das Radio (egal ob öffentlich rechtlich oder privat-werbungsfinanziert). Besonders lieb sind mir dann immer die Lobhudelanrufe, welche den eingeschalteten Sender über jenen Klee loben, der eh bereits mit der Sense nivellierend sensibilisiert wurde. Wie gut, dass man mit einem Smartphone inzwischen auch Internetradio hören kann. damit ist man nicht mehr auf bayrisches Funkterritorium angewiesen.

Seltsam empfinde ich es inzwischen nicht mehr, dass ich jenen Sender im fernen Köln, der vom damaligen »WDR 1« zu »EinsLive« ummodeliert wurde, über Internet höre. Weniger Werbung als in Bayern, mehr ehrliche Spontanität und weniger Ballyhoo-Moderationen. Die bayrische Kulturverweigerung, die offene Tendenz zur Parallelgesellschaft, das gehört auch bei mir zum Programm, wenn ich mit dem Radioprogrammen Bayerns konfrontiert werde. Dafür brauche ich keinen fremdländischen Pass.

Ich weiß, so etwas zu schreiben, ist billig. „Fishing for compliments“ wird so etwas auch genannt. Billigste Anti-Propaganda.
Allerbilligste.

Nur las ich letztens, dass jene Sendesystem-Totgeburt „DAB“ (digitale Audioübertragung über normaler Antenne; der Antagonist zu DVB-T) auf Staatskosten ausgebaut werden soll. Nicht dass DVB-T eh bereits digitales Radio vorgesehen hatte, nein, es soll eine Technik ausgebaut werden, die bislang weder im Radio- noch im Receiver-Geschäft eine Bedeutung hatte. Und das angesichts der immer stärker verbreiteten Internet-Übertragung von Radio-Programmen. Inzwischen besitzen überwiegend mehr Menschen Internet-Radio (über PC, Notebook, Smartphones oder andere stationäre WLAN-Empfänger) und immer noch das alt-hergebrachte, analoge Radio. DAB ist weiterhin ein Fremdwort. Selbst DVB-T ist erheblich stärker verbreiterter (in Ballungszentren) als DAB.

Und dann beim Aufräumen daheim hielt ich die Schallplatte wieder in meinen Händen. ‚Mal Sondocks‘ LP mit original Unterschrift auf der Rückseite. Inklusive Foto. Er hatte immer damit geworben, dass mit seinem Foto einer Insektenplage ausreichend Barriere geschaffen sei. Sein Foto aufgestellt, würde jede Mücke sofort vertreiben. Das Foto hatte ich nie aufgestellt. Die LP dutzendfach gespielt. Insbesondere »Nutbush city limits « von Tina Turner.
Tina Turner wird im November 72 Jahre alt. »Em Ei El« Sandock starb im Juni 2009 mit 75 Jahre. Beide verkörpern für mich einen nie gedrehten Bestandteil von Woody Allens »Radio Days«.

Nein. Früher war nicht alles besser. Aber die Fußballübertragungen im stumm gestellten Fernseher und die Radiokommentare dazu, das kommt nie zurück. Auch das »Mahlzeit, meine Damen und Herren. Guten Morgen, liebe Studenten und Studentinnen« von Manni Breukmann damals im »WDR 2 Mittagsmagazin«, das kommt nie wieder. Das war einmal.

Was mir bleibt, ist eigentlich nur ein nach verkappter Propaganda wirkender Hinweis auf meinen Lieblingsradiosender »EinsLive«. Spontaner und ehrlicher als alles in Bayern über Luft zu empfangende.

»Em Ei El« Sandock. Das war ein Bestandteil meiner Jugend. Meiner Pubertät. Der Moderator Sandock war vielleicht nicht der beste, aber er war der verbindlichste, der sich allen ungeschützt im Radio offenbarte. Wegen ihm wurde ich zum Radio-Fan. Und das, obwohl mir alle Moderatoren Bayerns diese Fanschaft bislang erfolglos mit niedrigstem Niveau austreiben wollten. Deren Absichten habe ich aber bislang ignoriert. Erfolgreich.

Ich höre einfach weiterhin vergnügt lohnenswertes spontanes »Preußen-Radio«. Ein Bayer bin ich nun mal nicht. Ich mag es nun mal spontaner und ehrlicher. Nicht-bayrisch halt.

Und hiermit endet mein persönliches, recht langwierig, langweiliges Radio-Glaubensbekenntnis.

Danke für das Weglesen dieses meines Blogeintrages.

Herzlichst

Careca

7 Gedanken zu „Ertrage die Clowns (2): »Em Ei El« Sandock und meine persönlichen Radio-Tage

  1. Dazu fällt mir glatt Verschiedenes ein. Etwa, dass es tatsächlich mal eine Zeit gab, in der der kulturelle Auftrag staatlichen Fernsehens noch ernst genommen wurde – so weiss ich seit damals schon, wie die Bouillabaisse erfunden wurde und so einiges mehr. das war noch vor deiner Zeit oder besser vor deiner persönlichen Zeitrechnung. In der Vorabendserien des Dritten, wie der WDR gewöhnlich genannt wurde, gab es auch eine die da hiess „Novellen aus unserer Zeit und Werner Höfer lud zum Internationalen Frühschoppen. Später dann wurde es erst bunt, dann kallig und was die inzwischen machen weiss ich gar nicht. Nicht immer war übrigens Privat-Radio Schrott. So gab es hier in München sogar mal einen privaten Jazz-Sender (Jazzwelle Plus) Gut, der Gründer und Betreiber Hannes Ruland war ein Traditionalist und als er mal die Take Five Coverversion von Grover Washington abgespielt hatte, meinte er hinterher sauertöpfisch, wer sowas hören wolle, der könne ja in die Disco gehen. Ich rief an und fragte, ob er, sollte ihm die à capella version von Al Jarreau zu Ohren kommen, die 110 wählen würde. Das war live, wurde aber meines Wissens nicht mitgeschnitten. Er starb 2006, lange nach meinem Anruf – Friede seiner Seele. Immerhin hatte ich jahrelang Freude an seinem Sender.

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  2. Meine Radio-Geschichte war eine andere; ich habe irgendwann mal angefangen, Radio der DDR zu hören und mich köstlich zu amüsieren.
    Aber manches geht bei dir zeitlich hin und her: Désirée Nosbusch war in den 70ern hoffentlich noch die Lebensgefährtin von niemandem: sie ist erst 1965 geboren…

    Vom digitalen Radio über Antenne halte ich auch nichts. Radio brauche ich heute hauptsächlich im Auto, und da sind auch dei neuesten Empfänger nicht DAB-tauglich. Es gab mal solche; vor 17 Jahren habe ich drüber nachgedacht, ob ich nicht so ein Radio erwerben sollte, damit es auch zukunftstauglich wäre. Hab ich nicht getan, richtig wars.
    DVB-T hat ja auch zehn Jahre länger gebraucht als immer behauptet. (Und wird hier in Frankreich nur halbherzig umgesetzt: man schaltet Sendemasten des analogen Fernsehens ab und hat fürs Digitale weniger Masten als fürs Analoge, obwohl es umgekehrt sinnvoll wäre.)

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  3. Nein, ich bin nicht stringend zeitlich orientiert gewesen. Daher immer wieder die Sprünge, die assoziativ motiviert waren.

    Désirée Nosbusch hatte bereits im Oktober 1980 ihr erstes Bravo-Bikini-Titelbild und war bereits als Moderatorin bei RTL tätig. Ihr Verhältnis zu Georg Bossert gab es bereits vor 1981. Erst seit 1981 wurde seitens der Presse immer vorsichtig erwähnt, dass sie mit ihm liiert wäre. Und Bosserts Verhältnis zu ihr (sie ist Januar 1981 gerade 16 Jahre alt geworden, er 26 Jahre war älter) wurde einerseits immer als „väterlich“ umschrieben, andererseits hatte er den Titel ihr Manager zu sein. Ich möchte wetten, heutzutage wäre Bossert öffentlich deswegen weg gemobbert worden. Die Liason zwischen beiden dauerte neun Jahre.

    DVB-T kann auch digitales Radio. Und dann gab es auch noch DVB-H. Was ist übrig geblieben? Scmartphones mit Internetempfang und analoger Radiofunktion. DVB-T ist ein Zwitter und nur für Ballungszentren gedacht. Denn die Privaten sind noch immer daran interessiert, deren eigene Programme zu verschlüsseln, um zu verdienen. Auf dem Land ist DVB-S das bevorzugte Empfangsmedium. Das dumme bei DVB-T ist ja, wenn die Sendeleistung zusammenbricht, dann gibt es Blöckchenbildung und der Zuschauer sieht nichts mehr. Bei Analog-TV konnte man wenigstens noch im Schnee was sinnhaftes sehen und hören.
    Bei DAB hatte ich vor Jahren auch überlegt und mich dagegen entschieden. Die UKW-Qualität ist bereits verdammt gut und Moderatoren quatschen auch bei DAB in die Musik. Ich bin ebenso froh wie du, nicht auf die teuren Empfänger gesetzt zu haben.

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  4. Im Dritten des WDFs startete die Serie „HOLOCAUST“ einen Siegeszug, der ins Erste Programm ARD führte und für gesprengte Sendemasten sorgte (nein, es waren keine Terroristen sondern nur Bewahrer einer sauberen Vergangenheit …).
    Auch im Dritten des WDFs startete die Serie „ROOTS“, welche ebenfalls ins ARD-Programm gehievt wurde.
    Da gab es auch mal eine Sendung mit Nina Hagen, die 45 Minuten eine moderierte Sendung ausstrahlte, die um 90° gedreht war. Um die Sendung richtig zu sehen, hätte man den Fernseher kippen müssen.
    Auch herrschte eine 3D-Brillen-Euphorie mit anaglyphen Bildern.
    Was war der Unterschied zwischen „Werner Höfers Internationaler Frühschoppen“ und Alfred Bioleks „Bio kocht“-Sendung? Keiner. Beide Moderatoren benötigten eine Sendung, in der sie sich öffentlich einen Wein nach dem anderen hinter die Binde kippen konnten.
    Nein, nicht alles vom Privat-Radio ist Schrott. Aber besonders in München zeigt „Antenne Bayern“ dass das Niveau von „Bayern 3“ weit unterbieten kann. Bayern 3 hatte vor ungefähr 25 Jahren das Problem, dass ein Moderator sich über deren Sendungsvorgaben hinwegsetzte. Statt mal abwechselnd Nicki („Ich bin ein bayrisches Cowgirl“), Deep Purple („Smoke on the water“), Fiereck („Ich will zuruck nach Fürstenfeldbruck“) und Phil Collins („In the air tonight“) rebellierte der junge Schlacks gegen das öffentlich-rechtlich bayrische Kulturprogramm mit Auftrag der bayrischen Kultur Sendeplatz zu verschaffen und mobilisierte sogar die Presse. Mit einem Kollegen revolutionierte er den Sendeplatz von 12-18 Uhr und es lief endlich mal kein Kulturgemenge sondern Musik mit Stil und Richtung. Die beiden hießen Thomas Gottschalk und Günther Jauch. Das war damals vor einem Vierteljahrhundert. Inzwischen schafft der BR3 wieder seinen Kulturauftrag musikalisch nachzukommen. Und die Privaten? Die haben ein festes Sendeschema: Zur vollen Stunde Nachrichten, jede 1/4-Stunde 5 Minuten Werbung, dazwischen drei 1:30-lange heitere Wortbeiträge oder Wortwechsel der Doppelmoderation und dazwischen dann noch Musik, maximal 2:30. Und dann wieder Werbung. Das macht keine Freude. München hat wirklich eine private Radiovielfalt, dass es schwierig zu vermitteln ist, dass ich trotzdem kaum was interessantes für mich darin finden kann. Leider.

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  5. Als ich diese genaue Aufzeichnung deiner Hörerfahrungen las, war ich schon unterwegs tief beeindruckt von den vielen Details, die du hier mal locker einstreust. Sollte ich so etwas schreiben, müsste ich tagelang recherchieren, denn ich habe ziemlich vage Erinnerungen. Diese persönliche Radiogeschichte, zeitgeschichtlich verortet, ist das Beste und Interessanteste, was ich in letzter Zeit zum Thema Radion gelesen habe. Es ist Archäologie des Alltags. Radiogeschichte wird meist aus der Sicht der Mancher geschrieben. Du hast die Sicht des Rezipenten, des Radiohörers erzählt. Das ist „Oral History“.

    Vielen Dank!

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  6. Warum zum Teufel erinnere ich mich jetzt gerade an den monströsen, hoch glänzenden Musikschrank meiner Eltern: Links das Radio mit zwei dicken runden Knöpfen für die Sendersuche und die Lautstärke, rechts das Tonbandgerät, mit dem Papa die ersten Quietschlaute seines Töchterchens aufnahm und ein paar Monate später mit „Mausel, sag‘ mal PA-PA“ eine wirklich historische Aufnahme versuchte?
    Warum fällt mir mein erstes Transistorradio wieder ein, das recht bald dem Forschungsdrang meines kleinen Bruders erlag und danach in Einzelteilen in der Mülltonne landete? Oder das weinrote Radio, das später in unserem Kinderzimmer stand und wirklich nur knarzende Geräusche von sich gab?
    Danke für die Erinnerungen!

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