A hard rain’s gonna fall …


Bushaltestelle.
Sonntags Abends.
Es gießt wie aus den berühmten Kübeln.
Die Strasse wird zur Flusslandschaft. Nicht wirklich. Aber fast.
Und es schweifen die Gedanken an die Regenkatastrophe von Niederbayern, bei der acht Menschen in den Regenfluten eines Dorfes starben.
Mein Regenschirm dient mir als Abwehrschild gegen Autofahrer, die in hoher Geschwindigkeit durch das Wasser der Straße fahren und einen extra Regenguss für die Leute in dem Wartestellenhäuschen produzieren.
Zwei Menschen sitzen auf der Bank. Beide in den klassischen Fünfzigern und er schwadroniert über das Wetter:
„In Simbach …“
„Wo?“
„In Simbach …“
„Wo ist das?“
„In Niederbayern hatte es auch so stark geregnet und es hatte alles dort weggerissen. Weißte? Einfach alles in den Regenfluten. Überschwemmung.“
„In Niederbayern?“
„In Niederbayern.“
„Aber das ist doch nicht in München.“
„Aber hier gießt es jetzt auch so.“
„Genau so?“
„Acht Tote. Einfach in den Regenfluten in dem Dorf Simbach ertrunken. Und alles verwüstet.“
„Wegen dem Regen?“
„Nur wegen dem Regen.“
„Aber woher kommt denn das viele Wasser her?“
„Das Wasser kommt von oben.“
„Aber früher kam das Wasser auch von oben und es hatte nicht so viele Tote gegeben …“
„Keine Ahnung, aber Regenwasser kommt immer von oben ..:“

Der Bus kam langsam um die Ecke gefahren, öffnete seine Türen und ich sprang rein.
Es regnete noch immer. Oder besser: die Regen-Kübel waren noch nicht geleert. Nicht neues, wie immer wie gehabt die Herkunft des Regens:
Von oben …

5 Gedanken zu „A hard rain’s gonna fall …

    • Es gibt eine weitergehende Erklärung über die Regenmassen: Atlantik und Binnenseen noch nicht aufgewärmt, warme Luftmassen über den von der Sonne erwärmten Kontinent, die Luftmassen saugen sich mit von der starken Frühlingssonne verdunstetem Wasser voll und dann regnet es halt, wenn Warmfront auf Kaltfront trifft. Und je stärker die Klimaerwärmung, desto mehr Regen. Und der muss dann ja auf der Oberfläche abtransportiert werden und dann schlagen die weiteren von dir genannten Unweltsünden brutal zurück. Wir ernten, was wir säen. Wir werden noch mehr dazu sehen.

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  1. Wetter eben. Kann man nichts machen. Hauptsache, es wird mal wieder richtig Sommer. Klimaveränderung? Ist das nicht eine Erfindung linker Spinner, die uns das Wirtschaftswachstum madig machen wollen? Zu trocken ist ja auch wieder falsch. Und falls es doch das Klima sein sollte: Andere erwischt es schlimmer. Pech, eben. Das ist der Preis der Freiheit.

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