Kneipengespräch: Westfalen unter sich


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„Und was trinkt ihr hier so?“

„Also … hier trinke ich Krombacher.“

„Ja, nee, is klar. Was trinkt ihr Leute hier im Dorf? Warsteiner? Veltins? Oder nur Krombacher?“

Nachdenkpause.

„Also, hier in der ‚Linde‘ wird Krombacher getrunken. … Dort gegenüber, dort im ‚Dorfbrunnen‘, da gibt es Veltins.“

„Ja klar. Aber was wird am meisten getrunken?“

Nachdenkpause.

„Also, ich trinke jetzt hier Krombacher. Weil, hier gibt’s nur Krombacher.“

„Ja, gut. Schon klar.“

Keine Pause.

„Nicht wahr. Jaja.“

Stille.

„Gibt es eigentlich noch Iserlohner hier in der Gegend?“

Lübke-Gedenkminute.

„Iserlohner hat irgendwann zugemacht. Ich weiß auch nicht, warum. Hat doch geschmeckt. Aber hier gibt es nur Krombacher  …“

2 Gedanken zu „Kneipengespräch: Westfalen unter sich

  1. „Gibt es eigentlich noch Iserlohner hier in der Gegend?“ – ließ mich schmunzeln. Das las ich wie die Frage: „Gibts es eigentlich noch Indianer hier in der Gegend?“ Hab mich inzwischen schlau gemacht. Die Brauerei der BIermarke Iserlohner ist insolvent, wird jetzt von einem chinesischen Investor in China zum Kauf angeboten.

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    • Von der Seite hatte ich das jetzt nicht gesehen, auch wenn ich Berliner den Hamburgern bevorzuge … :)
      Iserlohner war vor 30 Jahren in meiner damaligen Gegend noch die große Nummer für einen nicht mehr so geheimen Geheimtipp. Geschmeckt hatte es mir damals aber recht schlecht als vergleichbares.
      Mir fällt dazu noch immer die Anekdote vom Pfarrer der Gemeinde Steinhagen ein: Der stand bei jeder Beerdigung eines seiner Gemeindemitglieder an dem jeweiligen Grab und ließ sich nie den Satz nehmen, zu sagen:
      „Jetzt hat Gott wieder einen Steinhäger zu sich genommen.“ …

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