Lebe wild und gefährlich (2)

Bin im Innern des Sicherheitsbereich vom Flughafen.
Erspähe sofort einen Spatz.
Sichere den Beweis als Foto.

Lebe wild und gefährlich, Careca

Kann bei dem Spatz weder Reisepass noch Boarding Card entdecken.
Bin ungelogen ein wenig neidisch auf den Spatz.
Offenbar lebt der wesentlich wilder und gefährlicher als ich.
Ohne Dokumente, aber im Sicherheitsbereich.
Vogelfrei sozusagen.

Kaufe aus reinem Protest im Duty-Free-Laden drei Flaschen Smirnoff-Vodka auf Kredit-Karte.
Lasse zudem noch Feuerzeug, Brieföffner und Nagelschere dazulegen.
Folge gehorsam sofort dem letzten Aufruf.
Stelle mich in der zwanzig Meter Schlange ganz hinten an.

Gewinne die Erkenntnis, wild und gefährlich zu leben, sei nu doch nicht so einfach.

2 Gedanken zu „Lebe wild und gefährlich (2)

  1. Man fühlt sich so verwegen, wenn man „wild und gefährlich“ sein will.
    Na gut, manchaml endet man dabei ja auch als Papiertiger.
    Manchmal ist „man“ auch einfach nur „ich“. :>>

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