Cheerio, Miss Sophie! … oder: Miss Sophies 90ster Geburtstag …

Meine Lebensabschnittspartnerin feiert heute abend ihren 90sten …
Das ist doch ein Grund gemeinsam zu feiern, oder?

Hm.
Na gut.

Es handelt sich nicht wirklich um einen Menschen.
Aber eine Lebensabschnittspartnerin ist sie ja schon.

Als ich ins Berufsleben einstieg, sagte mir irgendwer, dass ein Arbeitsvertrag wie eine Ehe ist:

„Wähle gut und sorgfältig. Du wirst den Großteil deiner Zeit mit deiner neuen Lebensabschnittspartnerin verleben. Es ist wie eine Ehe. Und sollte es zum Streit kommen, denke dran, in der Ehe und im Krieg ist alles erlaubt. Eine Scheidung ist manchmal schneller vollzogen, als es der Gesetzgeber vorsieht. Und nachher geht es dir finanziell richtig mies.“

Bis jetzt hatte ich schon zwei Scheidungen hinter mir gebracht. Allerdings zu meiner eigenen Zufriedenheit.

Im obigen Fall heisst die Lebensabschnittspartnerin halt nicht „die Frau“ sondern schlichtweg „die FIRMA“.

Und diese wurde dieses Jahr 90 Jahre alt.
Und weil es der Firma ein bischen besser geht als „neutral“, …

(Merke: einer Firma geht es nie wirklich gut, allenfalls gießt eine Firma immer gerade das zarte Pflänzchen „Aufschwung“, bevor sie wieder in „harte Zeiten“ eintaucht und die Sense für die Ernte hervorholt … zum Sense machen … Grüsse an dieser Stelle Richtung Teipeh gen BenQ! …)

… macht sie jetzt ne gigantische Fete.

Und alle werden kommen.
Und alle werden rauschend mitfeiern.
Sir Toby, Admiral von Schneider, Mister Pommeroy und Mr. Winterbottom.

Es gibt Mulligatawny-Suppe mit einem trockenem Sherry, Nordsee-Schellfisch mit Weißwein, ein prachtvolles Hähnchen mit Champagner und zum Abschluss Obst mit Portwein.

Und wir, die Werktätigen dieser polygamen Lebensgefährtin, werden an diesem Abend nur an eines denken:

Hoch die Tassen!

Cheerio, Miss Sophie!

2 Gedanken zu „Cheerio, Miss Sophie! … oder: Miss Sophies 90ster Geburtstag …

  1. Nee, so eine isse nicht, aber trotzdem reichen deren Seile schon verdammt stark im Privatleben rein. Gut. Ich lass mich dafür halt von jener Firma bestechen. Monatlich. Und damit das Finanzamt vor lauter Begehrlichkeit auch die Füsse still hält kriegen die auch ihre monatliche Bestechungsabgabe. Guuut. Andere nennen es „Gehalt“ …

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  2. Eigenartig, als Du „die FIRMA“ oben so intoniertest, musste ich an den Film mit Tom Cruise und der Seilschaften der dortigen „Firma“ denken :crazy:

    Cheerio

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