Japanische Impressionen aus Hanno

In einem Land, wo ich weder Sprache noch Schrift verstehe, wo mir das Strassenbild wie ein Manga-Comic erscheint, da stolperte ich in der letzten Woche doch schon hin und wieder über lesbares an einer Strassenecke. So wurde einem Häuserblock in Hanno einfach am Eingang ein Bogen gespannt. Drauf geschrieben stand: „Grüne Wald“ (wörtlich)

Schön, da fühlt man sich in der so seltsam anmutenden Stadt Hanno fast wieder heimisch. Oder auch das Friseurgeschäft an der Strassenecke mit der Aufschrift „Hübsch Haar“.
Nur, was ist sonst noch bemerkenswert? Vielleicht die Strassen an sich: Nur ganz sporadisch fand ich ausgetretene Zigarettenkippen auf der Straße. Noch nicht mal an den Bushaltestellen im Rinnstein oder Bahnstationen in den Gleisen. Blitzeblank sauber. Papier, Zigarettenschachteln oder sonstiger für uns in Deutschland normaler Straßenmüll? Fehlanzeige. Aber dafür an jeder Straßenecke Aschenbecher und Mülleimer? Oder etwa nicht?
Genau.
„Oder etwa nicht.“
Mülleimer fand ich maximal nur bei den in jeder Straße anzustreffenden Getränkeautomaten, obwohl die wohl lediglich nur für die geleerten Plastikflaschen (kein Flaschenpfand) aus den Automaten bestimmt zu sein scheinen.
… Aschenbecher? Nur am Eingang öffentlicher Gebäude. Tja, und da finden sich Japans Raucher sorgsam in die Ascher aschend. Tja, die Japaner scheinen ein sauberes Völkchen zu sein. Nicht so wie wir Saubermänner/-frauen in Deutschland.
Kein Wunder, dass ich das nicht verstehe, da ich schon weder Sprache noch Schrift beherrsche. Naja, fast nicht. Bei meiner Abreise konnte ich nachher am Flughafen Narita auf den vielen bunten Knabbertüten mit japanesischen Schriftzeichen meine neue Leidenschaft „Wasabi-Cracker“ wieder entdecken und mich damit bevorraten.
Übung macht halt den Meister …