<font face="ComicSansMS">Qualitätsmanagement unter Bloggern</font>

Es wird immer wieder über Qualität gesprochen. Was ist Qualität? Es gibt keine Qualität. Weder gute noch schlechte. Gerade in Blogs nicht. Es gibt welche, die sprechen viele Menschen an, andere werden weniger gelesen. Für jeden ist etwas dabei.

Was ist Qualität?
Das obige Zitat stammt aus dem Blog von Wildschön und zeichnet eigentlich die ganze Problematik auf.
Was ist Qualität?
Ich kenne einen Journalisten, der regelmässig von „Qualitätszeitungen“ schreibt, aber nie schreibt, welche Zeitungen er damit meint. Er zwingt mir auf, meine eigenen Vorstellungen über Zeitungen für seinen Begriff zu verwenden, um überhaupt seinen Ausführungen irgendwie folgen zu können. Anders gesagt, er lässt mich im Unklaren, wo er wirklich seine Position hat.

Die Meßbarkeit ist eine elementare Vorraussetzung für eine objektive Beurteilung. Erst durch die Meßbarkeit lässt sich eine Aussage über Qualität machen.
Kann man den Inhalt von Blogs und somit den Blog überhaupt messen?
Qualität an sich bestimmt sich über die Erfüllung aller Anforderungen an ein Produkt.
Unterliegt ein Blog bestimmten objektiven, meßbaren Anforderungen, dann lässt sich auch der Erfüllungsgrad der Qualität bestimmen: gute Qualität, schlechte Qualität.
Qualität an sich ist also wertneutral.

Wer mit dem Wort „Qualität“ elitäre Gefühle erzeugen will, der verbiegt „neutrale Qualität“ für seine eigene ungenannten Zwecke: Manipulation seines Gegenüber.
Wir sagen gerne „Qualität beginnt im Kopf!“
Und diese Aussage ist durchaus mehrdeutig zu verstehen.
Wie sieht das im praktischen Leben aus?

Fakt ist, dass 90 % der Kunden, die mit der Qualität eines Produktes unzufrieden sind, dieses fortan meiden werden. Jeder dieser Kunden wird seinen Unmut mindestens 9 und teilweise über 20 weiteren Personen mitteilen. Nur 4% der unzufriedenen Kunden beschweren sich über mangelnde Qualität beim Erzeuger des Produktes. Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt.

Wenn bei blog.de der Kunde der Leser und das Produkt der einzelne Blog ist, dann wird sehr schnell klar, dass es kein objektivierbare Qualitätskriterien gibt sondern nur unzählige Meinungen, was Qualitätsanforderungen sein sollen.
Und alle gehen von der eigenen Meinung aus, ab wann ein Blog seine Daseins-Berechtigung hat:

Wenn der Blog eine „gute“ Qualität hat.

Ungefragt bleibt immer der schreibende Mensch hinter dem Blog, warum dieser Mensch schreibt. Warum er so schreibt, wie er schreibt.
Finde ich es nicht gut, lese ich nicht.
Finde ich es gut, lese ich.

Den Ärger, den Wildschön in ihrem Post „blog.de und ich“ verstehe ich sehr wohl.
Aber die Kritik an Wildschön, welche auf der „Qualitätsschiene“ läuft, verstehe ich überhaupt nicht.
Oder gibt es hier seit neustem ein Qualitätsmanagement für Blogger?

Was mir dazu nur einfällt, ist das folgende:

Dämm ein sing Ühl ess dämm andere sing Naachtijall.
[…]
‚t Salz en der Supp sinn Jäjesätz. Dat Zauberwoot heiß „Toleranz“. Om eezte Schild vum Ruusemoondaachszoch steht: „Jeck, loss Jeck elans!“ Un noch ’ne Spruch ess bahl ald widder neu. Ich kenn en sick ’ner Ewigkeit: „Et jitt kei jrößer Leid, als, wat der Minsch sich selvs ahndeit.“

Textquelle: BAP „Naachtijall“

39 Gedanken zu „<font face="ComicSansMS">Qualitätsmanagement unter Bloggern</font>

  1. Ich weiß, Anekdote, früher oder hier und jetzt? Ich mach manchmal Witze. –
    Meine Eltern haben uns so etwas ähnliches auch erzählt, sie kamen vom Land und wir haben die Liebe für Land, Leute und Natur von ihnen geerbt. –

    Like

  2. Nein. Da hatte mein Vater schon das Pferd durch einen Traktor (Steyr) ersetzt. Später kam noch ein weiterer hinzu. Aber mein Vater hat es von seinem Vater erzählt bekommen. Von dem hab ich es. Es war aber offenbar nur eine ganz kurzfristige Lösung, denn das Schwein war zu intelligent für die Arbeit. Das heisst, es hat nicht geklappt und es wurde das Pferd vom Nachbarn ausgeliehen. Die Geschichte lief auch mehr als Anekdote.

    Like

  3. Doch, ja. Schweine wurden damals auch zum Beackern der Liegendschaften verwendet, wenn die Familie sich kein Rind geschweige den Pferd leisten konnte …
    Du musst ein Schwein sein (s.a. Die Prinzen)

    Like

  4. Schweine sind in der Regel alle Arbeitslos.Sie haben nur zwei Aufgabe zu erfüllen, fressen um gefressen zu werden aber vorher für Nachwuchs zu sorgen.Oder hast Du schon ein Schwein den Acker Plügen, sehen? Wildschweine Pflügen gerne.;)

    Like

  5. Ein Nicht-Arbeitsloser mit zuviel Freizeit. Jau, ich bin ein Schwein, welches unbeugsam nicht unbedingt der Regel „Freizeit wird mit Überstunden ausgeglichen“ folgt … ;)

    Wer nicht alles weiß lebt bedeuten friedlicher.

    Da stimme ich zu.

    Like

  6. Was, Du bist kein Student und keine Hausfrau, ja was bist Du denn dann?–;)
    Ja im Enst ich finde das schon ganz richtig und wichtig, dass Du uns das gezeigt hast, die Informationen sind schon sehr wichtg, ich meine was unseren Blog angeht. –
    Ich hatte da noch etwas gelesen aber über eine Pornoseite, die imeigentlichen Sinne wiederum keine ist, naja, das müssen wir ja auch hier nicht so unbedingt haben, davon gibt es so auch noch genug.- Diese Zeitungen, da kenne ich mich nicht so mit aus, ich meine die, von Dir erwähnten. Sicher versäume ich nichts wenn ich nicht weiß was da so drinne steht.;)
    Wer nicht alles weiß lebt bedeuten friedlicher.

    Like

  7. Ich bin übrigens weder Student noch Hausfrau. :D
    Ich denke, du schreibst nur das, was du schreiben möchtest. Also genauso wie ich. Sollte jemand plötzlich Vorgaben machen, was zu schreiben sei, dann wäre ich auch recht schnell von dannen.
    Das mit den zeitungen habe ich nur deswegen ins Rennen gebracht, weil ich einen Journalisten kenne, der permanent von Qualitätszeitungen redet. Erst dachte ich, er meine SZ, FAZ, FR oder die Zeit. Auf meinem Nachfragen hin erfuhr ich, dass er jedoch Zeitungen a la „Junge Welt“ (ehemals „Neues Deutschland“) meinte. Da wurde mir schon klar, auf welche Fährte er mich mit seinem Ausdruck „Qualitätszeitungen“ gelockt hatte. Womit ich beim Thema „Geschmäcker sind verschieden“ gelandet wäre.
    Blogs im Allgemeinen zeichnen sich dadurch aus, dass jeder frei Schnauze schreibt und niemand gezwungen ist alles zu lesen, aber eine gewisse Toleranz walten lassen sollte.
    Du siehst es schon richtig, meiner Meinung nach.

    Like

  8. Mich läßt das auch nicht kalt,
    Toleranz ist gut aber was ich nicht verstehe ist: Warum dieses ganze Theater? Wer nimmt sich das Recht raus unsere Tagebücher zu zensieren, wir schreiben keine Zeitung, das ist nicht unsere Sache. Hier schreiben nicht nur Studenten und so weiter, sondern auch Hausfrauen: wenn von den Blogschreibern jetzt mehr Güte und Qualität erwartet wird als, -am Anfang der Idee,- dann bin ich auf jeden Fall im falschen Blog.- Aber irgendwie soll das ganze sicher vermarktet werden und ohne
    Qualität kein Gewinn.-
    Villeicht sehe ich das ganze auch nicht richtig.

    Like

  9. Die BILD ist die einzigste Umwelt-Katastrophe, die ich für wenig Geld in jeder deutschen Stadt an jeder Strassenecke bekommen kann.

    Das hat mir mal ein Bekannter gesagt, als wir über Umweltkatastrophen unterhielten. Dass jene Redaktion die Stammtischhoheit und Definitionshoheit über jegliche Begrifflichkeit für sich beansprucht, ist schon eine erhebliche Krux. Begeistert bin ich darüber auch nicht. Eher ganz im Gegentum. Denn eines ist Fakt: Selbst wenn McD das grösste Klientel bei allen Fast-Food-Ketten hat, die werden nie einen Stern für deren Restaurantbetrieb bekommen. Auch wenn die Dutzende „Qualitätsscouts“ durch deren Werbung hecheln lassen. Und jetzt kommt die Quadratur des Kreises: McD hat sehr hohe Qualitätsstandards, was deren Anforderungen an die lebensmittelproduzierende Industrie betrifft. Und trotzdem würde ich deren Boulettenbrötchen für mich nur als „durchschnittlich“ bewerten, weil ich andere „Pommesbuden“ kenne, die mir erheblich mehr zusagen.

    Naja. Das Thema „Qualität“ ist nicht einfach. Dessen wirkliche Dimension (u.a.a. deren frustrierende Dimension) lernt man eh nur dann wirklich ausgiebig kennen, wenn man sich beruflich damit zu beschäftigen hat … womit ich NIEMANDEN – und auch DIR nicht – absprechen werde, nicht selber seine eigene Kriterien für „Qualität“ aufzustellen.

    Like

  10. Lieber Careca,

    keineswegs fasst ich Deinen Artikel gegen mich auf. Meine Aussagen richteten sich allein gegen den Beitrag von Wildschoen aus dem Du zitiertest und Bezug nahmst. Das uns Dein Artikel letztlich zu einem sehr positiven Gespräch, das zumindest mehr Verständnis für die Positionen des jeweilig anderen einbrachte, konnte man nicht erwarten. Es hat die Lage etwas entspannt…

    Du wirfst schwierige Fragen auf und natürlich muss ich Dir Recht geben. Dennoch stören mich diese Ausagen von manch Betroffenen, man könne niemanden die Qualität absprechen und wenn es einem nicht passt müsse man es ja nicht lesen. Hier wird mit der mangelnden Defineibarkeit mißbräuchlich umgegangen. Nehmen wir das BLÖD-Schmierenblatt – die Redaktion argumentiert ähnlich und führt praktisch ihre Verkaufszahlen ins Felde. Argumentativ ist man im Hinblick auf die gewählte Begrifflichkeit dann einigermaßen wehrlos und das frustriert.

    Like

  11. :>>

    Du bist’n Luder (weibliche Simme haucht: „That’s right“)
    („Täss.”)
    Soo wie Dein Bruder (hauch: „That’s right“)
    Den kenn ich von der Schule her
    Du bist’n Luder („That’s right“)
    Genau wie Dein Bruder („That’s right“)
    Der is jetzt bei der Bundeswehr
    („Gott sei Dank. Hähhh.”)

    Musik, Text und Vortrag: Piet Klocke
    :>

    Like

  12. Shit happens :(

    Vielleicht konzentrierst Du Dich doch lieber aufs Luder-Sein statt aufs Philosoph-Sein :>>

    Ich glaube, ich geh jetzt besser mal in Deckung…

    Like

  13. Es lässt mich halt nicht kalt.
    Wie ich im Zitat schon meine Einstellung beschrieb:
    „Dat Zauberwoot heiß „Toleranz“.“

    Like

  14. Danke dir.
    Das seltsame an den Reaktionen auf meinem Post ist, dass gerade die beiden, die ich NICHT mit meinem Post meinte, sich angesprochen fühlten und dann genau DAS schrieben, was ich schon oben geschrieben hatte. Es ist fast so, als ob die gar nicht das gelesen hatten, was ich schrieb, sondern sich gleich in einer Verteidigungsposition wähnten, wo ich sie doch überhaupt nicht meinte. DIE, die ich allerdings wirklich dabei im Hinterkopf hatte, die haben das hier wohl nicht gelesen oder fühlten sich auch nicht angesprochen. Das liegt in der Natur so eines Posts, so habe ich das Gefühl. „Se tacuisses philosophus mansisses, Careca“ muss ich jetzt schon fast zu mir sagen …

    Like

  15. Sorry, wenn du den Eintrag auf dich bezogen hast und ihn so genommen hast, wie er nie gemeint war. Niemand wurde damit von mir diskreditiert. Das ist nicht geschehen. Auch du nicht, denn wer deinen „Blosgar“ kennt, der weiss sehr wohl, welches DEIN Maßstab für Deine Qualität ist. Und deinen Massstab kenne ich. Und den akzeptiere ich auch vollkommen.
    Qualität liegt nicht im Auge des Betrachters. Das ist so nicht ganz richtig. Richtigerweise müsstest du von „Qualitäten“ und „der Betrachter“ sprechen. Denn jeder hat einen eigenen Geschmack, ein eigenes Qualitätsempfinden. Und nichts anderes habe ich oben geschrieben gehabt. Und im Endeffekt hat Trithemius auch nichts anderes geschrieben.

    Das hat nichts damit zu tun, was Kai Diekmann denkt, denn dessen Qualitätsanforderungen sind völlig andere. Es ist mir übrigens herzlichst egal, was sich der Diekmann so denkt.

    Like

  16. Du schreibst selber, dass gerade bei Texten die „Qualität“ von Geschmacksurteilen abhängig sind. Es gibt viele Geschmäcker und somit hat jeder ein anderes Qualitätsempfinden. Da Meßbarkeit eine elementare Vorraussetzung für eine objektive Beurteilung und erst recht zur Festlegung eines objektiven Qualitätsstandards, ist diese objektive Meßbarkeit nicht gegeben und somit rein subjektiv. Halt ein eigenes Geschmacksurteil. Nichts anderes als ich oben in meinem Post bereits schrieb.
    Richtig. „Qualität“ ist ungleich „Quantität“.
    Übrigens:
    Der von mir oben zitierte Journalist meinte mit „Qualitätszeitungen“ nicht die „SZ“, „FAZ“ oder „Die Zeit“. Er meinte damit Zeitungen wie beispielsweise „Junge Welt“ (die vor 17 Jahren noch „Neues Deutschland“ hieß) und andere Zeitungen aus der gleichen Ecke (ist von mir jetzt nicht als Wertung gemeint). Tja. Das erfuhr ich erst nach beharrlichen Nachfragen und nicht indem ich einfach glaubte, er meine „SZ“, „FAZ“ oder „Die Zeit“. Wie du siehst, jeder hat seine eigene Vorstellung über „Qualität“ insbesondere über die des geschriebenen Wortes.

    Like

  17. Heinz, das ist deine eigene private Meinung. Was du aber in deinen letzten beiden Sätzen schreibst, muss ich aber als Fachmann einer der härtesten deutschen Industriezweige zurückweisen. Denn was jeweils Qualität ist, das gehört zu meinem Tagesgeschäft. :!:

    Like

  18. Die werde ich sicher haben. Danke!

    Und ab und an kannst Du mir ja auch mal was zuflüstern :)

    (Ich werde die nächste Zeit weniger Zeit haben, mich intensiv um anderen Blogs zu kümmern, will sagen: neue zu finden…

    Like

  19. Nur noch schnell…

    …das wäre ’ne wirklich tolle Sache, wenn Du Deine Popularität hin und wieder dazu nützen würdest vllt. noch unbekanntere aber Deine Erachtens bemerkenswerte Blogs in irgendeiner Form zu unterstützen. Ich hatte dies damals mit den „Blosgars“ beabsichtigt und werde es vllt. wieder tun.

    Ganz so aufwendig muss es natürlich nicht sein, aber den ein oder anderen Link mit dem Zaunpfahl ;) dürfte manchem (jungen) Blogger schon helfen…

    In diesem Sinne, noch viele schöne Momente. :)

    Like

  20. Lieber Plumpaquatsch,

    spät (mich hat das harte Leben eingeholt…) möchte ich Dir ebenso ein Dankeschön hier hinterlassen. Ein Austausch ist immer wichtig. Um andere Meinungen kennenzulernen, sie zu begreifen. Und es ist nicht Ziel, dass man am Ende mit einer Meinung auseinander geht.

    Ich verstehe Dich nun ein bisschen besser (glaube ich :) ), und mache mir weiterhin meinen Spaß mit den noch so vorhandenen Tops.

    Ich bin auch der Meinung, dass einige Texte im Blog mehr Beachtung verdient hätten. Vielleicht nutzt man in diesem Fall die eigene „Popularität“ und erzählt davon. Ich bin z.B. niemand, der jemals groß auf die Blogrolls geschaut hätte. Die übersehe ich stets. Insofern nutze ich sie nicht. Aber ich könnte jemanden verlinken oder von ihm schreiben. So geht es ja auch.

    Spannend bleibt es. Und spannend auch, was wir alle draus machen :)

    Schöne Zeit Dir!

    Like

  21. Ich gebe Dir recht! Niemanden kann man den Inhalt seines eigenen Blogs vorhalten, auch wenn er nicht nach dem eigenen Geschmack gestaltet ist. Das war aber auch nie mein Thema. Nie hab‘ ich irgendjemanden dahingehend persönlich diskreditiert. Du nimmst eine Prämisse an, die ich doch gar nicht in Abrede stelle!

    Doch bedeutet eine hohe Anzahl an Beiträgen und die damit generierten Kommentare einen Vorteil um als sog. „Top Blog“ zu gelten. Autoren, die sich viel Mühe für einen längeren Text geben und durchaus zur Vielzahl gelesen werden erhalten eben keine Gelegenheit ihre Texte einer (noch) größeren Leserschaft vorzustellen. Ich kritisiere nicht die Blogger, sondern das System das jene bevorzugt behandelt. Das ist ein entscheidender Unterschied.

    Qualität ist nicht messbar, deshalb müssen quantitative Größen ein Rolle spielen und genau hier denke ich dass die Anzahl der Besucher, wegen mir auch die Seitenaufrufe oder die Zahl der Verlinkungen einen objektiveren Maßstab bilden, als wenn sich einige Wenige regelmäßig hochchatten. Das ist wohlgemerkt nicht bei allen der Fall, aber doch oftmals so.

    Übrigens, soweit ich informiert bin, kann sich jeder aus dieser Liste nachhaltig entfernen lassen, wenn es einen nervt.

    Das was Du in Deinem letzten Absatz ansprichst dürfte u.a. auch der Fall sein. Die Topliste wird allerdings Bestand haben…

    Danke für den Austausch! Ich hoffe jeder konnte seine Position deutlich machen, auch wenn wir im Ergebnis unterschiedlicher Meinung verbleiben werden.

    Like

  22. Ok, dann arbeite ich mal die Fragen ab ;)

    „Hüter der Qualität“ – sorry, das muss ich erstmal so stehen lassen. Auch in Deinem Folgekommentar sprichst Du von „Content“ junger Blogger. Sind die anderen Inhalte kein Content (ich meine jetzt nicht die reine Übersetzung dieses Wortes…)? Das frage ich mal direkt zurück. Ist ein Blog, weil er aus Bildern und Videos besteht, ohne Content in Deinen Augen? Und ist er deshalb minderwertig?

    Wo ich Dir unbedingt zustimmen würde, ist zu sagen, ein Blog mit Bildern und Videos zeigt nicht viel von dem Menschen, von seinem Können oder Nicht-Können. Wobei… Es zeigt doch etwas, ich nehme das mal zurück. Dieser Mensch drückt sich über diese Dinge aus. Vielleicht kann er nicht anders? Nicht in Worten?

    Und warum sollte er nie in die Top-Platzierung kommen? Wenn er doch gelesen wird… Sollen wir das nun neiden, hinterfragen? Er spricht damit dann doch wohl andere Menschen an. Menschen, die ihm ähnlich sind. Oder Menschen, die Freude an dem haben, was er zusammenstellt. Oder…

    Ich stimme Dir zu, dass man da zunächst keine eigene Kreativität dahinter vermuten könnte. Aber das ist doch schon wieder eine Beurteilung, eine Bewertung. Denn so ganz stimmt es ja nicht.

    Woraus man Anerkennung ableiten soll? Ich glaube, aus den Rückmeldungen der Leser. Sonst gibt es ja nicht viele Möglichkeiten. Die Kommentare bieten das hier, eine PN könnte es auch sein. Anzahl der Leser noch. Und da verrate ich Dir mal ein Geheimnis: Meine Anzahl kann sich hinter der anderer Blogs hier sehr gut verstecken…

    Die Listenplatzierungen sind es indes sicher nicht. Sie sind eben eine mathematische Größe. Ich habe nie behauptet, dass ich daran was messe. Im Gegenteil. Ich hatte schonmal eine Phase, in der ich ganz oben war. Und ich kam über viele Wochen hinweg nicht aus den Top 20. Glaub es oder nicht – ich war genervt. Und als der Tag endlich da war, war ich sehr erleichtert. So kann es auch sein… :)

    Zu den „Kuscheleien“ – dies sind nunmal diese von Dir angesprochenen Kommentierchats auch immer mal. Und sie tragen dazu bei, dass jemand oben steht. Der in Deinen Augen dort eben nicht hinzugehören scheint… Hast Du mal hinterfragt, ob jemand gerne dort oben ist? Erstmal freuen sie sich. Das habe ich oft schon erlebt. Ging mir auch so. Und dann… Denkst man als Blogger doch schnell: Ok, ich habe das System verstanden und muss mir nichts drauf einbilden :)

    Interessant ist im übrigen, dass ich, wenn ich oben stehe, eher weniger Kommentare erhalte, als wenn man mich gar nicht sieht. Finde ich psychologisch interessant. Werde ich weiter beobachten (solange es noch geht ;) )

    So, bitte sage mir, wenn jetzt noch was aus dem alten Kommentar offen ist.

    Ich bin sehr gespannt, was sich die Betreiber ausgedacht haben. Eine Vorstellung von Blogs – beliebiger Auswahl an jedem Tag, immer wieder neu – vielleicht mit Überschriften, quasi getaggt – wäre eine schöne Idee. Für die, die das auch wünschen. Denn manche möchten gar nicht so sichtbar sein…

    Like

  23. Schön das Du Dir die Mühe gegeben hast auf meine Anfrage zu reagieren, indes die Antworten bleibst Du mir schuldig, da Du auf keinen meiner Punkte wirklich eingegangen bist.

    Ich will es jedenfalls im Gegenzug versuchen.

    Du sprichst gleich in Deinem ersten Absatz meinen entscheidenden Kritikpunkt an. Die beliebige Manipulierbarkeit dieser Liste durch einige wenige User, die sich bspw. darauf einigen den ein oder anderen Blog in die Liste zu hieven. Dadurch wird ihr jeder objektive Charakter und der Anspruch ein Abbild populärer Blogs zu sein genommen. Ich kritisiere wohlgemermerkt nicht diejenigen, die es aus Spaß so handhaben oder die zugrundliegenden Kriterien zu ihren Gunsten ausnutzen, sondern jene die das System so anfällig konstruiert haben, die Betreiber!

    Es ist ein leichtes durch eine Vielzahl an Beiträgen und generierten Kommentaren dort hinein zu gelangen. Aber mindert das nicht die Chancen jener die sich die Mühe geben ihre Geschichten zu recherchieren oder ausfürlich zu gestalten? Es ist Ansporn für junge Blogger in die Liste zu kommen um sich eine größere Leserschaft zu sichern und es wird genau jenen gefolgt die schnell Inhalt produzieren können oder durch reine Chats auf die Startseite gelangen. Diejenigen die Inhalte produzieren fallen hinten ab und erhalten keine Gelegenheit sich eine größere Leserschaft zu sichern.

    Ich halte diese Plattform für eine große Chance den prinzipiell positiven Gedanken einer Community mit dem des Bloggens zu verbinden, deshalb kritisiere ich aus dargelegten Gründen das Prozedere zur Ermittlung der Charts. Ich quäle mich hier doch auch keinesewegs. Leider reflektierst Du nur meine Kritik und nicht die Tatsache das ich vielerlei andere Inhalte produziere und mich tatsächlich immer wieder bemühe jene Blogs aufzustöbern die ebenfalls Content produzieren.

    Kritik ist eben auch eine Form der Wertschätzung. Man möchte – natürlich aus reiner subjektiver Sicht – Dinge verbessern ohne gleich Alles in Frage zu stellen. Wenn ich bspw. von meiner Partnerin kritisiert werde, zweifle ich auch nicht an ihrer Liebe – um es mal etwas konkreter zu formulieren. ;)

    Abgesehen davon wurde mein kritischer Beitrag von vielen Seiten wieder nur auf diesen einen Faktor reduziert, dabei stand er diesmal wirklich nicht im Vordergrund…

    Like

  24. Wir reden vielleicht ein wenig aneinander vorbei. Selbstverständlich gibt es bei Texten keine Qualitäts- oder DIN-Normen. Die Versuche, ein schöpferisches Werk mathematisch zu erfassen, um damit seinen Wert zu bestimmen, sind schon gemacht worden und gescheitert.
    Trotzdem kann man Kriterien aufstellen, nach denen sich Unterschiede erkennen lassen. Hab jetzt auch keine Zeit, das auszuführen, werde es aber bei Gelegenheit versuchen.
    Letzten Endes ist die Diskussion müßig, weil wir es in der Regel mit Geschmacksurteilen zu tun haben. Geschmacksurteile verfeinern sich, wenn man sich einem künstlerischen Bereich intensiv widmet. Wer nur die Bildzeitung liest, weiß einfach nicht, dass es auch andere Weisen gibt zu schreiben, wird also geneigt sein, es zu bestreiten. Mit solchen Menschen über Qualität von Texten zu diskutieren, führt zu nichts.
    Die Güte allein vom Erfolg abhängig zu machen, wie es manche tun, ist der reine Quatsch. BILD hat eine höhere Auflage als die Süddeutsche, RTL II hat höhere Einschaltquoten als ARTE, ein Chatblog hat mehr Leser als ein Poesieblog. Diese Unterschiede sagen viel über die Mehrheit der Menschen aus, jedoch wenig über die Erzeugnisse.

    Like

  25. Hab momentan nicht die Zeit. Nur soviel. Meine These ist nicht unhaltbar, sondern wird sogar wissenschaftlich gestützt. „Qualität“ ist ein eindeutig nicht konnotierter Begriff. Um es ganz klar zu sagen: Im Deutschen ist „Qualität“ und „Qaulitätsmanagement“ (bitte les bei mir nochmals genau nach) definiert und zwar von Dutzenden von DIN-Veröffentlichungen. Insbesondere solltest du dir dann die DIN ISO 9000:2005. Um mal diese Norm zu zitieren:

    Qualität ist der Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt.

    Alle anderen Definitionen sind keine Definitionen sondern Konnotationen und somit im Grunde unhaltbar.
    Ich empfehle dir unbedingt zum Einstieg in solch einem absolut wichtigen Thema folgenden Link:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Qualität

    Like

  26. en garde also ;)

    OK!

    Du hast nicht das erste Mal einen Eintrag zu den Top-Lists geschrieben. Wer da drin steht und warum, wissen wir alle. Und manchmal haben wir (anderen) sogar einfach dafür gesorgt, dass einer reinkam, weil wir wussten, wie es funktioniert. Es ist ein Spiel. Ein lustiges Spiel. Nicht zu verwechseln mit mangelnder Ernsthaftigkeit.

    Und Bloggen ist auch ein Spiel – zu einem großen Teil für mich. Ich spiele. Manchmal mit der Phantasie derjenigen, die aus meinen Worten etwas lesen, das ich so nie geschrieben habe :) Ich könnte Dir da einige Einträge als Beispiel nennen.

    Und Du willst mir nun nicht erzählen, dass Dich diese Listen ärgern bzw. deren Sinnhaftigkeit anzweifelst, weil Du die Qualität der Blogs NICHT hinterfragst?

    Ich will nun nicht das tun, was ich immer erfahre: Klär mich auf, warum Dich das Ranking bewegt, beschäftigt. Ich möchte hier keine Schublade aufmachen, obwohl es klar zu sein scheint. Aber was ist schon Schein und Eindruck?

    Und meine Meinung zu „Geh doch, wenn es Dir nicht gefällt“ – dazu stehe ich. Ich möchte hier niemanden missen, NIEMANDEN – aber warum sollte sich jemand hier „bemühen“, „quälen“, wenn er woanders genau das findet, was er sucht? Darauf habe ich keine Antwort. Vielen gefällt es so, wie es ist.

    Ja, jedem gebührt Anerkennung. Ich erfahre sie ohne diese vermaledeiten Tops. Es ist meine persönliche, nicht für jeden nachvollziehbare Anerkennung, meine Sicht. Immer noch kein Opfer in Sicht.

    Plumpaquatsch, wir machen hier beide dasselbe, ohne dasselbe zu tun: Wir schreiben, wie es uns gefällt. Und wir merken an, wenn uns etwas nicht gefällt.

    Und das ist das Beste an allem.

    Like

  27. Wo sehe ich mich den als Hüter der Qualität?

    „Wenn wenn wir dann doch über Qualität sprechen, man mir mangelnde Qualität nachsagen möchte, kann man das gerne tun. Damit wird aber die Qualität meines Lebens in Frage gestellt.“

    Weder sage ich Dir mangelnde Qualität nach, noch sonstiges! Das meinte ich mit einer Opferrolle in die Du Dich für Deine Leser scheinbar begibst.

    Anerkennung gebührt prinzipiell jedem, nicht nur jenen die erfolgreich sind – merkwürdige Einstellung. Woraus sollte man sie konkreten Falle denn ableiten? Doch nicht etwa aus irgendwelchen Listenplatzierungen?

    Im Gegensatz zu Dir fordere ich jedenfalls niemanden auf diese Plattform zu verlassen. Das verstehe ich mindestens unter Toleranz. Auch respektiere ich jedermann, ich weiß nicht warum Du Gegenteiliges vermutest?

    Wo greife ich Kuscheleien (???) denn bitte an?

    Du stellst einfach Behauptungen auf ohne diese belegen zu können…

    Und nun?

    Like

  28. Du interpretierst in meine Ausführungen etwas hinein, was ich nicht so empfinde. Und gerade Du siehst Dich als Hüter der Qualität.

    Irgendwas passt hier nicht.

    Lies, was ich geschrieben habe. Und lass es genauso stehen.

    Ich und Opfer? Das habe ich lange hinter mir :)

    Und Du solltest nicht von Toleranz schreiben, wenn Du sie selbst nicht zeigst.

    Anerkennung gebührt jedem, der erfolgreich ist. Wie auch immer. Leider ist es manchmal nur Masse, nicht klasse. Dennoch.

    Vielleicht meine ich auch Respekt. Aber was das ist, muss man natürlich wissen.

    Was ich in der Tat nicht verstehe, ist die Tatsache, dass Du die Kuscheleien hier immer wieder angreifst. Genau das macht blog.de aus. Kontakte!

    openBC, sorry, xing ist damit sehr erfolgreich geworden. Wie auch immer sich das alles nennt – die Menschen mögen es.

    Und nun?

    Like

  29. Wieder mal wurden Sachverhalte verkürzt dargestellt und durch eigene Behauptungen schließlich verdreht. So wie in dem bezugnehmenden Artikel aus dem der Ausschnitt stammt geschehen.

    Hier wurde fälschlicherweise angemahnte Defizite mit persönlicher Betroffenheit verknüpft. Woraus die Autorin allerdings diese Verknüpfung ableitet bleibt unverständlich. Niemand wurde angegriffen, dennoch sieht sie sich selbst in der Opferrolle und fordert gar Kritiker zum Verlassen der Plattform auf. Toleranz wird eingefordert, aber selbst nicht eingehalten.

    Gerne retten sich Kritisierte mit der vermeintlich diffusen Begrifflichkeit Qualität und befinden stets, dass dies im Auge des Betrachters liege. Trithemius hat vortrefflich belegt das dies blanker Unsinn ist. Man stelle sich diese Argumentation einmal von BILD-Chef Kai Diekmann vor… :no:

    Es unterliegt dennoch natürlich der subjektiven Einschätzung des Einzelnen, diese darf er auch kundtun sofern andere nicht diskreditiert. Dies ist nicht geschehen!

    Like

  30. Rege Dich nicht auf. Ich habe diesen Artikel noch nicht gelesen, mache ich gleich.- Blogs sind Tagebücher und ein Tagebuch ist, soweit ich das weiß, meine persönliche Sache,meine pesönliche Note, meine Freude, meine Sorgen nur, dass ich es jedem erlaube, darin zu lesen. Nicht alle sind so einfallslos und laden aus dem Internet irgendein Artikel oder Film und so weiter herunter und stellen es dann in ihren Blog. Die Menschen haben keine eigenen Ideen und schmücken sich nur mit oder durch Andere. Aber selber machen und wie heißt es so schön: Ansprechende Beiträge für Anspruchsvolle Leser und das jeden Tag, ich denke das ist Qualität.
    Nicht viele Menschen erkennen so etwas, weil der Mensch auch ein Rudeltier ist, gibt es eben eine Norm, weil die Mehrzahl sich danach richtet. Ich richte mich nach mir und bin damit sehr zufrieden. L.G. erice

    Like

  31. Zunächst einmal hat jeder Blogger das Recht, so zu bloggen wie er will, wenn er nicht gegen Gesetze verstößt. Da gebe ich dir absolut Recht.
    Doch andere Aussagen finde ich bedenklich:
    Das deutsche Synonym für Qualität ist „Güte“. Wie es keine gute Güte gibt, gibt es auch keine gute Qualität. Qualität ist schon gut, ohne ein Attribut wie gut.
    Qualitätsmängel sind Gütemängel.

    Wenn ein Blog erfolgreich ist, kann man schon eine gewisse Qualität feststellen. Zumindest steckt die Fähigkeit dahinter, das Medium Blog so zu nutzen, dass es Zuspruch findet.

    Was man gemeinhin in Hinblick auf die Qualität des Bloggens hört, mein eigentlich die Qualität der Texte. Und hier gibt es erkennbare Unterschiede. Dass es keine Kriterien gäbe, nach denen die Qualität eines Textes zu bemessen ist, ist leider Quatsch.

    Die Zeitungen betreffend. Selbstverständlich haben große Tageszeitungen wie z.B. die FAZ, die Frankfurter Rundschau, die Süddeutsche ein Qualitätsvorsprung vor einem Regional- oder Lokalblatt. Man beschäftigt einfach bessere Leute, Leute, die das Handwerk des Schreibens besser beherrschen. Auch hat man größere Redaktionen, so dass sich ein einzelner Redakteur oder Reporter längere Zeit einem Thema widmen kann. Da wird gründlicher recherchiert und stärker kontrolliert. Die FAZ z.B. hat eine Dokumentationsabteilung, die alle wichtigen Zahlen aus Artikeln überprüft, bevor sie in Druck gehen.
    Nicht zuletzt hat man eine Schar von hochqualifizierten freuen Mitarbeitern aus allen Bereichen der Wissenschaft und Kultur.

    Mal soll das Kind also nicht mit dem Bad ausschütten und keine unhaltbaren Thesen verbreiten.

    Freundliche Grüße
    Jules

    Like

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.