10.000 Volt – unter Strom – Akku leer (4)

29. September 2006 21:00
A glas of champagne.

Wie schön das klingt.
Hatten das nicht mal Matrosen in den Goldenen 80ern gesungen?
Und die nannten sich als Gruppe nicht „SAILOR“ und waren ein One-Hit-Wonder? Gewissermaßen Eintagsfliegen am Himmel der Popstars? Geschluckt und verdaut. Fast für immer.

Ein Glas Champagner.
Nirgendwo kann man sich hemmungsloser an Champagner besaufen als bei der AIR FRANCE.

A glas of champagne.

Ich dämmer vor mich hin und höre „Major & Suzan“. Die Gitarrenriffs geben mir den Soundtrack zu meinem Zustand.
Mein Nachbar reklamiert, dass ich zu dick für ihn sei.
Ich verschiebe mich von ihm weg zum Fenster hin und bestelle den nächsten Champagner.
Und Rotwein.
Lieber Rotwein als tot sein.
Gleich dreimal binnen einer Stunde.

Touch down.
Gelandet.
Drei-Punkt-Landung.
Will sagen: Alle drei Radgestelle haben permanenten Bodenkontakt.
Die Erde hat mich wieder.

Wochenende.
Unter Strom war bis vorhin.
Mein Akku ist leer.
Schluß aus und vorbei.
Am Montag geht es weiter.
Wat mutt, dat mutt.
Umsonst ist nur der Tod, sagen die Gelehrten. Kostenlos das Leben garantiert nicht, die Wirtschaftsweisen. Wirtschaftswaisen?
Ich marschiere durch den Zoll, zünde mir eine Zigarette an und fühle mich wahnsinng ungesund.
Und leer.
Und müde.
Zuviel arbeiten schädigt Ihre Gesundheit. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arbeitgeber oder Ihr Nervenkostüm am Monatsanfang bei Bekanntgabe der neusten Arbeitslosenzahlen.

Ich flatsche mich in den harten Sitz des Zuges und schnaufe durch.
Mühseelig.
Matschig.
Malade.
Müde.

Einfach nur müde.

… will schlafen …

Ein Gedanke zu „10.000 Volt – unter Strom – Akku leer (4)

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