Jetzt ist es raus.
Die Bilder sprachen eine eindeutige Sprache, aber niemand schien es wirklich aufzufallen.
Der Staatspräsident Kubas Fidel Castro sitzt auf einem Bett und hält eine Tageszeitung hoch, auf der er gefeiert wird. Denn die Dreieinigkeit „El Comandante“, „Máximo Líder“ und auch „Fidel Castro“ feiert ihren gemeinsamen 80. Burzeltag.
Hm.
Feiert man so seinen Geburtstag?
Mit der Zeitung in der Hand?
Nie und nimmer.
Eher mit einem Glas voll mit „Havanna Club“-Rum.
Die Wahrheit ist:
Das staatstragende Triptichon „El Comandante“, „Máximo Líder“ und „Fidel Castro“ wurde entführt!
Jawohl, alle drei auf einmal!
Und das Bild ist der Beweis der Entführer, dass er noch lebt!
Eben, so macht man es!
Und jetzt wird auch klar, warum Fidel so blaß ausschaut, und warum er auf dem Foto einen erz-kapitalistischen Adidas-Trainingsanzug trägt.
Eigentlich sieht das Foto wohl so aus:

Bei den Entführern soll es sich um eine kleine Gruppe Deutscher mit sozial-terroristischen Anwandlungen handeln. Diese Gruppe ist ein Zweckbündnis und besteht sowohl aus West- als auch Ostdeutschen. Deren gemeinsames Ziel ist der Wiederaufbau der Mauer, Wiedererrichtung zweier deutscher Staaten und die Reinstallierung des kalten Krieges. Nur so sei gewährleistet, dass beide deutsche Staaten kostenlose Geldflüsse der jeweiligen Blöcke erhalten, so der Sprecher der Gruppe.
Die TITANIC hat inzwischen vorsichtshalber dementiert, an der Aktion beteiligt zu sein. Man solle also doch bitte von einer Bombadierung derer Redaktionsräume absehen, so deren Sprecher in Richtung USA. Auch eine zerstörerische Durchsuchungsaktion sei nicht erforderlich, kabelte ein Redakteur Richtung Pullach zum BND.
Aus anderen gut unterrichteten Greisen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die Entführung jetzt schon sechs Wochen dauert. Als erste hatte damals die Gruppe ihre Forderungen des Mauer-Wiederaufbaus an den amerikanischen Präsidenten gerichtet. Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, so drohte die Gruppe mit der sofortigen Freilassung des kubanischen Präsidenten.
George W. Bush hatte in einer ersten Stellungnahme direkt zugesagt und bot der Gruppe 500 Sack Zement, 250 Liter Wasser, 50.000 Backsteine und sechs Maurerkellen an. Dieses Angebot wurde vom Parlament sofort wieder kassiert. Man wolle – so der US-Wirtschaftsminister Carlos M. Gutierrez – mit dem Material deren eigenes amerikanisches Haushaltsloch stopfen. Da sei für einen zivilen Mauerbau kein Baumaterial zur Verfügung.
Die deutsche Bundesregierung hat sich nicht für zuständig erklärt.
Ausserdem befinde sie sich gerade im Sommerurlaub und der Antrag solle doch später mit dreifachen Durchschlag an der entsprechenden Sekretärin der Sekretärin des Wirtschaftsdozenten des Wirtschaftsministers geschickt werden. Dort werde man über den Bauantrag dann entscheiden, den Bauort festlegen und gegebenenfalls eine öffentliche Ausschreibung an diverse Maurerunternehmen ausstellen. Die Gruppe solle doch auch noch bitte deren Kontonummer veröffentlichen, damit gegebenenfalls von deren Konto dann die Baukosten im Voraus abgebucht werden könne.
Inzwischen hat auch die kubanische Regierung mit einer gezielten Desinformationskampagne begonnen und behauptet frech, ihr Castro sei total fidel im Krankenhaus.
Somit scheint die kleinen Gruppe mit ihren Forderungen ins Leere zu laufen. Gerüchte besagen, die Gruppe überlege sich gerade, ihren Fidel Castro an Hollywood für einen Monumentalfilm zum Digitalisieren auszuleihen und mit dem verdienten Geld dann einen Erholungsurlaub auf Kuba zu machen.
Den gebrauchten Fidel wollen sie dann angebunden an einer Leitplanke an einer Frankfurter Raststätte kurz vor dem Abflug aussetzen.
Schaun mer mal, wie’s weitergeht …
Echt Spitze, Du hast ein -Gewissen- und -Glauben- auch. Hochachtung
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Wollte schon antworten: „Gott würfelt nicht“, da klingelte mein rotes Telefon und eine dunkle Stimme mit viel Tremor drinne donnerte mich an: „Wage es nicht, meinen Namen zu mißbrauchen!“
Also hab ich es gelassen und meine Meinung ebenfalls zurück gehalten …
Gewürfelt habe ich aber trotzdem nicht.
;)
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Wolltest Du nicht WÜRFELN? Nun sind sie gefallen.
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Da halte ich mich mit meiner Meinung zurück, warum ich habe dazu keine.
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Kein Problem für mich.
Ansonsten musste dann dich auch an folgende Leute wenden, in spananisch:
http://jr.co.cu
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Ich habe mir erlaubt, dein Blog und dein Beitrag zu erwähnen und einen Link zu erstellen.
Hoffentlich bist du und Castro einverstanden?
pocemon (ein neutraler Schweizer).
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Ach, immer diese Foto-Fälscher mit ihrem Photoshop. Ganz klar ne Fälschung aus Havanna! :(
Nur mein Foto oben ist echt! ;)
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Kleiner Widerspruch:
http://www.20min.ch/news/ausland/story/30879805
poc
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Naja, eigentlich wollte ich es schreiben. Aber dann hab ich es mir anders überlegt. Schau doch mal wie der auf dem Zeitungsbild ausschaut. Erinnert der nicht an wen? Mich hat der Kopf dort ernsthaft an Uli Hoeness erinnert. So im Profil könnte es doch sein … Bayern München in Wahrheit die dritte Kollonne Havannas? ;) Kein Wunder, dass der Castro so entsetzt schaut. Uli Hoeness hat ihm den Job weggenommen … :DD
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Ich habe heute schon viel zum Thema Castro gelesen.
Er sei nicht 80 sondern erst 79.
Oder, die Zeitung auf dem Bild sei gefälscht.
Es gibt Journalisten die sagen, dass der Castro auf dem Bild viel jünger sei und das Bild vor einigen Jahren gemacht wurde.
Aber deine Meldung ist die Beste!!!
pocemon, genf, schweiz
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