Sommerlöcher, überall Sommerlöcher!

Saure Gurken Zeit?

Iwo!

Ach was!

Es gibt soviele Sommerlöcher, über die man berichten sollte.
Die Spuren, die der Sommer so hinterläßt, die die Sonne so lachend in unser Autoleben gräbt.

Zum Beispiel über die aufgetauchten Sommerlöcher und -spuren auf der A1 am Westhofener Kreuz. Die entsprechenden Autobahnabschnitte wurden gleich gesperrt. Denn wer immer in andere Fussstapfen tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren auf der Fahrbahndecke, dachte sich die Autobahnmeisterei und – zack – jetzt gibt es einen weiteren Grund, warum man am Westhofener Kreuz sich die Landschaft in aller Langsamkeit zur Gemüte führen kann.

 

Oder über die gemeine “ Dornfingerspinne „.

Über die kann man auch berichten.
Nachdem schon Bruno, der Bär, mit seiner italienischen Wildheit mittels einem französischen Schuss auf die Brust als papiertigernder Bettvorleger endete, so droht Deutschland die nächste Gefahr:
Die “ Dornfingerspinne „!
 

Dieses putzige gelbe Tierchen hat das österreichische Gesundheitsministerium auf den Plan gerufen. Das Spinnchen sei zwar nicht tödlich (ausser für entsprechend sensible Allergiker), allerhöchstens schmerzhaft und man solle aber Vorsicht walten lassen.
Inzwischen ist die Spinne auch schon in Brandenburg auf Wanderschaft (sie hat wohl Bayern einfach übersprungen, auf ihren langen Marsch von Österreich durch die Institutionen der Sommerlöcher …).
Es gelte halt das gleiche wie für Bruno. Nicht streicheln, nicht füttern, nicht verhätscheln. Am besten gleich feste druff mit nem rechten Tritt.
Denn wir in Deutschalnd wissen ja bereits: Da gibt es die sogenannte Normal-Spinne, die einfach nett ihr Netz knüpft und nett lächelnd Insekten verputzt. Aber dann gibt es aber auch noch die sogenannte Problemspinne, die den Menschen angreift … und weil dem so ist, nennen wir sie jetzt einfach mal “ Killerspinne “ (Berliner Kurier, 25.07.2006), denn sie erzeugt brennende Schmerzen, Kopfweh, Übelkeit, Fieber, Schüttelfrost, lebensgefährliche Blutvergiftungen.
Beinahe tödlich.
Was sagen wir da?
Eben. Pfui Spinne!
Also, Fuss drauf! Und das ganz feste!
Zur Not tut es auch der klassische Bärentöter mit Zielfernrohr, den der gefährliche Problem-Bruno schon nicht überlebt hatte.


Moment
!

Die “ Dornfingerspinne “ steht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Also Fuss sofort davon wieder runter und fleissig das Tierchen verzärzeln. Wir wollen doch nicht, dass es ausstirbt, oder?

Wie schön, wenn in China dann ein Sack Reis umfällt und dort deswegen 50.000 Hunde getötet werden. Drei Menschen starben in einer chinesischen Provinz Yunnan an Tollwut. Jetzt leben deswegen in eben dieser Provinz nur noch knapp 5.000 Hunde. Ob diese mit der Anzahl der Politiker übereinstimme, wurde uns nicht übermittelt. Aber dass es sich um Wachhunde militärischer Einrichtungen und um Polizeihunde handeln soll (seltsame Berufe haben die Politiker dort, oder irre ich mich? …). Und berichtet wurde uns auch nicht, ob die chinesischen Fleischexporteure in Südostasien wieder dicke Geschäfte gemacht haben …

Dann ist es fast schon wieder richtig entspannend, dass der alte Loriot Sketch “ Das Ei ist hart! “ der Vergangenheit angehört. Die Engländer bepinseln jetzt die Eier mit Tinte und sobald das Ei die entsprechende Konsistenz HART aufweisst, taucht auf der Eischale der Schriftzug „hart“ auf.
Endlich zeitlos Eier kochen können, das war ja schon immer der Traum für ein englisches Frühstück. Stattdessen muss der Eierkochende die Eier nur im Auge behalten und sie sofort aus dem kochenden Wasser retten, wenn er auf der Eierschale was lesen kann. Eine wirklich spannenden, interessante beschäftigende Beschäftigung für die Küche. Dafür brauch der Mensch jetzt zumindest keine Uhr mehr. Also wieder was eingespart. Und sparen ist ja gut, bringt man uns momentan ja bei.
Und dann gibt es in England drei verschiedene Eiertypen zu kaufen, bei denen immer ein anderes Wort auftaucht und dem Eierkocher signalisiert, dass das Ei jetzt fertig gekocht ist. Ihr wisst schon welche drei Eiertypen das sind:
Well done. ( = ganz durch)
Medium. ( = halb durch)
English. (= blutig)
Guten Appetit.

Die taz meldet, dass die Vorräte an Berliner Blutkonservenbei der Berliner
bedrohlich geschrumpft seien. Aufgrund des warmen Wetters gingen weniger Menschen zum Blutspenden. Jetzt ist die Anzahl der Blutkonserven so gering geworden, dass das DRK Polizei sammeln will. Ob sich bei der Berliner Polizei Blutkonserven-Sammler befinden und ob dann die Sammler unter den Polizisten ihre eigene Sammlung extra fürs DRK auflösen?
Weiss man’s?

Ein Problem stellt auch die Deutschlandrundfahrt der Radrennprofis dar. Einige Mediziner sollen offenbar sich darüber beklagt haben, dass momentan der Schwarzmarkt für Dopingmittel wie ausgetrocknet sei und von deren Arbeitgeber – den Radfahrer – nun mit fristloser Kündigung bedroht wurden. Diese Mediziner wollen daher den Schulterschluß mit anderen Ärzten und sich jetzt am Ärztestreik beteiligen, bis die Radfahrer diese Drohung wieder zurücknehmen …