Das brutale Gummibärchenmassaker

Gestern überkam mich eine unbändige Lust auf Süßkram.

Da stand ich am Regal meine Mini-Supermarkts und wählte ein paar Tüten aus.
Und somit begann das Verhängnis. Zwei verschiedene Arten Gummibärchen landeten in meinem Einkaufskorb.

Ich legte sie auf den Küchentisch und verkostete sie nacheinander. Da war der gemeine Mammutbär und der bekannte Goldbär. Und irgendwie schmeckten mir die Goldbären doch besser, so dass ich die Hälte der Tüte leer futterte, während die Mammutbärchen von mir unbeachtet blieben.

Heute war ich für eine Stunde kurz raus.
Als ich wiederkam, fuhr es mir in die Glieder.
Vor meinen Augen eröffneten sich ungesehene Grausamkeiten.
Zuerst wollte ich die Polizei anrufen, aber ich unterließ es; sie würden es mir nicht glauben.
Ein Schlachtfeld sondersgleichen lag da vor mir.
Ein Massaker.
Horror pur.

Weiterlesen nur für Leute über 18 Jahre, denn was jetzt kommt schockt und kann Alpträume verursachen.

Da standen die Mammutbärchen um einen kleinen roten Goldbären.
Einer von denen hatte dem Goldbären den Kopf abgetrennt.
Ich riß meine Kamera hoch und konnte noch das folgende historische Foto machen:

Fememord

Ich vermute, der Täter war derjenige mit den roten Gelee an Füssen. Offensichtlich Mordspuren von seinem Opfer.
Als die Mammutbären mich sahen, stoben sie in alle Richtungen davon.
Den Mörder mit den roten Füssen konnte ich aber noch erwischen.
Das von mir im Schnellverfahren ausgesprochene Todesurteil vollstreckte ich ohne Umschweife mit dem Mund.
Oral sozusagen.

Als ich durch meine Wohnung ging, stieß auf viele Spuren von verzweifelten Fluchtversuchen der Goldbären.

Drei Goldbären, die sich in der Mikrowelle versteckt hatten, wurden dort aber von den Mammutbären entdeckt und dann mit den Mikrowellen gesprengt  …  dieses schröcklich grausame Foto möchte ich Euch vorenthalten …

Zwei mutige Goldbären waren in ein Wasserglas gesprungen und im Wasser ertrunken. Das Foto der stark aufgequollenen Goldbärchen erspare ich euch mal. Wasserleichen sind kein schöner Anblick. Ausserdem hätte ich dafür ein Fisch-Eye-Objektiv gebraucht, damit ich die beiden formatfüllend aufs Foto bekommen hätte …

A propos Fisch: Ein Goldbär fiel bei seinem Fluchtversuch einer Piranha zum Opfer.
Bevor der Piranha-Fisch den kleinen goldigen Goldbär verschluckte, konnte ich noch das untere Zeugenfoto machen:

Freitod

Aber damit nicht genug. Ein anderer Goldbär hatte wohl beschlossen, sich zu suiziden, statt den Mammutbären zum Opfer zu fallen. Er hatte sich mit einem Bindfaden an einem Fenstergriff aufgehangen.

suizid

Am Handwaschbecken fand ich dann einen Goldbären, der mit seinen Füssen einbetoniert war. Das Handwaschbecken war schon halb voll Wasser.

Einbetoniert

Als ich feststellte, dass der Goldbär allerdings nicht in Beton sondern in einem Marshmallow steckte, hab ich’s kurz überrissen und beide meiner Verdauung übergeben.

Etwas weiter fand ich einen Goldbären, der von einer Nähnadel als Speer getroffen, erdolcht war. Wahrlich ein meisterlicher Wurf eines der Mammutbären.

Erlegt1

Und nicht allzuweit davon entfernt, der gleiche schröcklich Anblick:
Von einer Nähnadel als Wurfgeschoss an die Wand geheftet hing der Goldbär leblos vor meinen Augen.

Erlegt

Tja, und das alles nur weil ich vergessen hatte, die Gimmibärchen-Tüten zu schliessen, als ich die Wohnung verließ.

Lasst Euch das alles eine Lehre sein oder Ihr werdet Eure Wohnung als Schlachtfeld wiederfinden, solltet Ihr konkurierende Gummibärchen die Freiheit einer offenen Tüte gewähren.

4 Gedanken zu „Das brutale Gummibärchenmassaker

  1. Naja, wie jedes Gummi in einer Tüte, so haben die auch ein MHD … man sollte also solche Gummis immer vorher durch den Kopf gehen lassen, ob goldig oder nicht … ;)

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  2. Ich komm schon drüber hinweg.
    Jo, du hast recht. Wer nicht richtig futtert zur rechten Zeit, muss sehen was vom Gummibärchengenoizid noch übrig bleibt … ;)

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  3. Es muss ein traumatisches Erlebnis gewesen sein, diese Entdeckung bei Betreten der Wohnung zu machen. Ich hoffe du kommst darüber hinweg, wenn nicht solltest du wirklich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

    Dein einziger Fehler war … du hast nur die Hälfte der Goldbären gegessen. Lass es dir fürs nächste Mal eine Lehre sein.

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