Ich lag im weichen, weissen Sand und ließ die Sonne mir die Nase braun
pudern.
Wohlige Wärme umgab mich und drehte ich den Kopf nach links, sah ich in
der Ferne den Zuckerhut.
Aber nicht nur den Zuckerhut war mein Blickfang.
Eine Gruppe Gleichaltriger vergnügte sich mit Bier und sie unterhielten
sich prächtig.
Ein selten faszinierendes Bild: Im Hintergrund der weltbekannteste
Steinhügel und davor fröhliche Männer und Frauen und alle schienen
irgendwie aus Hochglanzseiten der Modebranche entsprungen zu sein.
Blicke bleiben nie unentdeckt und so fing auch eine Frau meinen Blick
auf.
Freundliches Lächeln wechselte stetig die Seite.
Irgendwann sprang die Gruppe in die Brandung von Ipanema und die Frau
stand auf und fragte mich nach einer Zigarette.
„Wie ist Buenos Aires?“
„Ich komm nicht aus Argentinien.“
Sie lächelte noch eine Spur freundlicher.
„Du kommst aus Porto Alegre?“
(Zur Erklärung: Porto Alegre wird überwiegend von europäisch-stämmigen
Leuten bewohnt)
Ich lachte offen zurück.
„Ich komm auch nicht aus Porto Alegre.“
„Du bist ein Paulista?“
„Nein, ich bin auch nicht aus Sao Paulo.“
„Europa?“
„Deutschland.“
„Echt? Siehst gar nicht danach aus! Du redest auch erstklassiges
Portugiesisch.“
Ich lachte und sie zog sich zurück, als ihre Freund triefend naß aus der
Brandung zurück kamen.
Sie packten ihre Sachen, um zu einer Bar zu gehen.
Und die Frau machte einen Umweg zu mir rüber.
„Sehen wir uns wieder? Ich bin morgen auch hier.“
Ich habe sie nicht wieder gesehen.
Und eigentlich war es mir auch egal.
Ich lehnte mich in die Sonne zurück und ließ mich von ihren Strahlen
küssen.
Das Leben kann so schön unkompliziert sein …
findet
Careca 