Der Tag, als Käpt’n Iglo starb …


Die Gegend hat sich geändert. Früher gab es hier mehr Animierlokale. Für mich war das gut. Je mehr Animierschuppen es gab, um so mehr Auswahl an Arbeitsplätze hatte ich. Wenn der eine mir blöd kam, ging ich zum nächsten. Und wenn der Besitzer komplett durchdrehte, dann zum Nachbarn. Als Stripper hatte ich meine Auswahl. Ja, Fremdenverkehrsführer der Nacht war ich. Vermittler einer Illusion. Fremdenverkehrsführer der Nacht sein, war wie ein Naturzuhälter. Wir Kreaturen der Nacht geben den Suchenden eine Natur, was sie meinen zu suchen. In der Dunkelheit der Anonymität wird jeder Suchende zum Findenden, weil schlecht zu sehen ist, dass jenes, was gefunden wird, auch das ist, was zuvor gesucht wurde.

Und wir sind gut im Finden helfen. Sei es diejenigen, die sich gerne ihr Näschen ziehen wollen, ob Harzer, Angestellter oder Topmanager. Sie sind alle gleich. Ja, und zu diesen dreien gehören auch die Frauen. Frauen sind zwar nicht so gerne gesehen bei meinen Kolleginnen. Denn sie wollen eingeladen werden und da stoßen gleiche Interessen wie gleichpolige Magnetseiten aufeinander. Dreht sich dann die eine Seite, dann knallen sie heftig aufeinander. Frauen waren eher an einem Lap-Dance von mir interessiert. Sie wollten sehen, ob ich mehr als ihr Freund oder Mann hatte. Wenn sie ungeduldig wurden, dann konnten sie schon mal extra zulangen. Hatte ich dann extra abgerechnet. Männer waren auch meine Klientel. Die meisten wollten wissen, ob sie auch eine Bi-Seite haben, die wenigsten wollten den Schwanzvergleich. Verbal oder physisch war er seltener gefragt. Allerdings je nach Alkoholisierungsgrad.

Die rote Plüschsofa-Herrlichkeit war meine Welt. Rote Plüschsofas, die Luftlandeplätze der Vögel der Nacht, weil Plüsch eine heimelige Sicherheit suggeriert. Aber jeder Landeplatz ist auch gleichzeitig ein Startplatz. Bestellt von einem Landschaftspfleger, der uns die Lizenzen zum Aufenthalt dort gab. Irgend so ein Bauer, der damit hoffte, die dickste Kartoffel in der Kulturlandschaft der Landschaftspfleger zu finden. Wir, das waren diejenigen, die das Abheben der Kulturlandschaftbesichtigenden verhindern sollten. Wir, das waren die Vögel, die uns in jene Turbinen dieser unsteten Menschen und permanent Abhebenden schmissen. Mit Leib und Seele. Ein einträgliches Geschäft, wenn man auch mit der Seele dabei war. Wir hinderten sie am Abheben und kassierten sie ab, für das Reparieren inklusive Startplatzgebühren. Sex ist ein schöner konservativer Motor. Ich bin konservativ. Ich will, dass es so bleibt, wie es ist, dass die Unsteten der Nacht bleiben und mir ihre Aufmerksamkeit geben. Gut, dafür ziehe ich mich aus. Aber ich weiß, dass die Besuchenden eines Striplokals weniger Aufmerksamkeit den Stripper als der Stripperin geben. Ein blanker Busen zählt mehr als meine blanke Brust. Ihre Hüften mehr als mein Six-Pack. Und ihr Stangentanz mehr als meiner. Sie verdienen in den Hinterzimmern mit dem Lap-Dance oder dem, was einige an Extras anbieten.

Natürlich bot keiner meiner Kolleginnen irgendwelche Extras an. Prostitution ist verboten. Sowieso. Weißte Bescheid. Aber da, wo der Vorhang fällt, da ist im Dunkeln gut munkeln. Am besten konnten die Katholiken munkeln. Immer nur Halleluja war auf der Dauer auch nicht das, was sie antörnte. Stripp-Shows, das war für jene die gelungene Abwechslung zur jungfräulichen Marienverehrung. Da waren die Protestanten schon schwieriger. Die leben ja ohne striktes hierarchisches Religionssystem, da waren die schon staatlich orientierter. Staatstreuer. Sie wollten den Lap nur, wenn er gesetzestreu war. Wenn ich mich an christliche Prinzipien orientieren würde. Auf Verdacht hatte ich auf solche Fragen gesagt, dass sie wohl nicht katholisch wären, worauf dann oft „protestantisch“ die entrüstete Reaktionsantwort war. Logisch. Der Protestantismus der Preußen hatte ja erst Hitler den Weg nach Berlin geebnet. Tja, besser ein Hund an der imaginären Leine als ein Stall ohne Schweine.

Irgendwann ging das Geschäft immer schlechter. Alle wurden emanzipierter, aufgeklärter, hedonistischer und vor allem gerechter. Ein Lokal nach dem anderen schloss. Und Stripper waren immer weniger gern gesehen. Man wolle keine Konflikte durch homophobe Menschen und damit die Lizenzen der Stadtverwaltung riskieren. Inzwischen sehe ich in den ehemaligen Stripperlokalen meistens nur noch Wettbüros. Unkompliziert reich-werden ist der neue Sex der 10er Jahre. Dafür legen weiter viele den Inhalt ihrer Geldbörsen auf den Tresen und hoffen mit mehr von dort aus zu starten, als sie vorher gelandet waren.

Mein letzter Auftritt als Stripper war ein Private-Lap bei einer Frau im Hinterzimmer. Sie war weder weder eine der Vernachlässigten noch einer der Prüden. Sie stand als Frau ihren Mann, während wir zwischen den verschiedenen Drinks über Sex-Vorlieben schwadronierten. Wir versoffen ihren Portemonnaie-Inhalt und dann spendierte ich meine Tagesgage, bis der Besitzer uns rauswarf und mir Ladenlokalverbot erteilte. Im Lichte der aufgehenden Sonne beschloss ich, nie mehr zu strippen und mein Geld so zu verdienen, wie sie es tat. Mit einem regulären Beruf in einer Bank. Ich hatte vormals ebenfalls eine Ausbildung in einer Bank erfolgreich abgeschlossen, aber ich erhielt keinen Job. Es war das Jahr der Bankenkrise 2008, das Jahr der Ratte. Die Frau wollte mir helfen, aber sie hatte Mann und Kinder zu Hause zu ernähren. Somit wurde nichts draus. Ich hatte zwar ihre Telefonnummer, aber wir telefonierten nur einmal. Sie konnte mir auch nicht helfen. Im Jahr der Ratten.

Ich landete schließlich in der „ARGE“, dem heutigen „Jobcenter“, jobbte mal hier, mal da, mal dort, aber nie kam ich wirklich aus dem Aufstocker-Verhältnis raus. Wer will schon einen männlichen Ex-Stripper in einer Bank, wo eventuell alte Bekannte von mir am Schalter auftauchen könnten.

Es war im Dezember 2011, ich sollte mal wieder vorsprechen, weil mein persönlicher ARGE-Berater mit mir mal wieder meine Zukunftsaussichten auf dem Arbeitsmarkt durchsprechen wollte. Zwei Tage vor Heiligabend hatte er den Termin gesetzt. Dachte ich. Auf Weihnachtsgeschenke hoffte ich nicht, aber ich träumte schon mal von einem Festtag, denn ich war der festen Überzeugung, dass er was haben würde. Als ich in sein Büro reinkam, blickte er mich erst überrascht und danach leicht säuerlich an. Ich wäre ein Tag zu spät dran. Es wäre der 21te vereinbart gewesen. Er verwies darauf, dass er angehalten sei, mich jetzt mit Sanktionen zu belegen. Während ich mich leicht geschockt von der „Frohen Botschaft“ auf den unbequemen Holzstuhl niederlies, holte er meine Akte aus einem Schrank hervor und bemerkte dabei, er hätte einen Job für mich in einer Bank gehabt. Das wäre meine Chance gewesen, aber ich hätte sie versemmelt. Nach kurzem Zögern schaute er in einem Stapel nach und holte ein Blatt hervor, studierte es, schaute mich an und grummelte etwas von letzter Chance. Und dann eröffnete er mir, dass eine Werbegesellschaft für eine Kampagne einen männlichen Typen suche. Es wäre meine letzte Chance, ich solle mich bewerben oder er würde mich sanktionieren. Er drückte mir das Blatt in die Hand und ließ es mich quittieren.

Ich verließ die ARGE und trat auf die Straße hinaus. Draußen fiel mein Blick auf eine weggeworfene Zeitung. Der Wind schlug eine Seite auf und ich las, dass der werbe-bekannte Schauspieler Gerd Deutschmann gestorben war. Am 21. Dezember 2011. Aus einem Dachfenster ertönte „The year of the cat“ von Al Stewart. Ich blickte hoch. Die aus dem Fenster strömende Hitze ließ die Luft flirren und das kupferfarbene Dach im Hintergrund kochend erscheinen. Vor dem Fenster auf einem Absatz für Blumen saß ein Mann und aß in luftiger Höhe eine Pizza. Roof cat. Im Jahr der Katze.

Ach ja. Es gibt kein Jahr der Katze. Die Katze kam damals einen Tag zu spät zu jenem Fest, bei dem Buddha jedem Gast ein Jahr schenkte. Die Katze ging leer aus, weil eine Maus sie belogen hatte. Es gibt lediglich das Jahr des Hasens. Und ich war der Igel. Der Job war schon vergeben. Aber dafür gab man mir einen Job für die Straßenwerbung. Am nächsten Tag vor einem Supermarkt durfte ich mit Ringel-T-Shirt und Kapitänsmütze gebackene Fischstäbchen verteilen. An jenem Morgen geschnitzt wie aus einem Humphrey-Bogart-Film war seltsamerweise mein erster Kunde mein persönlicher ARGE-Berater. Als er mich an jenem späten Vormittag erkannte, ging er schnellen Schrittes vorüber und er erinnerte mich dabei eher an Peter Lorre, der etwas auszuhecken schien, als wie einen normalen ARGE-Mitarbeiter. Er schien mir seltsam berührt, dabei kannte ich ihn doch nicht von den Striplokal her.

Später verloren wir kein Wort darüber. Er schob mir nur eine Stellenbeschreibung der Bank of Wales rüber. Es begann das Jahr des Drachens …

Nichts als die Wahrheit. Nichts als die brutale Wahrheit …


Ich spürte, deinen zielgerichteten Griff ihrer Hand auf meiner Hose und hörte ihr leises Lachen. Warum hatte ich nicht reagiert, als sie sich vor mir auf dem Schreibtisch sitzend geöffnet hatte?

Ich hatte nur genervt gesagt: „Jetzt nicht.“

Und sie hatte nur leicht verärgert geantwortet: „Wie, nicht jetzt?“

Sie war von meinem Schreibtisch runtergerutscht, trat hinter mir. Ich wollte noch einen Satz in meinen Rechner tippen, als ich spürte, wie sie etwas um meinen Brustkorb legte und mich damit darauf in die Rückenlehne meines Sessels zwang. Ich schaute verwirrt an mir runter und erkannte eine Strumpfhose. Weiterlesen

Meine Buchempfehlung: What Every Man Thinks About Apart From Sex


So heißt das Buch, das ich an dieser Stelle dem geneigten Leser trivialer aber tiefgründiger Literatur vorstellen möchte. Die englischsprachigen Autoren Sheridan Simove und Shed Simove haben über eines der unergründlichsten Themen geschrieben: „An was jeder Mensch denkt, abgesehen vom Sex“.

Um es kurz zu machen, das 200-seitige Buch ist binnen einer Minute zu lesen. Trotzdem erzählt es alles, was der wissbegierige Leser dazu wissen möchte und nie zu fragen wagte. Obwohl es einen provokanten Titel hat, lässt sich das Buch überall problemlos lesen: im Kino, vor der zwischen Börsenbericht und Tagesschau, während der Halbzeitpause eines Fußballspiels, beim Umdrehen der DVD „Sex and the city“ für die eigene Frau, ja selbst kurz vor einem katholischen Gottesdienst lässt sich das Buch schnell durchschmökern.

Der Grund dafür ist einfach und verständlich: Die Seiten des Buchs sind alle leer. Unbedruckt. Zweihundert Seiten tiefgründigster Abhandlung über die Gedankenwelt der Menschen jenseits von Sex auf leeren Seiten. Das sagt alles.

Und der Preis liegt bei umgerechnet 9,99 Euro. Für 200 Seiten ein Schnäppchen. Beim deutschen Amazon hat das Buch zwar nur Platz 161 der englischsprachigen Bücher inne. Jedoch beim britischen Amazon-Buchhandel belegt das Buch bereits Platz 146 der totalen Bestseller-Liste (4,5 Sterne).

Zur besseren Einordnung dieser statistischen Angaben für den Leser:
Thilo Sarrazins Buch belegt bei Amazon UK den Bestsellerplatz 38,233 und kostet dafür dort in der Hardcover-Ausgabe das Doppelte (wohl weil es doppelt so viele Seiten hat), die dann auch noch tatsächlich beschrieben sind. Eine Leseprobe als Vergleich mit dem Buch von Sarrazin zeigt, das Buch von Sheridan Simove und Shed Simove liest sich einfacher und hat genau die gleiche gedankliche Höhe wie bei Sarrazin.

Ergo: Klare Kaufempfehlung für Leute, die eine besser lesbare Version von Sarrazins Buch.

Für Freunde des wortlosen 200-seitigen Buches über die Gedankenwelt der Männer, hier ist der Link zum Bestellen bei Amazon-UK
What Every Man Thinks About Apart From Sex
und bei Amazon-Deutschland
What Every Man Thinks About Apart From Sex

Auf der Suche nach Feuchtgebiete


Wenn ich so auf meinen Blog und deren diverse zwei Dutzend Posts schaue, dann gibt es genau zwei Posts, die mittels der Ergebnisse von Suchbegriffen (bei Google und Co.) so richtig gerne besucht werden.
Das eine Post ist über die Intimrasur beim Mann und das andere über die katholischen Morgenlandfahrer im Alkoholrausch.

Eindeutig.
Die Internet-Menschheit ist unterwegs auf der Suche nach Feuchtgebiete.
Nicht erst seit Charlotte Roche.
Will ich also mehr Publikum, dann sollte ich meinen Content vielleicht doch stark überdenken:
Mehr „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“.

Oder wie der Deutsche zu pflegen sagt:
„Wein, Weib und Gesang“.

Daher jetzt für alle ein wenig mehr Erotik an dieser Stelle für alle Suchmaschinennutzer mit Worten á la Charlotte Roche:

Smegma!

Und dann ab mit ’nem Bier in die Feuchtgebiete.
Wohl bekommt’s …

Guter Versuch, aber schlechter Wirkungsgrad. Tschö, Anwerber, wa.


Da hat es wieder wer versucht, mich für den neusten „todsicher geldbringenden Job“ zu werben. Grob gesagt, es ging dabei um die Pille für den Tank.

Erklärung für die Frau:
Die Pille verhütet 100 prozentigen Spritverbrauch bei sieben- bis vierzehn-prozentiger Absenkung ohne Zunahme. Bei ihrem Alten. Die neuen schaffen das auch so.

Erklärung für den Mann:
Sieben- bis vierzehn Prozent mehr Potenz beim Wrooooooom bei gleicher Tankfüllung durch das Einwerfen einer Tablette. Und ihre Beifahrerin wird es Ihnen lasziv und hemmungslos danken, wenn ihr Shopping-Radius dadurch steigt.

Soweit der Hintergrund.
Und jetzt das entscheidende:
So funktioniert es mit dem Geldverdienen.

Karriere

Was sagt da der Ökonom?
„50 Dollar? Pah! Ich will 50 Euro. Das ist mehr wert.“

Und das System hat mich verdammt an das mir vor 20 Jahren präsentierte Allianz-Versicherung-Klinken-Drücker-Modell erinnert.
Hatte mich auch damals nicht wirklich motiviert.

Und heute hat mich das auch nicht wirklich die Bohne interessiert. Geschweige denn Pille. Zum Verhüten von Spritpreisen traue ich auf meine Natur.
Und wofür dann also die Pille für den Tank?
Für mich als Mann?
Ey, isch ‚abbe ga‘ kaine Auto …

Linux, sex me up!


So ein Mist.

Ich habe es gewusst.

Das war doch mal wieder total ganz klar.

Am Arbeitsplatz hatte ich meine Arbeitskollegin am ersten Tag mit sabbernd lüsternden Blick gemustert und nur einen gelangweilt angewiderten Blick als Quittung bekommen. Mir war dann klar, die Frau ist weder graue Maus noch sonst wie irgendwie sexy.
Meine damalige Chefin fand ich erotisch genau so prickelnd wie den Papst als Unterhosen-Model.
Und dann noch die vom Büro nebenan mit ihrem ausladendem Dekolleté, Körbchengröße 75D.
Völlig unerotisch.
Völlig uninteressant.
Nicht die Bohne.

Und wieso?

Jetzt weiß ich es.
Denn ich hatte mich vorhin auf der britischen „www.lovehoney.co.uk“-Seite verirrt. Einem Internet-Sex-Shop.
Nein, nein! Nicht dass ihr jetzt denkt, ich kaufe Sex-Spielzeug-Sachen übers Internet oder surfe in meiner Nicht-Blog.de-Zeit nur auf solche Seiten. Das ist doch Quatsch. Das ist doch Rufmord. Alles üble Nachrede. Pfui, wer solche Gedanken hat. Ich doch nicht. Ich bin doch nicht so einer. Überhaupt nicht. Da pinkle ich doch eher Weihwasser, als dass ich mir nackte Frauen und Dildos und Sexpuppen …

Nun da das jetzt mal geklärt ist …

Während ich also unschuldig wie die unbekleidete Nacht über die Seiten von LoveHoney.co.uk stolperte, fand ich die Erklärung meiner Lustlosigkeit am Arbeitsplatz. Warum ich am Arbeitsplatz nie den ewig weiblichen Rockzipfeln hinterher jage. Warum ich als Mann nicht alles jage, was nicht bei Drei sofort auf den Bäumen ist. Warum es mich stattdessen selber auf die Baum-Alternative, jene berühmt berüchtigte Palme, bringt, die dort eh nicht abgewedelt wird, wenn ich an Erotik am Arbeitsplatz denke.

Des Rätsels Lösung?
Ich arbeite dort am PC mit dem Microsoft PC-Betreibssystem „Windows“.

LoveHoney.co.uk hat festgestellt, dass zwar knappe 94 Prozent ihrer Besucher mit „Windows“ im Hintergrund auf ihre Seiten zugreifen und bei einem Besuch 9,61 Seiten pro Besuch abgrasen. Aber sie verweilen auf jeder Seite nur knappe 5 Minuten und 16 Sekunden (macht insgesamt eine durchschnittliche Besuchszeit von 50 Minuten und 37 Minuten) und kaufen nur für knappe 35,90 britische Pfund ein (macht 42,56 Pfund pro Stunde).

Wie sieht es jetzt bei Macintosh-Benutzer aus?
Knappe 5% der Besucher hatten dieses Betreibsystem installiert und besuchen weniger Seiten pro Besuch. Nämlich 8,36 Seiten pro Besuch. Dafür studieren diese aber durchschnittlich jede Seite 5 Minuten und 56 Sekunden. Das macht eine durchschnittliche Besuchszeit von 49 Minuten und 36 Sekunden, was kürzer ist als bei „Windows“. Dafür geben aber Macintosh mit 40,38 britische Pfund mehr als die „Windows“-Benutzer aus. Mit 48,38 Pfund pro Stunde sind Macintosh-Nutzer also freigiebiger als die geizigen Windows-Surfer.

Und jetzt zu der Linux-Gemeinde.
Erstens surft nur eine Minderheit von 0,67 % (ein Nutzer von 150 Nutzern) auf solchen Sex-Shop-Seiten herum und schaut sich durchschnittlich nur 7,76 Seiten pro Besuch in jenem Sex-Shop an. Und das auch nur für knappe 5 Minuten und 16 Sekunden (zwei Sekunden länger als Windows-Nutzer). Während der durchschnittlichen Besuchszeit von 40 Minuten und 52 Sekunden geben die Linux-User dafür durchschnittlich 48,55 britische Pfund in jenem Sex-Shop aus. Das sind 71,28 Pfund pro Stunde.

Was sagt uns das?

Nun, Windows-Nutzer sind erstens geiziger und überhaupt nicht zielorientiert. Sie verlieren viel Zeit, weil sie nicht wissen, was sie wollen.
Macintosh-Nutzer dagegen sind ein wenig zielgerichteter. Sie sind im Vergleich zu Windows-Nutzers durchschnittlich eine Minute schneller im Internet. Ob das jetzt mit Intelligenz und Auffassungsgabe zu tun hat oder gar mit der Geschwindigkeit des jeweiligen Betreibsystems, das geht jetzt nicht aus den Zahlen hervor.
Aber dass trotz einer Minute weniger Macintosh-Nutzer für knappe 4 Pfund mehr eingekauft haben als Windows Nutzer, dass lässt doch aufhorchen. Das sind pro Stunde knappe 6 Pfund Wirtschaftsankurbelung mehr als Windows-Nutzer. Satte 13,7 % mehr stündliche Wirtschaftsförderung als von Windows-Nutzern. Mit einer Minute weniger die Wirtschaft stärker anzukurbeln, das sollten sich manche Wirtschaftsnörgler durch den Kopf gehen lassen.

Aber jetzt kommt es erst:
Linux-Nutzer brauchen zehn Minuten weniger und geben aber über 13 Pfund mehr als Windows-Nutzer aus. Immerhin 8 Pfund mehr als Macintosh-Nutzer. Linux-Nutzer sagt das nichts neues. Schließlich haben sie mehr Geld zur Verfügung, weil deren Betreibssystem kostenlos ist.
Über die stündliche Wirtschaftsförderung der Linux-Nutzern lässt sich dann nur noch mit hören und stauen berechnen, dass da ein Mehrwert für die Wirtschaft von zusätzlich 67,5 % im Vergleich zu Windows-Nutzern entsteht.

67,5 % zusätzliche Wirtschaftsförderung erbracht von 1 aus 150 PC Nutzern!
Wenn das mal nicht Potential für Produktivitätssteigerungen aufzeigt …

Und zusätzlich macht die Statistik der LoveHoney.co.uk-Seite eines klar:
Linux-Nutzer wissen sie wollen: Wenig Zeit am PC verbringen und dafür ihr Sex-Vergnügen maximieren. Sie vergeuden nicht soviel Zeit mit Internet, sondern kommen im realen Leben lieber eher zur Sache und haben dann dafür auch mehr Zeit.
Besondere jenen Sex-Shop-Einkäufern mit Linux auf dem Rechner ist wohl zu bescheinigen, dass sie sexuell aktiver sind und somit eindeutig attraktiver sind. Sie verbringen weniger Zeit vor dem PC und mehr dafür mehr woanders: im Bett oder sonstwo, wo das Vergnügen Vergnügen bereitet. Linux-Nutzer sind effektiver und effizienter in Sachen Sex.

Linux macht halt sexy …
Sex-Muffel tendieren eher zu Windows.

Nun, morgen geht es wieder zurück in die Arbeitswoche. An meinem Arbeitsplatz. Mit meinem Windows-Rechner. Und die Frauen dort sehen so begehrenswert wie Windows aus. Und wahrscheinlich habe ich selber die Attraktivität einer 3-Monats-Kartoffel für jene Frauen.
Die Arbeit wird sich so dahinschleppen und ich werde vom PC-Monitor aufgesogen.
Und unser Oberchef macht sich sicherlich wieder dunkle Gedanken wegen Produktivitätssteigerungen.
Und das alles wegen Windows.

Tja, mit Linux würde die Arbeit nicht nur schneller gehen sondern das Arbeitsklima würde auch noch mehr Spaß machen. Gut, wohl möglich wäre es erforderlich Kondomautomaten in den Toiletten zu montieren, würde Linux eingeführt. Hauptsache sollte doch sein, die Dividende der Aktionäre stimmt. …
Aber es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Also?
Eben.
Schuster, bleib bei deinen Leisten. Denn erst die Arbeit, dann das …
… Linux …

Quelle der statistischen Daten: LoveHoney

Ein unmoralisches Angebot


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Nein, danke, liebe BILD-Zeitung. Auch wenn du es mich 1000 Mal an jedem Wartehäuschen fragst, ich mag keinen sexuellen Verkehr mit bluttriefend roter Schrift auf Altpapier, auf dem sich auch noch das Mädchen von Seite 1 – von überqualifizierten unterbezahlten Schreiberlingen zugetextet – anbiedert. Ich bevorzuge da lieber den wirklichen geilen, heißen, schweißtriefenden Vollzug als lediglich eure plakative Aufforderung …

Gerechtigkeit siegt! Basta!


Vorhin las ich, dass es im neuen Airbus A380 der Singapore Airlines mehrere Doppelbetten gibt.
Da fließt dann der Champagner in Strömen, bis die Flugbegleiter Blasen an den Füssen haben. Da werden Austern geschlürft, dass es eine wahre Freude ist, was den Eiweiß-Kick angeht. Da gibt es Flachbildfernseher mit allerlei Programm und doch …

Aber:
Warum sollte es den Passagieren in den Doppelbetten der First Class besser gehen als denen der Holz-Klasse?
Das hat sich die Singapore Airlines zurecht gefragt.
Darum ist denen im Doppelbett ebenso wie auf den Holzbänken der Sex an Board des Großraumfliegers verboten.
Soviel Gerechtigkeit muss sein.
Und selbst wenn die Pärchen der ersten Klasse nach dem vielen Champagner und den massenhaft verschlürften Austern bei gedimmerten Licht spitz wie Nachbars Lumpi sind, Singapore Airlines kennt da keine Ausnahme von der Regel.

No Sex.
Weder beim Abheben noch über Wolke 7.
Über den Wolken scheint die Freiheit doch wohl nicht so grenzenlos zu sein …

Nebenbei:
Sollte sich wer von den Stewardessen bei paarweisen Aufenthalt in den Bordtoiletten erwischen lassen, der sollte mit einem staatlich verordneten Hetero-Sex-Entzug kalkulieren. Ein britisches Pärchen hatte zweimal Sex auf einer Bordtoilette. Der Richter schickte den Mann für ein Jahr in den Knast und die Frau kriegte im Zuge der Gleichberechtigung drei Monate auf Bewährung …

Wir sind …


… Frauen-Fußball-WM …

Ja, super.

Deutschland darf 2011 die Frauen-Fußball-WM ausrichten.

Das wird eine harte Zeit. Immer wenn „Verbotene Liebe“, „Marienhof“ oder sonstige Telenovelas laufen, werden die Frauen sicherlich vehement und diktatorisch die Fernbedienung an sich reißen und auf Fußball umschalten.

Statt den Diskussionen über andere Themen wie „Kindererziehung“, „Kochrezepte“ und der Freund der Freundin des Freundes und dessen Ar*** werden die Frauen sicher nur über Abseits, Stürmern und Elfmetern reden.

Unerträglich wird die Zeit hier werden.
Kann da jemand uns Männer überhaupt verstehen?

Viel wichtiger als 2011 finde ich das Jahr 2014!

Da findet die Weltmeisterschaft der männlichen Balltreter in Brasilien statt. Dann lässt es sich unter Männern wieder vorzüglich über Abseits, Stürmern und Elfmetern reden.

Und über brasilianische Frauen im Allgemeinen und Speziellen sowieso.

Denn man merke:
In Brasilien gibt es bekanntermaßen nur Nutten und Fußballer …