Da uns schlägt die rettende Stund, Teil 4


[20.12.2016 07:31:52] „Hallo sehr geehrte Familie, mit Interesse las ich ihre Anzeige, dass Sie Weihnachten einem einsamen Menschen anbieten, mit Ihnen Weihnachten zu feiern. Ist die Anzeige noch aktuell? Frohe vorweihnachtliche Grüße, Careca“

[20.12.2016 22:35:02] „Hallo Careca, das stimmt. Sie ist noch aktuell. Können Sie mehr zu sich schreiben? Aufgrund der Entwicklung in Deutschland der letzten Zeit müssen wir auf die Beantwortung der nachfolgenden Fragen bestehen: Wer sind Sie? Warum sind Sie einsam? Aus welchen Verhältnissen kommen Sie? Was machen Sie beruflich? Leben Sie zur Miete oder in einem Eigenheim? Welche Bekanntenkreise haben Sie und warum feiern diese keinen Weihnachten? Darüber hinaus: Können Sie sich auch bei der Bescherung am Heiligabend entsprechend beteiligen? Wir können Ihnen eine Wunschliste von meiner Frau, mir selber und unseren drei Kindern zuschicken, wenn Sie uns Ihren Wunsch für ein Geschenk (max. 30 Euro) übersenden. Darüber hinaus wäre eine Unkostenbeteiligung für das Festmahl inklusive Getränke von 50 Euro erforderlich. Mit freundlichen Grüßen Familie Bode“

[20.12.2016 23:54:32] „Sehr geehrte Familie Bode, es hat sich erledigt, ich habe gerade vorhin Verlobung auf Schloss Neuschwanstein gefeiert. Die Hochzeit wird am Freitag vor Heiligabend in der Münchner Frauenkirche stattfinden. Sehen Sie meine Anfrage als gegenstandslos an. MfG Careca (nach Diktat vereist)“

2 Gedanken zu „Da uns schlägt die rettende Stund, Teil 4

  1. Als gelernter BWLer würde ich grundsätzlich schon mal Einladungen ausschlagen, in denen von einem Unkostenbeitrag die Rede ist. Unkosten gibt es betriebswirtschaftlich betrachtet nämlich nicht. Ansonsten finde ich diese Idee, die eigene Weihnachtsfeier durch großzügig bemessene Beiträge zahlender Gäste zu finanzieren, betriebswirtschaftlich natürlich sehr überzeugend. 200 € Einnahmen, 30 € Ausgaben für ein Geschenk, gut, Mahlzeit und Getränke, aber in einem fünf Personen-Haushalt fällt einer mehr nicht groß auf. Diese Geschäftsidee nähert sich dem Kern des Festes doch sehr an. Heiraten, um der weihnachtlichen Einsamkeit zu entgehen, ist hingegen wirtschaftlich betrachtet, das wird der Steuerberater bestätigen, durchaus auch eine Möglichkeit. Ich sage nur Ehegattensplitting.

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